Gartenbeläuchtung Beschwerde des Nachbarn berechtigt?

10 Antworten

Rechtlich gibt es da sicher keine bedenken. Zumal Außenbeleuchtung häufig auch zur Abschreckung von Einbrechern eingesetzt wird. Such doch einfach mal das Gespräch mit deinen Nachbarn und erkläre ihnen die Situationen. Achte auch gleich auf die Reaktionen. Wer weiß, vielleicht kommt das poltern und rascheln von nebenan ;)

Wenn du im Garten einer Doppelhaushälfte eine Festbeleuchtung installierst, kann das durchaus dazu führen, dass der Nachbar sich in seiner Nachtruhe gestört fühlt. Dein vages Unsicherheitsgefühl hat da zurück zu stehen.

Das kann schnell bedeuten, dass du die Installation nur noch tagsüber benutzen darfst.

Ein Nachbarschaftsstreit mit Prozesskosten kann sehr schnell ins Geld gehen.

ich will ja keinen streit drum hab ich hier nochmal sicherheitshalber gefragt=) davon ab das von den drei lampen wahrscheinlich nur von einer einzigen überhaupt für ihn sichtbares licht in den garten fällt und ich das somit nicht als festbeleuchtung bezeichnen würde. ich habe mich bereits bei ihm für die nächtliche ruhestöhrung entschuldigt und ihm den grund dargelegt. er hat es zwar murrend erstmal so hingenommen aber die lampen werde ich wohl so erstmal nicht nutzen können.

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BIn ich aus rechtlicher sicht verpflichtet das licht abzuschalten ?

Ja. Gesetzl. Immissionsvorschriften gelten auch für Licht und müssen den Nachbarn keinesfalls um seine Nachtruhe bringen noch zum Herunterlassen der Rolläden zwingen, weil du nächtlichen Geräuschen auf den Grund gehen möchtest :-O

Mal abgesehen davon, das es ebenso gefährlich wie dämlich wäre, den Einrecher überhaupt stellen zu wollen, ist der bessere Schutz immer noch eine Sicherung, also stabile Beschläge und einbruchshemmende Schlösser zu verbauen - bei dem für den "Fachmann" erkennbaren Aufwand oder erforderlichen Lärm lässt er es :-)

G imager761

danke für deine antwort =)

das war das erste mal das was in diesem alten stall war der soll eigentlich anfang des nächsten jahres endlich abgerissen werden weil er recht baufällig ist. ansonsten sind eigentlich alle türen und tore gut verschlossen. zu dem ´´bald lassen´´ kann ich nur sagen der,die,das ist schon seid fast einem jahr dauergast. fing kurz nach Silvester an da begann das mit der garage die war ab dann immer zugeschlossen der holzschuppen ist auch inzwischen verrammelt zumindest nachts aber er sie es kommt immer wieder schleicht hier übers gelände und ich habe keine idee was er hier sucht. da ich leider keine eindeutigen beweise habe wers ist is die polizei eig auch sinnlos. das hoftor ist immer verschlossen und nen wachhund wollte ich eigentlich nicht anschaffen. also was bleibt mir anderes übrig als das dämliche und gefährliche risiko einzugehen um zu wissen was los ist?

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Ich glaube nicht, dass man mit den Immissionsvorschriften hier weit kommt.

Laut § 3 BImSchG sind "Schädliche Umwelteinwirkungen ... Immissionen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen."

Wenn man vorübergehend zur Aufklärung oder Verhinderung von möglichen Straftatenkurz das Licht anschaltet, sind Ausmaß und Dauer nicht erheblich und dieser Belästigung zumutbar. Hier ist eine Interessenabwägung vorzunehmen, bei der ich mir ziemlich sicher bin, dass ein Richter sie zugunsten des Fragestellers fällen würde.

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@Ratirat

Wenn das Licht einer Außenbeleuchtungsanlage derart abstrahlt, dass es in angrenzende Wohnhäuser dringt und Anwohner stört, ist durchaus die Rede von Lichtimmissionen, vor dessen "Lichtverschmutzung“ das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) schützt - offenbar ist der Nachbar davon morgens um 2.00 Uhr aufgeweckt und damit "erheblich belästigt" worden :-)

G imager761

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@imager761

Daran zweifle ich nicht, und eine nächtliche Dauerbeleuchtung wäre wohl auch abzuwehren.

Aber nicht, wenn er damit einmalig Straftaten aufklären will.

Wenn ich einem Einbrecher eine Vase über den Schädel ziehe, kann das auch dieNachb arn wecken. Meinst du, die hätten jetzt mit Blick auf das BImSchG einen Unterlassungsanspruch?

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Also ich glaube nicht dass dir dein Nachbar verbieten kann bei Bedarf deinen Garten zu beleuchten....

Interessant finde ich, dass dein Nachbar sich an dem Licht aber nicht an den Geräuschen aus deinem Garten gestört hat. Da könnte man glatt auf die Idee kommen das dein Nachbar der Verursacher der nächtlichen Geräusche ist.

das schliesse ich stark aus der mann ist 78 jahre alt und was garnicht zu der geschichte passt er und seine frau sind fast blind... ich habe ne zeit lang auch schon an mir gezweifelt aber zur zeit ist ein freund bei mir der hört es auch

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Man darf auch Nachts ein Licht anschalten. Z.B. Im Treppenhaus macht ja auch jeder Licht, der spät Abends heim kommt. Im Garten oder vor dem Haus ist es genauso erlaubt Licht zu machen, da man ja den Weg erleuchten muss. Ansonsten würde ja sogar verletzungsgefahr bestehen, wenn dort Nachts kein Licht ist.

Also du bist auf jeden Fall im Recht. Der Nachbar kann nichts machen, wenn du kurz Licht anmachst. Damit muss er leben.

Trotzdem würde ich an deiner Stelle versuchen mal mit den Nachbarn zu reden. Weil du musst neben den Mann vielleicht noch viele Jahre leben und da ist es doch besser ohne Streit. Du kannst ihm ja mal erklären warum du Licht gemacht hast. Bestimmt versteht er es dann.

Ich habe leider das gefühl man kann mit dem mann nicht reden es gab schon öfters Streitereien wegen lapalien. grade im sommer beim grillen es wurde sich beschwert es sei zu laut wir hatten nichtmal musik an und unterhaltungen blieben auch in einem gemässigten lärmpegel zumal hier noch ein kleinkind mit einem sehr leichten schaf lebt usw. das ist ja mein problem

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@derkalle92

Ja, solche Typen gibt es überall. Manchmal hilft da echt nur ignorieren und sich nicht auf Streitgespräche einlassen. Unsere Nachbarn sind auch so Meckerböcke. Die haben uns schon 2 mal vor einen Schiedmann und einmal vor Gericht gezerrt. Schade um Geld, aber die haben bisher nicht gewonnen. Trotzdem machen die weiter und weiter und weiter. Da braucht man Nerven und dickes Fell sonst hält man das nicht aus und kann sich seines Gartens nicht mehr erfreuen.

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