Gegenteil von Liebe = Hass?

...komplette Frage anzeigen

15 Antworten

Wenn ich Deine Überlegungen durchlese, stelle ich fest, dass Du viel in Deinem Kopf machst statt im Leben. Du musst nicht R.D.Precht "Liebe - ein unordentliches Gefühl" gelesen haben, um festzustellen, dass dieses komplexe Phänomen für jeden eine andere Komplexität und damit auch einen je anderen Kontrast hat. Selbst wenn "es Dich richit erwischt" und der Kopf zur Nebensache wird, wird es für Dich immer wieder anders sein wie für andere. Wir können uns nicht in das persönliche Erleben anderer hineindenken.

Zum Thema "Denken in gegenteiligen Polen" hat bereits um 500 v.Ch. der gute Parmenides (Vorsokratiker) festgestellt, dass es eine krankhafte Angwohnheit vieler Menschen ist, alles in Polen zu betrachten. Dann hat eine Kugel eine helle (beleuchtete) und eine dunkle (schatten-) Seite und der größte Teil der Kugel, der Übergang vom Licht zum Schatten bleibt außer Acht. Dieses Denken schneidet die Zwischentöne ab, obwohl das Leben mehr in Zwischentönen verläuft als in klaren Ja-Nei-Alternativen. Wer sich auf dieses polare Denken einlässt, beschneidet sich selbst.

Wenn überhaupt, dann kann es nur Gegenteile bei messbaren Dingen geben. "Wenn überhaupt" deswegen, weil man bei den meisten Messbaren Dingen keinen Fixpunkt ausmachen kann. Mit Wärme / Kälte hast du gerade ein gutes Beispiel erwischt, bei dem es einen Fixpunkt gibt. Man kann Kälte vom absoluten Nullpunkt aus definieren, alles andere ist Wärme.
Wenn du aber lang und kurz nimmst, dann hast du ein Problem. Wann ist etwas lang und wann ist etwas kurz? Es gibt nur länger und kürzer. Es gibt keinen Mittelwert, zu dem beide sich "neutralisieren" würden (diesen gibt es übrigens bei Wärme / Kälte auch nicht).

Tja, was ist ein Gegenteil. Das erste, das mir einfällt, sind Wahrheitsaussagen oder Existenzaussagen. Das Gegenteil wäre die Nichtexistenz. Oder ist die Nichtexistenz nur der Mittelwert? Kann es so etwas geben wie einen Mangel an Existenz? Puh, gute Frage. Aber deswegen sind wir ja hier ;-)

Bei nichtmessbaren Dingen wie Emotionen ist es noch schwieriger, von Gegenteilen zu sprechen. Aber auch Sachgegenstände sind schwer als Gegenteil zu definieren. Was ist das Gegenteil von "Fernseher"? "Nahhörer"? Ich weiß es nicht. Was ist das Gegenteil von "Laufen"? Gehen, Stehen, Sitzen, Rückwärtsgehen oder Rückwärtskriechen?

Jetzt kommen wir zu den Gefühlen. Ist Liebe ein reines Gefühl oder ist es eine Komposition aus mehreren Gefühlen? Wenn Letzteres zuträfe - was ich wie zu ziemlich jedem Gefühl glaube - dann müsste das Gegenteil die Summe der Gegenteile der Einzelbestandteile sein. Aber da höre ich schon jetzt die Kritik auf mich zuschallen: Der Mensch samt seiner Gefühle ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.

Insgesamt bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es überhaupt schwer ist, nur ein Gegenteil zu finden. Das mag in der Mathematik noch funktionieren. Das Gegenteil von A ist nicht A, aber ein Praxistaugliches Beispiel zu finden, dass ohne Wahrheitsaussagen funktioniert, scheint mich zu überfordern. Ein Gegenteil müsste sich dadurch auszeichnen, dass es sich mit dem Komplementär entweder vervollständigt oder neutralisiert. Außerdem darf etwas nicht zugleich das Gegenteil als auch das Gegenteil des Gegenteils als Attribut haben. (Das Gegenteil vom Gegenteil ist wieder der Ursprung).

