Gab es im Mittelalter auch dunkelhäutige Ritter oder nicht?

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16 Antworten

Das Mittelalter ist kein Ort, sondern eine Zeit. Natürlich gab es zwischen ca. 500 und 1500 n.Chr. (also etwa dem Zeitraum, den wir heute Mittelalter nennen) auch Menschen mit dunkler Haut. Ihre Zahl in Mitteleuropa war natürlich deutlich niedriger als heute, aber als Händler oder ähnliches traten sie auch bei uns in Erscheinung. Ansonsten bildeten sie die normale Bevölkerung in Afrika.

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Nein , Ritter sind ein Europäisches Phänomen. Sie sollten beschützer des christlichen glaubens sein. richard löwenherz zum beispiel hatte einen engen muslimischen fürsten als freund , allerdings weil er ein politiker war. Die Kirche die von den rittern beschützt werden sollte hätte wohl kaum einen araber oder afrikaner aktzepiert, die eher unter stark rassistischen Vorurteilen leiden mussten und eigentlich sowieso nicht zählten (die armbrust z.b. wurde vom papst verboten, außer man benutzte sie gegen nicht christliche ziele)

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Wie schon vorher erwähnt war der Ritter erst einmal ein bewaffneter, gerüsteter Reiter. Erst Ende Hochmittelalter Angang Spätmittelalter entstand daraus ein Stand. Bis dahin war das erst einmal im übertragenen Sinne ein Soldat zu Pferd mit Waffen und Rüstung (NICHT Vollritterrüstung!) Nun wissen wir, das es zumindest ab dem 9. Jhd. intensive Handelsbeziehungen zwischen Ländern um das Mittelmeer, Rote Meer, Nordafrika bis nach Skandinavien gab. Diese Handelsbeziehungen bedingten Reisen und persönliche Anwesenheit bei den Geschäftspartnern. Hinzu kommen ab dem 11. Jhd. die Kreuzzüge. Man kann also sicher annehmen, das für Kreuzzügler schwarze berittene Krieger keineswegs etwas ungewöhnliches war. In dem Sprachkontext waren es also durchaus Ritter Ebenso für Menschen in Kernhandelsregionen, im 9. Jhd. wie z.B. Haithabu oder Dorestadt. Da zu diesem Zeitpunkt der Ritter noch kein Adelsstand war, ist es durchaus berechtigt zu behaupten, das es dunkelhäutige Ritter in Europa gab, auch wenn diese nur Begleitung reisender Kaufleute waren. Man kann hier auch nicht eindeutig ausschließen, das es aus persönlichen oder geschäftlichen Gründen einen Personalaustausch gab, der eine längere, im Zweifel Jahre dauernde Anwesenheit zur fogle hatte. Festzustellen ,ob es schwarze, adlige Ritter im Spätmitlelalter in Europa gab, wäre eine interessante Arbeit. Zumindest sollte man das einmal gründlich recherchieren, bevor man dies eindeutig ausschließt.

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Die sogenannten "menschlichen Rassen", insbesondere die Unterscheidung nach Hautfarben, ist eine Erfindung, die erst in der Neuzeit erdacht wurde. Im Mittelalter gab es derlei Ideen nicht, weshalb ein Ritter ein Ritter war, ein König ein König und so weiter, egal welcher Hautfarbe.

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Kommentar von macbew
13.10.2011, 00:53

völliger schmarn. Im Mitelalter wurde wohl noch mehr auf die Hautfarbe geachtet als heute, denn dunkelhäutige Menschen waren den meisten damaligen Europäern wohl völlig unbekannt und davor fürchteten sie sich.

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Nein. Aus dem ganz einfachen Grund, dass aus dem fernen Afrika kaum Migranten nach Europa kamen (im MA). Wie und warum denn auch. Sollte sich doch einmal dunkelhäutige Menschen in zB Deutschland ansiedeln, galten sie wohl eher als eine Art Attraktion und wurden nicht unbedingt in Armee etc. zugelassen. Wie bei so vielem hatten die Menschen aus dem Mittelalter vor so etwas ungewöhnlichem wohl eher Angst.

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Kommentar von Reling
13.10.2011, 00:59

Das ist sachlich falsch. Bereits die Wikinger brachten von ihren Fahrten dunkelhäutige Menschen mit, die sich dann mit der einheimischen Bevölkerung vermischten.

In der Kreuzzugszeit trafen die europäischen Ritter dunkelhäutige Ritter, die aber seltenst als dunkelhäutig benannt wurden, weil derartige Unterscheidungen nicht gemacht wurden.

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@ buddyOverstreet:

Mauren waren keine RITTER; Ritter sein war eine kulturelle, höfische Form mit später hinzugefügten oft angedichteten moralischen Verpflichtungen des (vorerst) französischen Hofes.

