Welche Verhütungsmittel hatten die Menschen im Mittelalter.... Oder gab es überhaupt welche?

13 Antworten

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  • Nein, es sind zwar jede Menge Verhütungsideen aus Antike und Mittelalter überliefert, aber keine scheint wirklich Wirkung entfaltet zu haben. Es sind zudem bis heute keinerlei wirksame Kräuter bekannt, die eine Schwangerschaft verhindern. Dies wird auch im Mittelalter nicht anders gewesen sein. So viel Heilkräuter es auch gab, gegen Schwangerschaft ist kein Kraut gewachsen.
  • Im Mittelalter wurde fast jede Frau schon in sehr jungem Alter schwanger und bekam im Laufe ihres Lebens sehr viele Kinder. Die Lebenserwartung war auch gerade wegen der Risiken der Geburten vergleichsweise gering.
  • Wirklich wirksam war letztlich nur Enthaltung -- daher auch die sehr rigiden Moralvorstellungen bezüglich Jungfräulichkeit, Sex nur in der Ehe und so weiter. Geholfen hat auch das natürlich nur bedingt... es zeigt aber, dass die Menschen sich bewusst waren, wie schnell das gehen konnte mit einer Schwangerschaft.
  • Auch die Kalendermethode zur groben Abschätzung der fruchtbaren Tage stammt erst aus dem 20. Jahrhundert. Kondome wurden ab dem 18. Jahrhundert erprobt, aber erst seit der Vulkanisierungstechnik, die im 19. Jahrhundert erfunden wurde, sind sie verbreitet.

Guten Morgen,

Hebammen und Heilerinnen hatten Kenntnis von Kräutern, die eine Schwangerschaft verhüten oder beenden konnten.

Die Verhütung mit Kräutermischungen war zu der zu der Zeit natürlich verboten (Kirche) und vermutlich nicht ganz sicher - ist e ja heutzutage, wie man so oft liest, auch nicht.

Liebe Grüße

Das Römische Reich ging im 6. Jahrhundert unter. Die Dichter und Denker dieser Zeit hatten als Grund dafür schnell die Sittenlosigkeit ausgemacht. Für die Zukunft forderten sie Tugendhaftigkeit. In dieser Zeit wuchs eine neue Religion heran, die schnell die Rolle des Sittenhüters übernahm: das Christentum. Augustinus hatte als Propagandist von Keuschheit den Anfang gemacht. Ungezählte Geistliche stimmten nun in sein Credo ein. Paaren ordneten sie an, enthaltsam zu sein und mittwochs, freitags, samstags, an Weihnachten, Ostern, Pfingsten, während der Fastenzeit und der Menstruation der Frau grundsätzlich vom Geschlechtsverkehr abzusehen.

Die Menschen des Mittelalters entwickelten ihre ganz eigenen Techniken, mit diesen Geboten umzugehen. Nach außen gaben sie sich keusch. Sexualität war nicht länger Teil des öffentlichen Lebens. Die Menschen verlagerten ihre Liebesspiele komplett ins Private, das sich der Aufsicht der Kirche weitgehend entzog. Und sie optimierten die Verhütungspraktiken. Kräuterbücher erschienen und empfahlen Pflanzen, die nachweislich verhütend wirkten. Niedrige Geburtenraten in der Oberschicht schienen das Bild der keuschen Bürger zu bestätigen.

http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/sexualitaet/verhuetung/

Früher im mittelalter oder so wurden soweit ich weiß kuhmägen gesäubert und dann benutzt..

Ich kenne nur den Keuchscheitsgürtel für Frauen und Männer ^^

Wenn der Mann verreisen musste, hatte seine Frau sich diesen Gürtel angelegt, damit sie ihm nicht fremdgeht.


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