Frust beim Reiten?

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6 Antworten

Diese Probleme kenne ich nur zu gut.

- Mag recht platt klingen, aber mein erster Rat: lass keine Fotos mehr machen. Besonders nicht von jemand, der wenig vom Reiten versteht. Dass nämlich so jemand zur Abwechslung einen Moment erwischt, der nicht zur Korrektur , sondern " zur Erbauung" dienlich wäre, ist  wie ein sechser im Lotto 😉

- Des weiteren bedenke: natürlich ist ein guter Sitz Voraussetzung für perfektes Reiten ( sofern es das gibt), aber vielleicht solltest du dich damit nicht zu sehr stressen - mein Sitz sieht alles andere als schön aus, und ich arbeite natürlich auch weiter daran, aber dennoch bin ich immerhin in der Lage, ein Pferd ordentlich an die Hand zu reiten. 

- vor allem: sei nicht so verbissen! Reite zu deiner Freude, allein zu deiner Freude! Denn zur Olympiade wird es sowieso nicht reichen.

- Rückschläge gibt es immer mal. Manchmal hat man das Gefühl, um Monate zurückgeworfen zu sein, ohne dass man es sich wirklich erklären kann. Aber mach dir nichts draus - das geht anderen auch so. Nur behaupten sie dann, der Sattel oder sonst was sei schuld. Mach halt einfach fröhlich und geduldig weiter.

- geh ausreiten. Wenn in dem Stall, wo du bist, dazu keine Möglichkeit besteht, spar auf einen entsprechenden Urlaub. Reitweise egal. Einfach nur herumtragen und die Seele baumeln lassen, die Natur genießen und nicht ans " richtig machen" denken.

- lies gute Bücher zum Thema Sitzschulung und mach entsprechende Gymnastik. Das wirkt manchmal wahre Wunder! 

- warum klemmst du? Vor lauter recht machen wollen - dann hab Mut zur Lücke. Oder hast du Angst, runter zu fallen - dann wechsle, zumindest vorüber, die Reitschule.

- hör auf, dich zu vergleichen. Wenn ich Claudia Schiffer mit meinem Spiegelbild vergleiche, könnte ich mich glatt wegwerfen....Tu ich aber nicht. Schön sein ist schließlich nicht mein Job. Es reicht, wenn ich gepflegt und meinem Nächsten angehm erscheine. Genau so mache ich es beim Reiten. Würden nur die reiten, die besonders talentiert sind, wären die Pferde bereits ausgestorben, weil sie kaum einer bräuchte. 

- wie oft reitest du? Wenn man  nicht wenigstens 2-3 mal in der Woche reitet, kommt man nach Erlangen der Grundkenntnisse sehr langsam voran. Das ist normal.

So, alles gute und viel Spaß wünsche ich!

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Ich kann dich beruhigen, das geht sicherlich viel mehr Reitern als dir so. 

Reiten ist nun mal eine nicht ganz einfache Sache, unheimlich komplex. 

Ich kann dir nur den Rat geben, versuche, dich nicht mit anderen zu vergleichen. Es liegt in der Natur der Sache, dass man bei den anderen immer die positiven Sachen sieht und dabei komplett übersieht, was man selber gut macht bzw. setzt sich unter Druck, weil möglicherweise die "guten Sachen" nicht gut genug sind. 

Falls es dich tröstet, ich komme auch gerade von einer Reitstunde, bei der ich mir denke, es fehlt mir komplett an jeglichem Talent, ich habe Schwierigkeiten, meinen Körper genau das tun zu lassen, was gefordert ist, sondern mache entweder zu viel oder zu wenig. Es ist teilweise auch furchtbar peinlich, dass sich mein Reitlehrer mit all dem Elend abgeben muss. Aber meine Güte, was solls, ich habe mich nun mal entschieden, Reiten zu lernen, und zwar wirklich Reiten und nicht nur draufsitzen und mich durch die Gegend tragen zu lassen und das zu lernen, braucht halt seine Zeit. Mag sein, dass es andere Menschen gibt, die sich damit leichter tun, ich persönlich versuche halt einfach, solchen Leuten nicht mehr zuzuschauen, sondern wenn dann nur noch wirklich guten Reitern (so wie meinem Reitlehrer beispielsweise). Da hält sich dann mein Frust im Rahmen, denn immerhin sitzt der im Gegensatz zu mir schon seit 40 Jahren im Sattel. Also muss und darf er ja ruhig besser sein als ich :-) 

Mach dir nicht so viele Gedanken, was du alles noch nicht kannst, wenn es dir hilft, überleg dir auch mal, was du vielleicht zwischenzeitlich schon alles gelernt hast.

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Hallo,
jeder Reiter hat seine Macken ;)
Auch die Reiter, deren Sitz so schön aussieht, wie du sagst, arbeiten eben an anderen Sachen, die du vielleicht schon besser kannst :)
Also setze dich nicht so unter Druck, denn dann klappt es nur noch schlechter.

Um deinen Sitz zu verbessern, empfehle icj dir eine Sitzschulung zu machen und diese gegebenenfalls regelmäßig zu wiederholen. Du kannst es ja mal googeln und schauen, ob solch ein Lehrgang in deiner Nähe angeboten wird. Alternativ kannst du auch deine Reitlehrerin fragen, ob ihr das mal machen könnt. Wobei man ganz klar sagen muss: Sitzschulung ist nicht gleich Sitzschulung! Probiere am besten unterschiedliche Trainer aus, denn ich habe selbst schon die Erfahrung gemacht, dass zB. Reitlehrer, die sonst guten Unterricht geben, eine schlechte Sitzschulung machen. Also "probiere dich durch" ;)

LG, viel Spaß und Erfolg

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Hallo, versuch doch mal mit Sattel aber ohne Bügel eine Stunde mit zu machen. Oder frag deine reitlehrerin nach einer longen Stunde. Als sitzschulung. Das kann echt helfen. Ich hab früher auch oft die Beine hoch gezogen, bei sowas lernt man sie lang zu lassen. Da musst du dich auch nicht auf das reiten oder andere Reiter konzentrieren, sondern nur auf deinen Sitz. Paar mal gemacht und dann merkst du den Fortschritt. Vergleiche dich auch nicht so sehr mit anderen. Das bringt hilft dir nicht, macht nur Frust ☺️ unter Druck und zugzwang klappt eh nix. Viel Erfolg 

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hi mir ging das lange auch so setze dir eifach ein kleines Ziel und wenn du eimal ein positives Gefühl hast gucke dir erst einTag später die Fotos an und auf gar keinen Fall vor der Reitstunde .Und das wichtigste ist das du ein Gutes Gefühl hast ,als ich das gemacht habe wollte ich wieder reiten und bin besser geworden

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Hallo

ich kenne das Problem, so war das bei meiner besten Freundin auch. Bitte doch mal deine Reitlehrerin um eine Sitzlonge, da kannst du dich nur auf deinen Sitz konzentrieren, und musst nicht auf die hilfengebung achten... das hat meiner Freundin sehr geholfen.

Zudem solltest du übern ohne Steigbügel und ohne Sattel zu reiten... so dass du lockerer wirst.

lg

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