Gab es diesen hessischen Söldner wirklich?

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7 Antworten

Der Kern der Geschichte sind die Hessen, die von ihrem Fürsten an King George verkauft wurden und im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Truppen Washingtons kämpften. Sie waren gefürchtet wegen ihrer Angriffslust und Disziplin. Der Ausruf "Erbarmen, die Hessen kommen..." ist nicht unbegründet. Zurückgekehrt sind nur sehr wenige...

Es gibt einen guten Roman über diese Zeit und den Soldatenhandel: " Der Winter, der ein Sommer war." Der wurde auch verfilmt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Soldatenhandel_unter_Landgraf_Friedrich_II._von_Hessen-Kassel

Das ist ja mal ne Top Antwort! Ohne Mist... besser hätte ich das auch nicht schreiben können! Perfekt ;)

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Ja, es gab hessische Söldner, die im Unabhängigkeitskrieg für England kämpften. Der Film basiert aber auf der Novelle "Die Sage von der schläfrigen Schlucht" der Autors Washington Irving.

Hi, das ist eine freie Übernahme deutscher Sagen vom kopflosen Reiter (headless Horseman) und deren Adaption in die USA. In den dt. Sagen gibts viele kopflose Reiter bzw. tote Umherirrende. Da man sich in den Köpfen die Seele enthalten vorstellte, waren die Köpfe zur Strafe irgendwo verbuddelt, versteckt - der Körper mußte sich um Wiedergutmachung bemühen. Der Autor von Sleepy Hollow hat diesen Sagenkreis locker mit einem hessischen Söldner (Hessen wurden zur Aufbesserung seiner klammen Kasse seinerzeit von ihrem Landesfürsten als Söldner nach USA bzw. in die britischen Kolonien (Kampf um die Unabhängigkeit) verkauft (ab nach Kassel!). Auch in Irland mußten die Hessians (insgesamt 30.000 gemietete zwangsrekrutierte deutsche Landessöhne) kämpfen. Auch Brunswickers (Braunschweiger) gab es. In Kassel soll eine Sammelstelle gewesen sein. Diese Soldaten wurden von den Briten streng behandelt. Deutsche Soldaten waren preiswert zu mieten, zudem sparten sie den Briten den Verlust eigenen Blutes. Wegen Sippenhaftung zuhause wurde der Desertierungsgrad gering gehalten. Diese beiden geschichtlichen Hintergründe bilden den Rahmen für den Film Sleepy Hollow. Die Hessians und ihre brutale Zwangsrekrutierung wird auch von Schiller in "Kabale und liebe" angesprochen. Gruß Osmond http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Beteiligung_am_Amerikanischen_Unabh%C3%A4ngigkeitskrieg

Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel hat hessische Soldaten als Söldner seinem Schwager dem englischen König verkauft, um sie im Unabhängigkeitskrieg einzusetzen.

Das ist nicht nur wahr sondern hatte auch Folgen: Historiker für die Frühe Neuzeit sehen darin einen Knackpunkt, für die Krise des Ancient Regimes: Die Intellektuellen in ganz Deutschland haben diesen "Deal" als abscheulich wahrgenommen. Das war "mit" ein Grund für die freudige Begrüßung der Französischen Revolution durch Intellektuelle wie Schiller.

der film ist nach einer kurzgeschichte von einem amerikanischen schriftsteller entstanden.

geh davon aus, das es ncith wahr ist

Washington Irving, der Author von Sleepy Hollow hat sich bei der Geschichte von einer deutschen Sage inspierieren lassen. Genaugenommen von Johann Karl August Musäus und seinem Buch Volksmärchen der Deutschen., auch in Musäus Geschichten über Rübezahl kommt einmal ein kopfloser Reiter vor. Ob das Volksmärchen auf einer wahren Geschichte beruht ist zu bezweifeln. Ob Irving eine wahre Geschichte eines Soldaten mit der Legende vermischt hat ist möglich aber mir unbekannt.

Natürlich gab es den. Die "Brother Grimm" gab es ja auch - und Cinderella ist ja auch nicht wirklich ein Märchen. Und "Creepers" sind mir auch schon über den Weg gelaufen - glaube ich jedenfalls ...

Natürlich gab es die Gebrüder Grimm. :-)

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@Rheinflip

Jop! Die hat es gegeben - aber die Brother dingsbums aus diesem grottenschlechten Film hatten mit den Gebrüdern Grimm ungefähr soviel zu tun wie ein kopfloser Reiter mit hessischen Landessöhnen, die von ihrem Fürsten als Kanonenfutter verkauft worden sind. ;-)

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