Fremdenlegion Frankreich...eine gute Idee? Hilfe!

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ooohhh maannn soo viel Stuss auf einer Seite, ich halte meine Antwort daher kurz: 9 von 10 Bewerbern werden bei der FL abgelehnt. Vorbestrafte ö.Ä. werden nicht eingestellt, sondern sofort der Polizei überstellt. Man kann innerhalb der Fremdenlegion Karriere machen, es zählt nur die Leistung, daher ist es eine echte Chance auf einen Neuanfang. Vor über 100 Jahren war die Fremdenlegion das Härteste, was einem Menschen zuzumuten ist, mit drakonischen Strafen für kleinste Vergehen, unglaubliche Marschleistungen in der Hitze der Algerischen Sonne und einem harten Leben als Soldat mit viel Feindkontakt. Die Zeiten wandeln sich und mit ihr die Fremdenlegion, die nun mehr als sehr professionell arbeitender Teil der Französischen Armee angesehen werden kann, in dem nunmal die Mehrheit Ausländer sind, Offiziere und Unteroffiziere jedoch in der Regel Franzosen, die eine Zeit lang n der Legion dienen. Die Fremdenlegion ist Teil der Französischen Armee, ihre Soldaten sind somit keine Söldner sondern werden im Einsatz wie Französische Soldaten eingesetzt. Es gibt 11 Regimenter, diese Unterstehen diversen andren Großverbänden der Französischen Armee. Das Fallschirmjägerregiment der Fremdenlegion untersteht beispielsweise der 11. Fallschirmjägerbrigade der Armee. Dass sie ohne Ländergrenzen eingesetzt werden ist Schwachsinn, sie werden im Interesse Frankreichs so eingesetzt wie alle anderen französischen Soldaten auch. Was zum nächsten Punkt führt, man kann Fremdenlegionär werden ohne jemals in einer Armee gedient zu haben, militärisches Vorwissen ist Vorteilhaft bei der Einstellung aber kein Muss. Nicht jeder Legionär landet im Urwald, dort befindet sich ein Regminet, die anderen 10 sind größtenteils in Frankreich, das Fschjg-Regiment ist z.B. auf Calvi, in Nimes ist ein Regiment und und und. Sie werden in zeitlich befristete Einsätze geschickt wie es bei allen NATO Armeen, also auch bei Deutschen, usus ist. Außerdem eine kleine Richtigstellung, zu keinem Zeitpunkt in ihrer über 180-Jährigen Geschichte bestand die Fremdenlegion aus 90 % Deutschen. Richtig ist, das Deutsche häufig eine Mehrheit der Minderheiten stellten und in der Nachkriegszeit mit Schwankungen diese Mehrheit sehr deutlich war. Teilweise bis zu 50 % aller Legionäre. Jetzt zum wichtigsten Punkt: Man verliert auf gar gar gar keinen Fall unter gar keinen Umständen seine Deutsche Staatsbürgerschaft, nur weil man in der Fremdenlegion dient, das ist hanebüchener Stuss. Es gibt in Deutschland Abkommen für eine doppelte Staatsbürgerschaft, beispielsweise ist ein Freund von mir zeitgleich Staatsbürger Deutschlands und Griechenlands. Soweit mir bekannt, vorsicht das ist eine Vermutung die ich nicht ergooglen will, gibt es ein solches Abkommen mit Frankreich nicht, man verliert also seine Staatsbürgerschaft, wenn man die Frankreichs annimmt. Man muss diese aber zuerst beantragen, weiß also, was man tut. Und noch was zur Härte: Es gibt einen gewissen Grundlevel an Härte, der überall vorherrscht. Das macht es ein wenig besonders. In der Bundeswehr gibt es Einheiten die von morgens bis abends nur auf der Stube sitzen und Karten spielen, während andere Einheiten heftigst abge... werden und ohne Ende Sport treiben und militärische Ausbildung durchlaufen. Zum Abschluss das Zitat eines Deutschen Fremdenlegionärs von letztem Jahr: "die deutsche grundausbildung fand ich haerter (FJgBtl 452, stetten am kalten markt im winter)." Hoffe ich konnte alle Fragen beantworten und den Quatsch korrigieren.

