Fischenden Fischer grüßen?

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Ich bin ein sehr naturverbundener Angler und angel´ daher seltener an Gewässern, die "bewandert" werden. Mir ist es relativ gleich, ob mich ein vorbeikommender Erholungssuchender grüsst oder nicht. Hauptsache, er "quatscht" nicht und vergrämt durch Herumgetrampeln womöglich die Fische. Weder lautes Reden, Gebrüll oder sonstige Lautäusserungen sind beim Angeln nachteilig. Rennen, stampfen, herumlaufen etc. verursacht Schwingungen im Erdreich, die sich im Wasser fortsetzen und von den Fischen über ihre Seitenlinien aufgenommen werden, was fluchtartiges Verlassen dieser Gewässerzone zur Folge hat - ärgerlich für den Angler. Für manchen ist der Gruss im Vorbeigehen ein Gebot der Höflichkeit, andere gehen lieber still vorbei - die persönlichen Empfindungen des jeweils "betroffenen" Anglers sind dabei genauso individuell wie die des Vorbeigehenden. Im Zweifelsfall hat der Angler es am liebsten ruhig, wobei es leider durchaus angelnde Zeitgenossen gibt, die ein plärrendes Radio der Ruhe der Natur vorziehen - für mich ein Unding!

Vielen Dank für deine Antwort. Da Angler meist ganz ruhig dastehen dachte ich, dass vielleicht der kleinste Laut die Fische vertreiben (oder ihnen den Hunger auf den Köder verderben) könnte. Aber jetzt bin ich beruhigt und werde die Fischer zukünftig mit einer leisen, freundlichen Geste begrüßen, zumindest wenn sie in meine Richtung schauen. :D

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Es ist nicht üblich, außer man kennt ihn. Allerdings haben die meisten Angler nichts dagegen, wenn man mit ihnen ein bisschen über das Angeln spricht und mal nachfragt, ob sie denn was gefangen haben etc. Den Anglergruß verwenden die Angler meist nur untereinander und erwarten ihn nicht von Spaziergängern.

In der Regel grüßen sich die Angler untereinander. Hierbei aber auch nur mit einem freundlichen "Petri" ohne Heil, weil Letzteres einen geschichtlich begründeten Nachhall hat. Das traditionelle "Petri Heil" wird eher im öffentlichen Bereich angewendet, wenn nicht praktisch geangelt wird.

Wer dem Angeln positiv gegenüber steht, grüßt einfach mit einem nett gemeinten "Petri" und bekommt oft ein lächelndes Petri zurück. Oft auch die Anfangsbegrüßung für weitere Unterhaltungen. Ein "Petri Heil" bedeutet dann eher: "Danke und Tschüß" bzw "Viel Erfolg und Tschüß" Daraus lässt sich erkennen, ob jemand für weitere Unterhaltungen zuträglich ist. Nichtkenner der Materie kennen diese "Geheimsprache" natürlich nicht, was zu Mißverständnissen führen kann.

Im Grundsatz bedeutet es also: "Petri" beim Begrüßen und "Petri Heil" beim Verabschieden.

Ah. Wie man sieht, gibt es im Alltag unzählige Möglichkeiten, ins Fettnäpfchen zu treten... ;D

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Ich und sicherlich die meisten anderen Angler und Fischer freuen sich über einen Gruß! :-)) Beim Angeln muss man im Gegensatz zur Jagd nicht still sein, Sprache stört die Fische nicht, ebenso nicht andere übliche Geräusche wenn damit keine Vibration des Bodens bzw, Wassers verbunden ist.

Also ich würde es davon abhängig machen, ob die Fischer dich denn beachten und zu dir herschauen, dann reicht ja ein freundliches Nicken.

Wenn sie aber konzentriert sind und dich kaum zur Kenntnis nehmen, geh doch einfach weiter.

Von Fischen habe ich keine Ahnung, aber ich vermute, dass ein halblautes, kurzes "Tag" nicht alle verscheuchen wird!

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