FH Aachen, FH Düsseldorf oder RFH Köln?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi,

also ich kann dir die FH Düsseldorf empfehlen. Ich selbst habe dort zwar den normalen Ingenieur gemacht, allerdings sind sehr viele Fächer des Wirtschaftsingenieurs identisch mit denen des normalen Ingenieurs. Wenn du kleine Gruppen, ein familiäres Umfeld suchst und keine extrem gemeinen Hardcore-Siebfächer dann ist Düsseldorf sehr gut. Oft hatten wir in den ersten Semestern Übungsstunden in denen ich fast alleine mit dem Professor war, weil kaum ein anderer da war. Ganz anders als in einer Massenuni wo man nur eine Nummer ist. Spätestens nach dem 3. Semester kannten einen die Professoren mit Vornamen und mit manchen hat man in der Pause sogar zusammen Kaffee getrunken und Späße gemacht. Aachen hat den Vorteil, dass du dort mehr Vertiefungsmöglichkeiten hast und naja der Ruf von Aachen kommt bei Unternehmen halt oft besser an. Aber in Sachen qualität ist Düsseldorf nicht schlechter. Es gab auch kein wirkliches Siebfach bei dem 80% durchfallen. Okay es gibt schwere und leichte Fächer, aber alle waren fair. Die Infrastruktur und Ausstattung in Düsseldorf ist leider noch extrem schlecht. Aber die neue FH befindet sich ja bereits im Bau und dann ist diese ab nächstem Jahr hoffentlich eine der modernsten des Landes. Stell dich drauf ein, dass du die ersten 2. Semester noch an tischen sitzen wirst die aus den 70ern sind ;-) Aber mich hat das nie gestört. War nicht die schönste FH, aber dafür stimmte alles andere.

Von der RFH Köln kann ich dir nur abraten. Von sehr vielen die dort studiert haben habe ich gehört, dass die Klausuren zwar oft sehr leicht sind (weil man ja fürs studium zahlt bzw. der Staat subventioniert) aber die qualität oft schlecht ist und man später im Job deutliche Probleme hat, weil dort jeder mitgeschleift wird. Viele Unternehmen kennen das problem bereits und bei der bewerbung hat man es mit einem Abschluss von der privaten FH Köln oft schwerer. Das ist zumindest das was ich gehört habe und was du dutzendfach nachlesen kannst wenn du im internet "RFH Köln bewertung" eingibst. Viele sagen sie würden kein 2. mal dort studieren und viele die es an der normalen FH köln nicht geschafft haben hatten plötzlich an der privaten super noten. Wenn es dir nur um die Noten geht dann ist die RFH gut, aber leider wissen das die Unternehmen ;-)

Du solltest schon in die Nähe ziehen, wobei Nähe bedeutet alles unter 40min bis zur FH ist okay. Ich selbst wohnte 45km von Düsseldorf weg und brauchte mit dem Auto 25-30min. Das war völlig okay. Näher ist natürlich praktisch weil du oft freistunden hast. Das ist halt nicht wie schule. Wo du von 8-13 uhr hast. Oft hast du um 8 uhr eine vorlesung und mit etwas pech um 18 uhr die nächste. Aber meistens ist es nicht ganz so schlimm. 80% der vorlesungen hast du eh zwischen 8 und 16 uhr und ab den höheren semestern meistens immer so ab 10 uhr bis 16 uhr. Selten auch mal nach 17 uhr und wenn dann meistens nur übungen.

Vielen Dank erstmal für deine tolle Antwort ! Ich denke auch das ich mich für Düsseldorf entscheiden werde wegen der Nähe da ich in Düsseldorf wohne, wie sind denn die Labore usw. vom Technischen Standpunkt aus, ausgestattet? Und ist der ruf einer FH sehr entscheidend bei der Arbeitssuche? Weil ich will unbedingt meinen Master danach machen und würde den dann evtl. dann an einer richtigen Uni wie RWTH Aachen machen. Ist es dann egal ob ich vorher an einer bloß "unbetitelten" FH war? Was mich nur plagt ist das ich es später nicht bereue nicht nach Aachen gegangen zu sein... .

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@SirPanamera

Hmm als Wirtschaftsingenieur wirst du gar nicht viel von den Laboren sehen, denn was soll ein Wirtschaftsingenieur denn dort? Also ich zumindest habe noch keinen WIrtschaftsingenieur in unseren Laboren gesehen bzw. weiss ich nicht ob in deren Studienverlaufsplan Laborübungen vorgesehen sind.