Eigene Gedanken zu haben und Argumente zu finden, ist für die geistige Entwicklung grundsätzlich gut. Dazu gehört allerdings auch, vorläufige Standpunkte zu überprüfen und zu weiterem Durchdenken bereit zu sein. Dazu kann ein Austausch mit anderen Anregungen geben.

Um weiterzukommen, halte ich eine Untersuchung für wichtig, was genau ein Gegenteil ist, welche Arten von Gegenteilen es gib und wieviele Gegenteile ein Begriff haben kann.

Zu Liebe gibt es meines Erachtens mehrere Gegenteile.

Die Einwände gegen Haß als Gegenteil sind nicht stark genug, um eine Auffassung, er sei ein gegenteiliger Begriff, zu verwerfen.

1) Bei einer Haßliebe handelt es sich um widerstreitende Gefühle. Haßliebe ist kein in sich einheitliches Gefühl, sondern ambivalent. Es gibt doch gerade gegensätzliche Gefühle, Regungen des Hasses und der Liebe.

2) Liebe bzw. Verliebtsein ist ein zweistelliger Begriff: Es gibt ein Subjekt und ein Objekt (eine Person oder eine Sache, auf die sich die Liebe/das Verliebtsein richtet. Der Begriff Liebe enthält nicht wesensnotwendig, alle und alles zu lieben. Umgekehrt haßt jemand, der Haß empfindet, nicht unbedingt alle und alles. Die Ausführungen, im Leben einige Personen zu lieben, andere zu hassen widerlegen nicht ein Gegenteilsverhältnis zwischen Liebe und Haß. Universelle Liebe (zu allen und allem) und universeller Haß (rein begrifflich auf jeden Fall möglich) wären sogar extreme Gegensätze.

Zwischen dem Gefühlsleben von Personen und Flüssigkeit (Tenperaturzustände) können zwar Analogien gebildet werden. Dies besagt aber, nicht, daß eine vollständige Entsprechung vorliegt.

Verzweiflung als Gegenteil von Liebe aufzufassen, halte ich für nicht überzeugend. Zwar können Gründe dafür angegeben werde, daß von Liebe Wirkungen gegen Verzweiflung ausgehen können (in einer gelingenden Beziehung, die stützt und im Leben trägt) und zwischen den Merkmalen statistisch eine negative Korrelation besteht. Aber bei unglücklich/unerwiderte Liebenden kann auch Verzweiflung begünstigt werden. Liebe verhindert auch nicht unter allen Umständen und völlig das Auftreten von Gefühlen der Verzweiflung. Gegenteile von Verzweiflung sind Hoffnung und Zuversicht. Liebe kann darin insofern und insoweit darin untergebracht werdenm als sie Hoffnung und Zuversicht einflößt.

Die Hauptarten von Gegenteilen (Gegensätzen) zwischen Begriffen sind kontradiktorische (widersprüchliche) und konträre (einander entgegengesetzte) Gegenteile.

Bei einem kontradiktorischen Gegenteil besteht in logischer Gegensatz, die Begriffe stellen zueinander eine Verneinung dar (A und Nicht-A), haben ein entweder- oder-Verhältnis, bei dem ein Drittes ausgeschlossen ist.

Bei einem konträren Gegenteil kann nicht beides zugleich in derselben Hinsicht der Fall sein, aber ein Drittes ist möglich.