Der korsische Eselsreiter war kein Ritter und wäre niemals in der Lage gewesen, ein Schlachtroß zu beherrschen, das einen vollgerüsteten Krieger in vollem Harnisch auch über gestrauchelte Feinde, Bäche und Zäune tragen muß. Allein der Wert dieses Rosses war höher als der eines Bauernhofes.

Selbst die dunkelhäutigen hervorragenden Krieger Nordafrikas namens TUAREG waren selbstverständlich keine Ritter.

So wie eine KRAKAUER (Wurst) ganz bestimmte Bedingungen (auch der Herkunft) erfüllen muß, gilt das noch viel mehr für den Ritter.

Die beste belletristische Beschreibung erfahrt ihr in DIE SÄULEN DER ERDE, die mittlerweile jeder gelesen haben sollte, der über Mittelalter mitreden will !!!

P.S. Ich habe Fachaufsatz außerhalb der Schule darüber geschrieben.

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Kommentar von Ulenvater2
13.10.2011, 02:41

P.S. "Wert eines Bauernhofes" bezog sich auf die DAMALIGEN Verhältnisse eines Einfamilien-Bauernhofes. Den wert eines solchen SCHLACHT-Rosses kannst Du vergleichen mit dem eines neuen großen silberfarbigen Mercedes von heute.

Selbstverständlich habe ich in meiner Ausarbeitung das ca. eine DUTZEND Fachbücher angegeben, die mich zu meinem Wissen brachten.

Wir Deutschen sind - zu meinem tiefsten Bedauern - erst später dem französ. Vorbild gefolgt.

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Naja, den Sklavenhandel gab es auch schon zur Zeit der Römer. Ich würde sagen, dass schwarze Menschen im Mittelalter noch eher in ihren eigenen Ländern in Afrika vertreten waren.

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ja es gab auch damals schon schwarze, ob die nun ritter waren oder nicht, hmm

beu uns im heiligen rüm reich eher weniger aber weiter südlich bestimmt ;D also schwarze gab es schon, halt auch viele sklaven, aber die ganzen stämme und städte im süden hatten natürlich auch kämpfer, nicht nur wir europäer

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Ohne zu dem Thema geforscht zu haben: Spätestens seit der Römerzeit gab es auch in Mitteleuropa dunkelhäutige Menschen. Namen wie 'Schwarz, Morrien oder Mohr' könnten davon zeugen. Weiträumige Wanderungsbewegungen sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon frühe Menschen sind über zigtausende von Kilometern gewandert. Dunkelhäutige Ritter hat es gegeben. Fragt sich, wie dunkel. Schau in den Archiven nach - der Schwarze taucht immer irgendwo auf.

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Kommentar von Riccardo
22.08.2017, 14:50

Der mysteriöse "Schwarze Ritter" war keineswegs dunkelhäutig. Ritter waren " von edlem Geblüt", da passte wohl ein "Wilder" kaum hinein

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Ritter leitet sich doch von Reiter ab. Zwangsläufig ist jeder, der ein Pferd sein eigen nennt, ein Ritter. Und Ritter im Sinne von reitendem Kämpfer gab es auch in anderen Ländern, sehr zu vermuten, dass es auch dunkelhäutige Ritter gab.

Und ich glaube sogar, in Monty Python's "Ritter der Kokosnuss" einen dunkelhäutigen Ritter gesehen zu haben.

Übrigens, schau Dir mal die Geschichte Spaniens an - Eroberung durch die Mauren, das waren doch Ritter, oder?

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Kommentar von Reling
13.10.2011, 01:00

So ist es.

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Kommentar von Riccardo
22.08.2017, 14:55

Jeder Ritter ist ein Reiter, a er nicht jeder Reiter ist ein Ritter. Das lernte ich schon als Kind. Ansonsten würde ich jeden Tag einige RITTER sehen, die hier vorbereiten  ;)

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Dunkelhäutige Ritter gibt es nur im amerikanischen Film und auch deswegen weil dort Bundesgesetz gibt, das besagt, dass in allen Filmen Dunkelhäutige besetzt werden müssen. Ich weiß auf welchen Film anspielst ein "Robin Hood-Film" .

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Kommentar von Isandor84
28.10.2011, 02:52

Genau da gibt es eine "schwarzen"-Quote.

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In den Stand eines Ritters durften noch nicht einmal alle "Normalbürger" erhoben werden, geschweige denn ein Dunkelhäutiger.

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Dann schau dir mal Robin Hood mit Cevin Kostner an --- Das ist der Beweis, es gab sie !

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Kommentar von Bazillenhirn
13.10.2011, 00:50

..genau!Das ist der Beweis!!!

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Kommentar von Cryingwulf
13.10.2011, 00:54

der is kein Ritter!!

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nicht in Europa.Gäbe es dunkelhäutige Menschen Europa damals, würde man sie für Teufelswerk halten und sofort bei der Geburt umbringen.

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sicher, nur nicht in europa und die nannten sich anders

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Dort..ja..dort im Mittelalter,gab's auch Schwarze (halt).... Farbige Menschen!

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