Naja noch sind die Labore in Düsseldorf akzeptabel und ganz ehrlich für einen Bachelor völlig ausreichend und im Grunde 2. rangig. Du machst ja da keinen Doktor, sodass du zwingend auf ein perfektes Labor angewiesen bist. Im Bachelor machst du eh nur "im normalen Ingenieurstudiuem" die Laborpraktika wie Strömungstechnik, Windkanal, Zugversuch, etc. das ist an fast allen Hochschulen gleich und ob der Schlaghammer für den Hammerschlagversuch in Werkstoffkunde nun von 2010 oder 1970 ist, macht da kaum einen Unterschied. Das wenige, was du im Bachelor mit den Laboren zu tun hast, spielt kaum eine Rolle. An Düsseldorf fand ich gut, dass es zu sehr vielen Vorlesungen und Übungen auch immer Praktika im Labor gab, wo man in Gruppen kleine Versuche machen und auswerten musste und nicht nur reine Theorie. Ich bin seit 6 Monaten für den Master in Köln und dort habe ich bis heute noch nicht einmal das Labor gesehen. In Düsseldorf hatte ich in jedem Semester irgendwelche Versuche dort.

Ob du an der FH oder Uni den Bachelor machst, ist heute fast egal. Bzw. viele Unternehmen nehmen sogar lieber einen von der FH, weil wir viel praxisorientierter arbeiten und denken. Willst du allerdings in die Forschung dann lieber Uni. Ansonsten tut sich zwischen FH und Uni auch am Gehalt kaum etwas.

Nach der Bachelor den Master in Aachen an der Uni machen? :-D Viel Spaß dabei. Die Uni Aachen hasst externe Studenten und lässt einen das auch mit jedem Schritt spüren. Die rechnen kaum Studienleistungen an und du musst erst mal dutzende Bachelorklausuren nachholen, weil die meinen, dass das nicht ausreicht. Einen Nachteil hat Düsseldorf, zur Zeit wird nur ein Master für Ingenieure angeboten und der gefällt halt nicht jedem, da der sehr simulationslastig ist :-S War nicht so meine Sache, deshalb habe ich jetzt in Köln den Master in Verfahrenstechnik gemacht.

Glaub nur nicht den Blödsinn von wegen Fachkräftemangel. Ich habe mich nach meinem Bachelor erst mal beworben und trotz 1,0 Bachelorarbeit und Praktikum in einem großen Energiekonzern habe ich auf 50 Bewerbungen, 49 Absagen und eine Zusage zu absolut unwürdigen Arbeitsbedingungen (70 Stunden Woche, Hire&Fire Einstellung) bekommen. Mein Cousang ist Wirtschaftsingenieur mit Auslandspraktikum in Mexico und hat fast ein Jahr nach einem Job gesucht. Schließlich hat er im Vertrieb einen Job gefunden und arbeitet nun von 8 bis 17 uhr mit 2 telefonen und 2 Bildschirmen an einem Schreibtisch und hat kaum eine Pause weil im sekundentakt neue Mails kommen, die er abarbeiten muss. Abends fällt er tot ins Bett und am nächsten tag gehts weiter. Seine Kollegen sind alle in seinem Alter, weil die meisten das Tempo nicht auf Dauer aushalten. Er hat sich auch etwas anderes unter den tollen Versprechungen vorgestellt. :-S

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Ich werde dieses Jahr anfangen Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren. Jedoch kann ich mich nicht entscheiden zwischen hsd düsseldorf, fh münster & fh bielefeld. Ich würde am liebsten in düsseldorf studieren da ich die Stadt super finde aber ich bin mir nicht so ganz sicher da der Ruf nicht ganz so toll ist.
Würdest du mir die hsd düsseldorf empfehlen?

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Das kann man wohl so pauschal nicht beantworten ! Ich würde mir die Vertiefungsfächer sowohl im technischen als auch im betriebswirtschaftlichen Bereich der drei Hochschulen mal genau ansehen. Wenn Du mit Fachtermini wie z.B. Energietechnik nicht viel anfangen kannst, solltest Du danach jeweils googeln.

Auf jeden Fall würde ich Dir von einem sehr weiten Anfahrtsweg immer abraten, da oftmals die gewünschten Vorlesungen nicht unmittelbar hintereinanderliegen und Du dann in den Pausen irgendwo am Campus rumhängst. Auch verführt das geradezu dazu, nicht unbedingt benötigte Veranstaltungen nicht zu belegen, ganz abgesehen von dem enormen täglichen Zeitverlust. Oft fahren die Züge nur stündlich.

An der Universität Siegen kannst Du das u.U. auch mit Fachhochschulreife studieren:

http://www.uni-siegen.de/start/studium/bewerbung_und_organisation/zulassungsvoraussetzungen/studium_ohne_abi.html?lang=de

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