Frage zu PGW; "Gut soll es uns allen gehen, aber ich will das nicht bezahlen" Meinungen zu der Aussage?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

MrHilfestellung möchte ich an der Stelle recht geben und wiederholen muss ich das auch nicht. Ich möchte aber auf die Frage des Widerspruchs eingehen.

Ob es sich dabei um einen Widerspruch handelt ist von verschiedenen Punkten Abhängig und wie man diese Bewerten möchte. Zuerst steht die Frage im Raum was "gut gehen" bedeutet. Wenn man gut gehen auf den minimalen Standard in Deutschland herunterbricht, dann wäre es ausreichend Verpflegung, eine gesicherte Versorgung und ein Dach über den Kopf.

Nun entsteht darauf folgend die Frage, wer diesen Satz sagt. Nehmen wir mal an, er stammt von jemanden der diesen gerade beschriebenen Standard ebenso halten kann. Kaum merklich vielleicht darüber. Dann handelt es sich um keinen Widerspruch, denn seine eigenen Ansprüche, die in diesem Falle einem standardisiertem Minimum entsprechen, zu gefährden möchte niemand und schließlich ginge es ihm selbst dann auch nicht mehr gut. Es ist also kein Widerspruch sondern ein Wunsch, an dessen Umsetzung diese Person aus gegebenen Umständen nicht teilnehmen kann beziehungsweise möchte. Nachvollziehbar.

Anders sieht es aus wenn Menschen sich ein einen höheren Standard gewöhnt haben, eventuell sogar ein einen sehr hohen. Es steht außer Frage, dass es Menschen gibt die, wie man so schön sagt, aufs Geld schauen müssen beim Einkaufen weil sie viel haben. Kommt von so jemanden dieser Satz, dann könnte einem der Gedanke kommen, dass es sich um einen Wiederspruch handelt - es ist jedoch in dem Sinne keiner. Der Wunsch genießt in dem Fall einfach nicht die Priorität, wie der hohe Lebensstandard.

An dieser Stelle könnte man den Vorwurf in den Raum stellen, dass diese Person, die etwas ändern könnte, es aus egoistischen Gründen auf andere abwälzen möchte. So wird der Gedanke "Es soll allen gut gehen." von jedem hin und her geschoben und am Ende ist niemand an der Umsetzung beteiligt. - Entweder weil die Angst besteht, dass man selbst in einen Bereich rutscht, in dem es einen nicht mehr gut geht oder in einen, wo der selbst gesetzte Lebensstandard nicht mehr gegeben ist.

Es ist aber wie bei allem. Wünsche und Vorhaben gibt es viele aber sie können nicht alle auf dem ersten Platz stehen für den einzelnen. Dementsprechend könnte man von Heuchelei, Egoismus und ähnlichem sprechen aber als Widerspruch würde ich es nicht betrachten.

Liebe Grüße.

Die Aussage bedeutet, dass derjenige zwar möchte, dass es allen gut geht. Also jeder sozial gut abgesichert ist und so weiter. Jedoch möchte dieser jenige nicht das Geld dafür aufbringen. Das heißt er ist zum Beispiel für eine Erhöhung des Arbeitslosengeld aber gegen Steuererhöhungen, die das finanzieren.

Soweit habe ich das auch verstanden, aber das Beispiel war für mich hilfreich, danke! :)

Das heißt aus dem Beispiel klingt es so, als würde es ein "Sozialschmarotzer" sagen? Also muss ja nicht unbedingt sein, aber theoretisch? Weil der ist arbeitslos, aber vielleicht möchte der gar nicht arbeiten, sondern genießt das Geld was er vom Staat bekommt, deswegen möchte er diese Arbeitslosengeld Erhöhung, da es für "ihn" gut ist, aber ist gegen die Steuererhöhung, weil er selbst dazu was beitragen muss? 

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@Whaaateever

Nein. Ich denke eher, dass der Satz von jemandem aus dem Mittelstand kommt, die ja auch Sozialleistungen für alle Menschen fordern, aber bei Steuererhöhungen sofort auf die Barrikaden gehen.

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