Geht Kamera oder Objektiv kaputt, wenn man direkt die Sonne fotografiert?

11 Antworten

Was meinst du mit direkt in die Sonne? Sonnenauf- und untergänge sind unkritisch, da die Strahlung bereits stark durch die Atmosphäre gefiltert wird.

Bei strahlendem Sonnenschein gilt: Je höher die Sonne steht, um so gefährlicher. Um die Mittagszeit wirds dann extrem kritisch - aber nicht für den Sensor sondern fürs Auge! Bis du den Sensor grillst, haben sich nämlich schon längst deine Sehzellen verabschiedet ;-)

Wenn du ohne Kam direkt in die Sonne blickst, kann es schon zu vorübergehender Blendung kommen. Durch den Sucher einer Spiegelreflex trifft das Licht zudem noch stark gebündelt auf Auge. Dadurch werden auf jeden Fall die Sehzellen im Fokuszentrum zerstört, was mindestens zu einer vorübergehenden schmerzhaften Erblindung des Auges führt (vergleichbar mit dem "Verblitzen" beim Schweißen), u.U. -je nach Dauer und verwendetem Objektiv- auch zu bleibenden Schäden! Die zur Sonnenfinsternis verkauften Schutzbrillen waren nicht nur dazu gedacht, die Optikerbranche an zu kurbeln.. ;-)

Was die Kamera an sich betrifft: Früher war Sonneneinstrahlung resp. Wärme tatsächlich ein Thema. Die Verschlußlamellen bei den günstigeren Kameras waren aus einem Kunstharz verstärkten Gewebe, das sich bei starker Erwärmung verformte (und bei tiefen Temparaturen brechen konnte). Seit gut 30 Jahren werden aber praktishc nur noch Metall- bzw. hoch formbeständige Kunststofflamellen verwendet.

Mal ganz davon abgesehen, dass man sich selbst gefährdet, wenn man die Sonne durch den Sucher betrachtet, kann am Objektiv selbst kaum etwas kaputt gehen, es sei denn das ganze Gerät wird lange extremer Sonneneinstrahlung (und Hitze) ausgesetzt.

Der Sensor einer Digitalkamera kann bei längerer Belichtung durchaus Schaden nehmen, vor allem wenn das Sonnenlicht noch durch ein starkes Teleobjektiv gebündelt wird.

Der Sensor mag es nicht besonders, direkt in die Sonne zu knipsen. Besser ist auf jeden Fall ein UV- Filter am Objektiv.

Trotzdem kann man natürlich schöne Sonnenuntergänge fotografieren; viele Kameras haben extra dafür ein Menü (bei Pentax z.B. im Scene-Modus).

Den UV-Filter kann man sich sparen; außer das Bild verschlechtern (Reflexe) bewirkt der nix. Die Vergütung der Objektive filtert bereits 99,9% der UV-Strahlung.

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Früher hauptsächlich wegen des empfindlichen Verschlusses, der nur ein paar µm starke Lamellen hat, heute kommen noch die empfindlichen Bildaufnahmesensoren hinzu.

Bei SLRs kommt außerdem noch die Gefahr für das Auge hinzu.

Daher (und noch paar Gründe mehr) werden direkte Sonnenaufnahmen mit starken Graufiltern durchgeführt.

Weder früher in der analogen Zeit noch heute im digitalen Fotozeitalter geht da etwas kaputt.

Es kann aber zur Schädigung deines Augenlichtes führen. Vielleicht magst du das nicht gleich bemerken. Aber mit zunehmenden Alter macht verstärkt dies mögliche Sehfehler oder Krankheiten am Auge.

Bei Videokameras mit Röhren brannte das direkte Sonnenlicht sich in die Röhre ein. Bei CCD-Kameras mit Chip ist das aber kein Thema mehr.