Geschichtsstudium sinnlos?

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8 Antworten

Siehe auch: http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/alphaSearch.do?alphaCaps=G

Bei Geschichte (Bachelor oder Master). Aber um beruflich bzw. wissenschaftlich wirklich anerkannt zu werden braucht man i. d. R. schon nen Master-Abschluss.

Dabei ist es halt so, dass man bereits während des Studiums schauen sollte, dass man während der vorlesungsfreien Zeit Praktika bei verschiedenen Institutionen machen kann, bei denen man gerne nach dem Studium arbeiten möchte. Z. B. im Museum. Du solltest dich außerdem entscheiden, ob du alte, mittlere oder neuere Geschichte Studierst (also Antike, Mittelalter oder Neuzeit). I. d. R. brauchst du bei so einem Studiengang auch noch ein weiteres Hauptfach oder aber zwei Nebenfächer, die könnten, sofern du in einem Museum unterkommen willst, z. B. Kustgeschichte und Archäologie sein. Das würde sich zumindest anbieten.

Es gibt eben viele Geschichtsstudiumsabsolventen in Deutschland und nur eine begrenzte Anzahl an Arbeitsplätzen und es ist nicht immer leicht, einen zu bekommen. Vieles läuft da vermutlich auch per Vitamin-B. Viele versuchen auch (noch während des Studiums) zu schauen, ob sie nach dem Studium als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der jeweiligen Universität eine Stelle bekommen und später promovieren. Dazu wäre es auch gut, schon während des Studiums bei irgendeinem Dozenten eine Stelle zur Leitung eines Tutoriums zu bekommen.

Aber eine Arbeitsplatzgarantie oder so hast du dann natürlich auch nicht. Es soll auch Historiker geben, die nach dem Studium in vollkommen anderen Berufen arbeiten.

MfG

DU hast keinen NC, nur einen Abiturdurchschnitt, soviel vorweg.

Es wäre auch Verschwendung, Geschichte auf Lehramt zu studieren, denn mit Geschichtslehrern kann man die Straßen pflastern und angesichts stetig sinkender Schülerzahlen erhöht sich der Bedarf in diesem Fach nicht sonderlich.

Mein Rat an dich: Probiere es auf jeden Fall. Allerdings ist das Studium schon eine andere Hausnummer als der Schulunterricht. Vielleicht gefällt es dir trotzdem. Nebenbei versuche, am Museum als Werkstudent oder Volontär zu arbeiten. Vielleicht bist du einer der Glücklichen, die die Chance bekommen, ins System zu rutschen.

Und wenn nicht, hast du es wenigstens versucht und musst dich nicht dein Leben lang fragen, was wäre gewesen, wenn. ;-)

wenn du in einem museum arbeiten willst dann mach das richig. DU musst dich dann nur damit abfinden, dass dein job nicht über "den leuten von geschichte erzählen" und vllt noch texte für den neusten aushang schreiben hinaus gehen wird, zumal es hier in deutschland keine riesengroßen geschichtlichen museen gibt.

lovechia 30.06.2013, 01:01

Hatte auch überlegt im Ausland dann zu arbeiten.

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masterNNI 30.06.2013, 01:03
@lovechia

musst dann nur gucken dass es in der eu ist, oder dass das mitm visum möglich ist...

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Ich bin nach wie vor überzeugt, dass es bei der Frage, "lohnt sich das, was ich studieren will?" immer auch drauf ankommt, was man sich vom Leben erwartet.

Wenn man in etwas seinen absoluten Traumberuf sieht, dann lohnt es sich auch, sofern man den notwendigen Biss hat, das bis zum erreichen des Zieles konsequent durchzuziehen.

Was nützt es, etwas anders anzustreben, das man dann sein ganzes Leben macht und dabei unglücklich ist?

Hallo lovechia,

wenn du an der Universität Erfurt im Zwei-Fach-Bachelor Geschichtswissenschaft in Kombination mit einem zweiten Fach deiner Wahl studierst, ergeben sich neben dem Lehrerberuf berufliche Tätigkeitsfelder z.B. in publizistischen, administrativen oder sozialen Berufe z.B im Archivwesen, in Museen, in der Erwachsenen- und politischen Bildung, in Verlagen, im Bereich Medien und in der Wirtschaft (z.B. Public Relations, Marketing).

Wichtig für die Studienwahl ist jedoch, was du genau im Museum machen möchtest. Wenn es um Öffentlichkeitsarbeit geht, wäre eine Kombination mit Kommunikationswissenschaft sinnvoll. Denkbar wäre aber auch eine Kombination mit Staatswissenschaften - Wirtschaftswissenschaft, Germanistik oder Philosophie. Generell ist ein geisteswissenschaftliches Studium in diesem Fall zu empfehlen.

Weitere Infos zur Geschichtswissenschaft: http://www.uni-erfurt.de/studium/studienangebot/ba/geschichtswissenschaft/

Sonnige Grüße aus Erfurt!

ptomo 28.08.2014, 19:51

Hallöchen.

Mir war gar nicht bewusst, dass man ein Geschichtsstudium mit dem Tätigkeitsfeld Medien gut kombinieren kann. Leider kann ich mir nicht so genau etwas darunter vorstellen und würde mich freuen, wenn mir das jemand erläutert. Ich interessiere mich nämlich sehr für beide Bereiche.

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UniErfurt 02.09.2014, 13:29
@ptomo

Hallo, z.B. ist es für den Beruf Journalist wichtig, sich nicht nur mit medienwissenschaftlichen Themen zu beschäftigen, sondern sich auch in einem bestimmten Ressort in diesem Fall Geschichte auszukennen. Es reicht also nicht zu wissen, wie man etwas gut schreiben kann, sondern auch was (inhaltlich fundiert) man schreiben kann.

Das gleiche gilt auch für Verlage oder Museen. Die Kombination aus inhaltlichen und praktischen Wissen macht den Erfolg aus. In den medienwissenschaftlichen Studienrichtungen lernst du, wie du Inhalte am besten an die Zielgruppe bringst und somit das Museum optimal gestalten kannst.

Viel Erfolg!

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Hi, darf man fragen ob und wo du nun Geschichte studierst, da ich ab diesem WS Geschichte anfangen werde zu studieren :)

Wenn Du in einem Museum arbeiten willst, sind Fäscher wie Geschichte, Kunstgeschichte, Ärchäologie definitiv nicht verkehrt.

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