Evolution - Veränderung des Aussehens - was passiert in den Genen?

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Das läuft so: Nehmen wir mal an, ein paar Füchse finden in einer bestimmten Gegend nicht genug Nahrung (z. B. weil es schon genügend andere Füchse gibt: zu viele Füchse sind des Hasen Tod ...) und wandern nach Norden ab. Dort gibt es zwar viel Wild, das sie fressen könnten, aber auch viel Schnee und Eis. Mit ihrem bislang eher dunklen Fell fallen sie auf diesem hellen Boden sehr schnell auf, sodass das Wild oftmals rechtzeitig fliehen kann.

Unter den Füchsen befinden sich jedoch einige, die aus genetischen Gründen ein etwas helleres Fell besitzen. Die sind geringfügig erfolgreicher bei der Jagd als die auffälligeren dunklen Füchse. Aus diesem Grund haben sie mehr Nachkommen als ihre dunkleren Artgenossen. Unter ihren Nachkommen sind einige, die ein noch helleres Fell als sie selbst haben, einige besitzen die gleiche Farbe wie sie und noch andere haben eine etwas dunklere Farbe. Das geschieht zufällig durch Mutationen etc.

Unter ihren Nachkommen tun sich nun aber wiederum die, die ein noch helleres Fell als ihre Eltern haben, noch leichter bei der Jagd. Sie können sich noch näher an die Beute heranpirschen, ohne entdeckt zu werden und haben in der Folge mehr Nachkommen als ihre Artgenossen.

Ja und so geht das von Generation zu Generation weiter, bis die Füchse in Eis und Schnee am Ende sich farblich optimal genetisch an ihre neue Umgebung angepasst haben. Sie sind dann keine Wüstenfüchse mehr, sondern Eisfüchse. Und dieser Unterschied steckt direkt in ihren Genen.

Danke für das Sternchen.

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Im Prinzip ist das ganz einfach: Durch Mutationen und durch sexuelle Rekombination werden immer neue Variationen des Genotyps geschaffen. Der Genotyp wirkt sich auf den Phänotyp aus. Wenn eine neue Kombination sich vorteilhaft auf den Phänotyp auswirkt, wird sich dieser Phänotyp stärker vermehren als ein anderer Phänotyp. Daher werden die vorteilhaften Gene stärker an die nächste Generation einer Population weitergegeben. Daher nimmt der Anteil eines vorteilhaften Gens im Laufe der Zeit in einer Population immer weiter zu.

Mit den Genen ist das schon richtig. Ein Wüstenfuchs hätte mit seiner Fellfarbe usw. in der Arktis schlechte Überlebenschancen und kann seine Gene nicht an die nächste Generation vererben. Das ist nicht nur hier so, sondern betrifft alle Lebewesen. Nur wer sich seiner Umgebung (Umwelt) am besten angepasst hat, hat bessere Chancen, seine Anlagen weiterzugeben und somit seine Art zu erhalten.

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