Frohe oder Fröhliche Weihnachten?

7 Antworten

Konservativ theologisch gesehen passt „frohe Weihnachten“ besser, da es stärker das Besinnliche und die hoffnungsvolle Erwartung zum Ausdruck bringt und ernster ist. Immerhin steht der Leidensweg mit der Kreuzigung noch bevor. Mit der Auferstehung heißt es dann „fröhliche Ostern“ und eher nicht „frohe Ostern“. Andererseits ist die zeitliche Seite und der Nachvollzug im Kirchenjahr nur die eine Sicht. Das Christentum verspricht ja die überzeitliche Erlösung. Der Ewigkeitswert allen Geschehens ist zu bedenken. Dazu gilt dann das Versprechen der Entschuldigung, das jedem Menschen (zumindest jedem Gläubigen) immer schon zugedacht ist und mit der Hingabe von Gottes eigenem Sohn, mit der Inkarnation, mit der Geburt Christi wiederum zeitlich besiegelt ist. Insofern darf derjenige Mensch, der in innerer Heilsgewissheit oder starker Heilshoffnung steht, durchaus auch immer schon „fröhliche Weihnachten“ wünschen. Natürlich auch derjenige, der sich einfach nur freut.

(Mein Opa und meine Onkel waren Theologen.)

Gerade eben haben wir in der Kirche das Lied „O, du fröhliche, o, du selige Weihnachtszeit." gesungen. Ein Lied „O, du frohe ... Weihnachtszeit" gibt es nicht. Traditionell wünscht man sich in Deutschland „Fröhliche Weihnachten". 

„Frohe Weihnachten" zu wünschen ist erst in den letzten Jahren zunehmend Mode geworden. Wenn man allerdings die Leute fragt, was an Weihnachten eigentlich gefeiert wird, wissen es die meisten gar nicht mehr. Wenn sie den Grund wüssten (Christi Geburt), dann wüssten sie auch, dass es ein Grund ist, fröhlich zu sein. Stattdessen sind die Leute nur noch froh, nämlich froh, dass es Geschenke gibt.

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Das Lied „Oh du fröhliche“ war früher, obzwar schnell beliebt, durchaus nicht offizielles Kirchenlied, sondern nur im Anhang der Gesangbücher zu finden, wenn überhaupt.

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Man kann beides sagen.

Aber ich denke, "froh" bedeutet eher sowas wie "zufrieden" und "fröhlich" eher sowas wie "lustig".

Also froh ist man mehr still für sich und fröhlich lauter (mit anderen).

Ja, an Weihnachten ist man in der Christengemeinschaft fröhlich und feiert die Geburt Christi und man ist nicht nur im Stillen „froh", dass er geboren wurde.

An Ostern dagegen, geht es um die frohe Botschaft von der Wiederauferstehung Christi.

Deshalb heißt es traditionell „Fröhliche Weihnachten" und „Frohe Ostern".

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Man sagt beides, aber zwischen den Wörtern besteht ein erheblicher Unterschied.

Ich kann auch froh sein, ohne fröhlich zu sein.

Genauso seh' ich's auch :)

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Wenn die christliche Gemeinschaft die Geburt Christi feiert, ist sie fröhlich und nicht nur froh, dass er geboren wurde.

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Traditionell wünscht man in Deutschland „Fröhliche Weihnachten" oder „Fröhliche Weihnacht" und im Unterschied dazu „Frohe Ostern". 

Die Geburt Christi ist der Anlass, in der Gemeinschaft fröhlich zu feiern. An Ostern geht es um die frohe Botschaft von der Wiederauferstehung Christi.

Das ist genau umgekehrt. Weil mit der Auferstehung zeitlich erst das Heilsgeschehen vollzogen ist.
Das Lied „Oh du fröhliche“ war früher, obzwar schnell beliebt, durchaus nicht offizielles Kirchenlied, sondern nur im Anhang der Gesangbücher zu finden, wenn überhaupt.

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