Bei einem Gegensatzwort (Antonym) eines konträren Gegenteils können besondere Varianten von Gegensatzpaaren auftreten:

privativer Gegensatz: Wegnehmen/Beseitigung von etwas Beispiel: sehend – blind

relativer Gegensatz: infolge einer Bezeigung Beispiel: doppelt – halb

polarer/polar-konträrer Gegensatz: Begriffe bilden beim Vergleich innerhalb eines Bezugssystems die Ende einer Skala Beispiel: weiß – schwarz

Albert Menne, Gegenteil. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band 3: G – H. Basel ; Stuttgart : Schwabe, 1974, Spalte 136:
Gegenteil eines Begriffes A heißt ein Begriff, der sich zu A ausschließend, widersprechend oder widerstreitend verhält; ‹G.[egenteil]› einer Aussage p heißt eine Aussage q, wenn zwischen beiden die Exklusion p/q […] oder die Kontravalenz p > - < q […] besteht oder wenn p und q in Widerstreit […] stehen.“

Kuno Lorenz, Gegensatz. In: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Herausgegeben von Jürgen Mittelstraß. Band 3: G – Inn. 2., neubearbeitete und wesentlich ergänzte Auflage. Stuttgart ; Weimar : Metzler, 2008, S. 41 – 42

S. 41: „Gegensatz, auch: ↑ Opposition, ↑ Antithese, ursprünglich die einer Behauptung zum Zweck ihrer Widerlegung ‹entgegengesetzte› Behauptung, ihr Gegenteil. Zwei Aussagen stehen zueinander in kontradiktorischem G.[egensatz] (↑ kontradiktorisch/Kontradiktion) oder ↑ Widerspruch, wenn eine mit der Negation der anderen gleichwertig ist; sie stehen hingegen nur in ↑ konträrem G.[egensatz], wenn nicht beide zugleich gelten können, sie also miteinander unverträglich (↑ inkompatibel/Inkompatibilität) sind. Kontradiktorische G.[egensätz]e sind auch konträre G.[egensätz]e, aber nicht umgekehrt. Man spricht entsprechend auch von kontradiktorischem G.[egensatz] zwischen zwei Begriffen, z. B. zwischen ›wahr‹ und ›falsch‹, ›schön‹ und ›nicht-schön‹, ›sinnvoll‹ und ›sinnlos‹, und von konträrem G.[egensatz] zwischen zwei Begriffen, z. B. ›Kreis‹ und ›Dreieck‹, ›sitzen‹ und ›stehen‹, ›grün‹ und ›rot‹. Unter den Begriffen im konträrem G.[egensatz] werden noch die ↑ polar-konträren (meist kurz: polaren) G.[egensätz]e besonders ausgezeichnet. Sie liegen dann vor, wenn die Begriffe als die beiden (relativen) Enden einer Skala aufgefaßt werden können, die auf eine Vergleichung, eine zweistellige Beziehung also, zurückgeht, z. B. ›weiß‹ und ›schwarz‹ als die Enden der Grauskala, hervorgegangen aus dem Komparativ ›weißer als‹. (bzw. ›schwärzer als‹): So auch viele Antonyme (↑ antonym/Antonymie), z. B. ›lang‹ und ›kurz‹, ›alt‹ und ›jung‹.“

Helmut Kuhn,/Karl-Heinz Nusser, Liebe, I. Antike. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band 3: G – H. Basel ; Stuttgart : Schwabe, 1974, Spalte 290: „Der Begriff ‹L.[iebe]› meint: a) die einheitsstiftendenden Beziehungen zwischen beseelten oder als beseelt gedachten Wesen und ist daher verwandt mit Freundschaft; b) die empfundene, auf solche Vereinigung hinwirkende Kraft und ist daher verwandt mit Begehren, Verlangen, Erstreben.“

Christoph Horn, Liebe. In: Lexikon der Ethik. Herausgegeben von Otfried Höffe. Originalausgabe, 7., neubearbeitete und erweiterte Auflage. München : Beck, 2008 (Beck'sche Reihe ; 152), S. 181: „Liebe ist ein doppeldeutiger Begriff: Er steht einerseits für ein Begehren, Erstreben oder Verlangen nach einer geliebten Person oder einem geschätzten Objekt (erôs, amor concupiscentiae) u.[nd] andererseits für Sympathie, Empathie, Affirmation, Wertschätzung u.[nd] Zuneigung., die man jemanden oder etwas entgegenbringt (philia, amor benevolentiae).“

