Eure FSJ und FÖJ Erfahrungen! Soll ich es selbst wagen?

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2 Antworten

Hey
Ich weiß dass meine Antwort ein bisschen spät kommt, aber es interessiert mich jetzt ob du wirklich ein FSJ/FÖJ angefangen hast oder nicht. Ich war mir auch erst unsicher, ob ich eins machen soll, weil ich Angst hatte, dass ich vielleicht dran scheitere und alles total verkacken würde, aber ich bin jetzt seit ungefähr einem Monat dabei und es war die beste Entscheidung in meinem Leben!
Und man sollte bei sowas wirklich nur auf das hören, was man selber will, meine Freunde meinten auch ich sei dafür zu ungeduldig und sollte es lieber lassen und auch meine Eltern waren ein wenig skeptisch, aber es lohnt sich echt. Wie gesagt, ich bin seit einem Monat dabei und ich bin schon jetzt unglaublich daran gewachsen und Vorallem weiß ich jetzt was ich beruflich machen will!
Ich habe nette Leute kennengelernt und die Arbeit macht mir unheimlich viel Spaß.

Also ich kann nur hoffen dass du dich FÜR das FSJ bzw. FÖJ entschieden hast, weil es eine echt wertvolle Chance ist.

Hey :)

Also was das FSJ angeht: Ich habe jetzt doch nicht damit angefangen, könnte aber immer noch nächstes Jahr damit anfangen :)

Ich weiß jetzt nicht, inwieweit du es mitbekommen hast. Aber im letzten Jahr (2016/2017) hab ich ja die 12. Klasse der Fachoberschule Wirtschaft besucht und in diesem Jahr nur Bockmist gebaut. Also ich hatte sehr viele schlechte Noten, die mich runtergezogen haben. Zusätzlich hatte ich noch immer wieder Diskussionen mit meinen Eltern wegen den schlechten Noten und ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, die Schule abzubrechen.

Naja ich habe meinen Abschluss nicht mehr geschafft und hatte mich letztendlich statt dem FSJ dafür entschieden, das Jahr erstmal zu wiederholen. Also ich besuche momentan (2017/2018) wieder die 12. Klasse der Fachoberschule Wirtschaft. Und ich will das Jahr definitiv nicht umsonst wiederholen.

Darf ich mal fragen, wie alt du bist und in was für einer Einrichtung du dein FSJ macht? Das würde mich jetzt trotzdem mal interessieren :)

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Also ich bin 19 Jahre alt und mache mein FSJ in einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
Meine „FSJ-Story“ ist ein wenig kompliziert, aber das wichtigste was du wissen solltest: meine Eltern waren ganz am Anfang auch gegen das FSJ, einfach weil sie meinten ich solle das Jahr nicht vergeuden und direkt anfangen zu studieren. Jetzt sind sie aber auch der Meinung, dass es die bessere Entscheidung war.
An „meiner Schule“ sind eigentlich alle total nett, da habe ich echt Glück gehabt. Das ist nicht überall so, aber die meisten FSJler aus meiner Seminargruppe fühlen sich an ihren Schulen wohl und wenn man Probleme hat, kannst du dich immer an deinen Bildungsreferenten wenden, die kommen auch gerne in deine EST um dich zu unterstützen.
Ich weiß ja nicht in welche Einrichtung du gehen wollen würdest, aber ich kann es nur jedem der überlegt ein FSJ oder BFD zu machen ans Herz legen an eine Förderschule zu gehen. Es ist zwar oft verdammt anstrengend, aber man kriegt so viel von den Kindern zurück und es macht mega Spaß. Ich freue mich jetzt sogar, dass die Ferien vorbei sind und ich morgen wieder zur Schule gehen kann 😂
Und noch ein Tipp von mir: Falls du dich für ein FSJ bewirbst, bewerbe dich rechtzeitig bewerbe dich aufjedenfall auch beim Deutschen Roten Kreuz, im Vergleich zu anderen Trägern haben die die besseren Bedingungen.

Ansonsten wünsche ich dir noch viel Glück für das Schuljahr. Schule ist echt sche*ße, aber wir müssen da alle durch 🤷🏼‍♀️

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Ich habe mein FSJ noch nicht abgeschlossen, sondern ich fange gerade erst an. Bin auch männlich und in deinem Alter und bin ebenfalls ein zurückhaltender Mensch. Meine berufliche Zukunftsplanung gleicht einem Labyrinth, allerdings hatte ich direkt nach dem Abi auch keine Lust, gleich wieder im Hörsaal oder in der Berufsschule zu sitzen und zu Hause Bücher zu wälzen.

Vor einigen Monaten hatte ich mich für das FSJ entschieden, obwohl meine Mutter meinte, das Jahr sei verschenkt, da ich ja sowieso wahrscheinlich keinen sozialen Beruf erlernen würde. Mein Vater und meine Freunde, von denen auch einige ein FSJ gemacht haben, sprachen mir da aber gut zu. Speziell in dem Aspekt, sich persönlich weiterzuentwickelt und diese tagtäglichen Unsicherheiten und inneren Konflikte der Schüchternheit loszuwerden.

Die Berufsberatung gibt ebenfalls nur Empfehlungen, basierend auf deinen Interessen und Fähigkeiten. Die können aber nicht in deinen Kopf schauen und dir sagen, was du wirklich möchtest. Es ist ja nicht so, dass man den Umgang mit Menschen nur in den sozialen Berufen benötigt. Klar, andererseits lernt man den Umgang mit Menschen auch nicht ausschließlich im FSJ. Aber wenn man genau dahingehend an sich selbst arbeiten will, dann ist das meiner Meinung nach überhaupt kein falscher Weg, auch wenn man später vielleicht Bankkaufmann oder Chemie-Professor werden will.

Zurückhaltung ist an sich auch keine schlechte Eigenschaft. Eher im Gegenteil, denn ich nehme an, dass man meist als ein angenehmer Kollege wahrgenommen wird, mit dem man entspannt und konzentriert arbeiten kann. Es ist bei mir eher der Mut zum Sprechen und die Bemühung, das Richtige zu sagen, das mich dann vom Sprechen abhält.

Ich bin jetzt seit einigen Wochen im Krankenhaus tätig und es fällt mir schon viel leichter, mit den Patienten und auch mit den Kollegen zu plaudern. Es ist ungemein hilfreich, wenn Gesprächsthemen vorhanden sind und man fachliche Fragen stellen kann, und sich nicht irgendwas aus den Fingern saugen muss, nur damit keine unbehagliche Stille herrscht.

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