DANKE! Endlich mal jemand der Ahnung hat.

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Ey,

na wenn die deutsche Grundausbildung härter ist als die der Legion, dann war sie das in den achzigern wahrscheinlich erst recht, na dann habe ich mich ja perfekt gehalten!

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Ey Alter,

im großen Ganzen haste Recht, aber teilweise widersprichst Du Dir! Du schreibst, es zählt nur die Leistung, eben, dann wird auch keiner der Polizei überstellt, es sei denn er wird EU weit wegen eines schweren Verbrechens gesucht, aber keineswegs wegen nem Mopedklau!

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...da brauchst du dir überhaupt keine Sorgen machen-lese mal hier (Zitat von Google unter "Fremdenlegion"):In Deutschland ist nach § 109h StGB eine Anwerbung für die Fremdenlegion strafbar. Darüber hinaus kann der Dienst von Deutschen in der Fremdenlegion einen Verstoß gegen die deutsche Wehrpflicht bedeuten, sofern sie der Wehrüberwachung in Deutschland unterliegen. Des Weiteren verlieren Deutsche, die in der Fremdenlegion dienen, die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie zusätzlich auch französische Staatsbürger sind (gem. § 28 Staatsangehörigkeitsgesetz).

is das echt strafbar???

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@Zeratul94

Die freiwillige Bewerbung ist nicht strafbar, lediglich ein An- bzw. Abwerben. Hast Du deinen Wehrdienst in der BW abgeleistest, darfst Du selbstverständlich zur Fremdenlegion, verlierst dadurch aber Deine deutsche Staatsangehörigkeit. Willst Du vor dem Wehrdienst zur Fremdenlegion, wird es schwieriger und ab dort greift die "Anwerbung".

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@Zeratul94

@Zeratul94 Rein theoretisch auch kein Problem, fliege nach Marseille, bewerbe Dich dort persönlich und im Falle der Annahme kehrst Du eh vorerst nicht mehr nach Deutschland zurück. Die Staatenabmeldung übernimmt dann eh die Legion. Wirst Du nicht angenommen, bekommt es auch keiner mit :-)

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Es gab Zeiten da waren 90% aller Legionäre Deutsche. Deutsches Liedgut ist auch heute noch ein großer Bestandteil der Tradition.

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das sind alles nur Halbwahrheiten!

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Also wenn man erst mal da ist kommt man da so schnell auch nicht mehr weg. Ich finde "abhauen" ist doch nicht die Lösung für seine Probleme. Ohne das ich jemanden zu Nahe treten möchte. Ist er denn sehr belastbar und würde er im Urwald leben können ? Dann muss er sich noch die Frage stellen ob er das wirklich will. Er wird dann hier lange Zeit nicht mehr zurück kommen können. Und danach nur einmal im Jahr, wenn er Urlaub hat. Kann er Sachen essen die er hier niemals essen würde. Ich weiss ein wenig wie es da abläuft denn meine Vermiterin ihr Sohn ist da auch und der kommt nur einmal im Jahr und auch nur fünf Tage nach Deutschland. Rate ihm darüber nochmal nachzudenken dann das ist da nicht so einfach. Nicht nur das niemand seine Sprache spricht es ist auch so das er seine Familie und Freunde ewigkeiten nicht sieht und dann noch die Physische und Psychologische Belastung. Kann er all dem standhalten ? Falls er nicht schafft kommt er wieder weil er rausgeflogen ist. Will er das wirklich ?

Es ist eine sehr grosse Lebenserfahrung,die er dort machen kann...Und wenn er mal für eine Weile untertauchen möchte....dann soll er das machen-hat schon vielen Leuten geholfen.

Wie alt ist er? 15, 16?

Das sind Spinnereien eines hormonverseuchten Hirnes.

Einfach ab und an sein Köpfchen tätscheln und "ja, ja, wird alles wieder gut" sagen.

36-.-

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