Erich und Hildegard Bulitta, Wörterbuch der Synonyme und Antonyme : sinn- und sachverwandte Wörter und Begriffe sowie deren Gegenteil und Bedeutungsvarianten. 3. Auflage. Vollständig überarbeitete. und ergänzte Neuausgabe. Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbuch-Verlag, 2004 (Fischer - Taschenbuch : Fischer Information & Wissen ; Band 15754). S. 445 gibt als Antonyme (Gegensätze), wobei diese sehr weit genommen werden, nicht unbedingt eine ganz genaue Entgegensetzung, zu Liebe als eine Gruppe Haß(gefühl), Gehässigkeit, Abneigung, Haßliebe, Feindseligkeit, Ablehnung, Abneigung, als eien andere Gruppe Desinteresse, Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit und als eine weitere Gruppe Furcht, Angst(gefühl) an.

Das kontradiktorische Gegenteil zu Liebe ist Nicht-Liebe.

Ein konträres Gegenteil zu Liebe ist Haß. Sie bilden ein polar-konträreres Gegensatzpaar und sind die (extremen) Enden innerhalb einer Skala eines Bezugssystem Zuneigung/Abneigung. Gleichgültigkeit steht in dieser Skala in der Mitte.

Unter einem anderen Gesichtspunkt, einem Bezug auf das Vorhandensein oder die Abwesenheit von Interesse/Anteilnahme/Engagement, ist Gleichgültigkeit ein konträres Gegenteil sowohl zu Liebe als auch zu Haß.

0

geht man davon aus, dass liebe und hass zwei gefühlte ergebnisse eines wertungsprozesses in uns sind, der entscheidet, ob uns ein mensch in seiner gesamtheit in der einflussnahme an unserem leben dauerhaft und maßgeblich große lust (liebe) oder große unlust (hass) bereitet, wäre in diesem sinne hass das gegenteil von liebe.

nun ist eine menschliche persönlichkeit nicht eindimensional, sondern subjektiv aufteilbar in unzählige, mannigfaltige, sich verändernde, einzelne, subjektiv nach befriedigung oder schädigung des eigenen wohlgefühls zu bewertende aspekte. jeder aspekt, könnte man ihn einzeln für sich betrachten, bekäme eine andere bewertung. davon ausgehend, könnte man diese einzelnen aspekte einander gegenüber stellen, je nachdem ob sie (eher) lust oder (eher) unlust bewirken, ihre summe als ergebnis dieses wertungsprozesses wäre jedoch bezüglich des stichworts “hassliebe” EIN empfinden, das nicht als ambivalent gesehen muss, sondern auch lediglich als eine eher mittlere positionierung der gesamtbewertung zwischen den extremen liebe und hass gesehen werden kann.

jetzt bring ich mal die gleichgültigkeit ein: die vorher genannten empfindungen setzen jedoch eine als stark empfundene relevanz des jeweiligen menschen für das eigene wohl voraus. man sagt ja manchmal so was wie z.b. “ich hasste bin laden, weil er andern leuten böses tat”, aber ich würde so was ohne diese starke (wenn auch teilweise vorhandene) relevanz als “verachtung” definieren. bei rein positiver bewertung der persönlichkeitsaspekte ohne diese relevanz würde ich dementsprechend so etwas wie “wohlwollend” als gefühlsbezeichnung nehmen.

