FI schalter fällt über nacht

2 Antworten

In der Regel fällt der FI Schalter bereits bei kleinen Fehlerströmen. Diese können z.B. in ausgeschalteten Geräten fließen, welche sich in feuchten Räumen, z.B. Bad befinden. Die Auslösung kann aber auch durch ein defektes Gerät erfolgen, z.B. Kaffeemaschine.

Es gibt hier grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Die eher realistische ist, dass ein Gerät einschaltet und dabei einen kurzen aber zu hohen Ableitstrom gegen Erde verursacht. Es könnten das z. B. schadhafte Störschutz (Y) Kondensatoren des Kühlschranks sein. Ein Fehlerstromschutzschalter löst bei etwa 50 % seines Nenn-Auslösestroms aus (ca. an 15 mA). In einem System mit einer gewissen Fehlerstrom Grundlast braucht es nicht viel. Wenn z. B. ein Elektrowärmegerät (in der Nacht z. B. ein Boiler) das typisch eine höhere Fehlerstrom-Grundlast verursacht - betrieben wird, braucht es dann oft nicht mehr viel.

Die zweite aber eher weniger realistische Möglichkeit ist, eine überhöhte Stoßtrom-Empfindlichkeit des Fehlerstromschutzschalters. Da hilft dann nur ein Gerätetausch.

Eine verbindliche Klärung ist nur durch einer professionellen Messung der Fehlerstrom-Grundbelastung und der Fehlerströme verdächtiger Geräte durch eine Elektrofachkraft möglich.

Aber wieso fällt der über Nacht, Kühlschränke und Boiler sind auch tagsüber in Betrieb. Es müssten dann für die Nacht mal Geräte außer Betrieb genommen werden.

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