Frühe Neuzeit- Kontinuität oder Wandel?

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2 Antworten

Kontinuität und Wandel sind keine Gegensätze.

Der Gegensatz von Kontinuität wäre ein Hiatus, etwa durch einen Wechsel der Bevölkerung (Völkerwanderung), oder ein Systemwechsel (z. B. Revolution).

Der Wandel in der frühen Neuzeit vollzog sich allmählich und relativ "kontinuierlich".

Beispiel: Die Gutenbergbibel ist in lateinischer Sprache und gotischen Lettern gedruckt worden.

Die Reformation, die ganz wesentlich vom Buchdruck profitierte, vollzog sich nicht in allen Ländern und sie vollzog sich unterschiedlich intensiv.

Das Erstarken des Stadtbürgertums war bereits im Hochmittelalter Italiens angelegt. Ebenso die damit verbundenen finanzwirtschaftlichen Erneuerungen wie bargeldloser Geldverkehr. Letzterer hat sich aber z. B. in Schleswig-Hostein erst im 19 Jhdt(!) durchgesetzt, da wurden vor 200 Jahren noch Geldkisten auf Fuhrwerken durch die Lande gekarrt!

Gleichzeitig kam es im 16. Jhdt.zu einer gesellschaftlichen Gegenbewegung auf dem Lande: das Bauernlegen und die Einführung der Leibeigenschaft durch den Adel.

Rückgriffe auf die Antike, wie sie in der Renaissance deutlich wurden, hatte es weniger stark und in anderer Form schon im Mittelalter gegeben (karolingische Renaissance, Scholastik).

Es sind also sehr komplexe und lang andauernde Prozesse gewesen, so dass sich diese Frage nicht durch ein Entweder-Oder entscheiden lässt.


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Die korrekte Vorgehensweise hier ist die, dass du die Ergebnisse deiner Recherchen und deiner schriftliche Ausarbeitung, auf die du verwiesen hast, wenigstens stichpunktartig zur Diskussion stellst, damit die Nutzer hier erkennen können, ob du in die Irre gehst oder dem Richtigen auf der Spur bist - und wobei man dir noch einen hilfreichen Rat geben könnte.  :-)

MfG

Arnold

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