ich möchte das logisch insoweit begründen, dass ein großer makel eines anderen uns kaum zu stören braucht, wenn er uns nicht direkt betrifft, somit seien wir, die anderen und natürlich der übeltäter zwar durch die gefühlsregung der ”verachtung” gewarnt, jedoch wären wir nicht mit hass erfüllt. dieser käme bei direkterem einfluss, der dann auch negativer wäre. eine große tugend eines anderen braucht uns ebenfalls nicht arg berühren, wenn wir uns nichts davon versprechen können, andersrum wäre jemand, der nicht nur in unserem sozialen umfeld angenehm ist, sondern sogar uns persönlich beschenkt, liebkost und umschmeichelt, natürlich liebenswert. somit wären, ich fasse noch mal zusammen, liebe und hass entgegengesetzte extreme ein und derselben skala, die im grunde über die relevanz eines menschen für das eigene wohlergehen auskunft gibt.

daraus folgere ich: sowohl hass als auch liebe sind in ebenbürtiger wertigkeit das gegenteil von gleichgültigkeit.

(ps: falls diese sicht zu gefühlskalt rüberkommt, nein, ich selbst bin es nicht :-P) (pps: ja, man könnte noch viele jas, neins, abers, unds, außers hinzufügen, aber ab ner gewissen textlänge ließt kein schwein mehr :-) )

Ich bin deiner Meinung, was das oft genannte Beispiel "Liebe ist das Gegenteil von Hass" angeht. Das ist Quatsch. ich denke eher, das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit.

hmm Gleichgültigkeit habe ich noch nie beachtet. Aber jetzt wo ich es lese kann ich auch dies sehr gut nachvollziehen. Mal einige Gedanken darüber machen. Auf jeden Fall schonmal super Kommentar :D

0
@Florinu21287

Ich habe mir so gedacht, dass Gleichgültigkeit in vielerlei Hinsicht Sinn macht, weil wenn man zB jemanden liebt, dann möchte man ihn im Prinzip glücklich sehen, möchte, dass es ihm gut geht. Und das ist schließlich nicht so, wenn einem jemand gleichgültig ist.

0
@AnnaY05

Auch ein wirklich Interessantes Konzept. Dies würde sozusagen eine Kette aus Liebe-Gleichgültigkeit-Hass aufbauen.

Ein Leben ohne Liebe führt also nicht direkt zu einem Leben voll Hass oder Verzweiflung sondern man könnte es auch Gleichgültig nehmen. Hmm hmm. Stelle es mir nur schwer umsetzbar vor, da glaube ich jeder Mensch stark nach Liebe verlangt und es äußerst schwer ist sich nicht davon überman(n)en :D zu lassen

0
@Florinu21287

Dies würde sozusagen eine Kette aus Liebe-Gleichgültigkeit-Hass aufbauen.

Du hast es gut auf den Punkt gebracht. Die Gleichgültigkeit steht irgendwo in der Mitte. Wenn Liebe bedeutet, dass man jemanden wünscht, dass er glücklich ist, dann muss das Gegenteil dem anderen nur wünschen, unglücklich zu sein.

0
@AnnaY05

da haste völlig recht AnnaY05 und super supi (supoptimierer) selbstredend auch

0

denke verliebtheit und liebe ist bei weitem nicht das gleiche

und liebe ist für mich ein sammelbegriff aller positiven eigenschaften, die sich zusammen ergänzen und noch vollständiger machen. hass ist ein zustand, bei dem ein teil des zustandes liebe erreicht wurde, aber einzelne aspekte in ihrer wahrnehmungsrichtung auf grund diverser entscheindungen umgekehrt wurden

"dass das Gegenteil von Liebe Verzweiflung ist"

es ist eines der gegenteile, genauso wie desinteresse, gier, überheblichkeit, uvm.

liebe ist denke ich mit einer logisch-linearen betrachtungsweise nicht zu erfassen, je nach ausgangspunkt/perspektive können diverse näherungswerte geschlussfolgert werden, die sich jedoch nur scheinbar widersprechen. ein theorethischer beweis dessen ist auf grund der natur dieser annahme nicht erbringbar. aber erfahrbar

Nicht alles was existiert hat ein Gegenteil. Z.B. was ist das Gegenteil eines Menschen? Was ist das Gegenteil von salzig? (süß, sauer oder bitter sind es nicht) Aber es gibt immer die Abwesenheit des Existierenden. Die gemeinsame Abwesenheit von salzig, süß, sauer oder bitter ist geschmacklos.

In diesem Sinne ist die Abwesenheit von Liebe zu einem Menschen (oder einem Tier, oder einer Sache), dass man diesem Menschen gegenüber gleichgültig ist. Also ist die Abwesenheit von Liebe Gleichgültigkeit. Dann bleibt für das Gegenteil, sofern es eins gibt, nicht mehr viel übrig. Ja, es ist schlicht Hass das Gegenteil von Liebe. Umgekehrt ist Gleichgültigkeit die Abwesenheit von Hass, während Liebe das Gegenteil von Hass ist.

ich würde sagen, das gegenteil von liebe ist gleichgültigkeit

Das Gegenteil von Liebe ist Angst.

Gut, dass sich Leute noch tiefgründige Gedanken machen. Nichtsdestotrotz ist das ziemlicher Schwachsinn. ;-)

Es gibt einen Spruch:

Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Egoismus.

Aber finde ich alles quatsch. Liebe sind einfach Hormone und das Gegenteil ist das fortbleiben dieser Hormone.

Man kann doch verliebt sein, aber auch verzweifelt, wenn sich diese Liebe nicht erfüllt bzw. nicht erwidert wird?

Das hab ich auch gedacht, deswegen wäre ich eher für die Gleichgültigkeit :)

0
@AnnaY05

Man kann aber auch in eine Person verliebt sein, während einem eine andere Person total gleichgültig ist? So wie deine Meinung verstanden habe, kann das Gegenteil nur ein Gefühl sein, dass man nicht zur selben Zeit wie die Liebe empfinden kann.

0

Ich würde behaupten (sag ich einfach mal so^^) dies kommt sehr selten vor. Vielleicht haben wir auch unterschiedliche Definitionen von Verzweiflung bzw. ich habe es oben vergessen genau zu definieren. Ich sehe Verzweiflung nämlich schon sehr drastisch in Sinnlosigkeit im Leben, der Gesellschaft oder so ähnlich. Die Aussage "Nur weil ich mit x/y nicht zusammen bin hat mein Leben keinen Sinn mehr" kommt glaub eher nur aus Filmen. Kann mich hier aber Irren und lasse mich gerne belehren

0
@Florinu21287

Sowas gibt es auch im echten Leben? Wenn man eine Person über alles liebt bzw. sogar mit ihr in einer Beziehung war, aber der eine Partner eben diese Gefühle nicht mehr erwirdern kann, dann ist man doch verzweifelt und sieht keinen Sinn mehr im Leben? Der Partner ist schließlich quasi ein Teil von einem.

0
@Nendo

Ich denke ich verstehe wie du das meinst. Ist halt mir schwerlich vorstellbar wegen meinem jungen Alters (gut weiß nicht dienes :D) Denn meinen Beobachtungen nach hat man noch gut bis 22 immer ein wechsel hier und ein wechsel da. Im krassesten Fall geht es sogar so weit, dass die 'trauer' über die Trennung einfach mit dem Zusammenkommen mit einer anderen überwunden wird. Ich denke erst im höheren Alter wenn man wirklich lange bereits zusammen war kann es wenn überhaupt zu solchen Gefühlen kommen. Werde auch darüber mal nochmal nachdenken. Wie lässt es sich betrachten/Analyiseren etc. :D Aber schonmal danke ;)

LG

0

Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit

Deine "Gegenteilspaare" sind nicht folgerichtig. Das Gegenteil von a ist non-a.

Nein, das Gegenteil von Liebe ist nicht "Hass", sondern "Nicht-Liebe".

So wie das Gegenteil von "weiß" nicht "schwarz" ist (bestenfalls als Komplementärfarben in der Farbenlehre), sondern "nicht-weiß"!

Was möchtest Du wissen?