Erörterung Organspende?

2 Antworten

Hi.

Also pro-Gründe findest Du auf Internetseiten, die zur Organspende motivieren wollen. Die müssen gut und stimmig sein, schließlich wurden Marketingprofis gut bezahlt, dass Leute das zum Organspenden motiviert.

Contra sehe ich auf der Gesellschaftsseite die Skandale, wenn Organe verschachert werden. So hatte bzw. hat (weiß nicht, ob er noch lebt) der australische(?) Medienmogul Rupert Murdoch bestimmt schon drei Spenderherzen. Während Andere jahr(zehnte)lang auf ihr Spenderorgan warten. Liegt bestimmt an seiner Blutgruppe und nicht an seinem großen Geldberg.

Contra persönlich kenne ich noch die Angst, dass man zu schnell für tot erklärt wird, dass die Organe noch verwertbar sind. Außerdem hat mir meine Mum erzählt, dass sie bisher vom Organspendeausweis abgehalten wurde, weil sie Bilder "leergeräumter" Spender gesehen hat, bei denen sie schmerzverzerrte Gesichter gesehen hat. Keine Ahnung, was da dran ist, ich hab so was nicht gesehen, aber das könnte n Punkt sein, schön formuliert vll "Angst vor (teil)bewusster Vivisektion".

Für gläubige Altägypter ist es natürlich gesellschaftlich untragbar, wenn die Organe nicht im Einmachglas neben der Mumie stehen, sonst hat man die ja nicht mehr in der Jenseitswelt und läuft fast so unvollständig wie Kurt Cobain rum ;-)...

Ruf deren Seite auf und du bekommst einen Haufen Pro Gründe geliefert.

Kontra kann meiner Meinung nach nur eine verbietende Religion sein. Ich wüsste nicht was dagegen spricht wenn ich tot bin und meine Organe nicht mehr brauche, das sie einem anderen helfen..??

Ich wüsste nicht was dagegen spricht wenn ich tot bin und meine Organe nicht mehr brauche.

Du bist bei der Organentnahme nicht tot. Organe eines Toten sind nicht mehr verwendbar, der Organismus lebt also noch. Er atmet, schwitzt, scheidet aus und reagiert auf äußere Einflüsse, wie bspw. Schmerzen.

Du wirst vor der Organentnahme deshalb wie bei jeder anderen Operation narkotisiert (-> Lazarus-Effekt). Erst, wenn die Organe entnommen sind, stirbt der Körper.

Der Hirntod ist eine frühe Phase in einem längeren Sterbeprozess und niemand kann sagen, was und wie viel du von der Entnahme mitbekommst.

Das Problem ist, dass unser Bewußtsein nicht im Gehirn sitzt, sondern es nur benutzt. Keiner kann sagen, wie viel wir von einer Organentnahme mitbekommen, aber tot sind wir zu diesem Zeitpunkt nur nach einer Definition, die bewußt eine möglichst frühe Organentnahme gestattet.

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@joangf

Ok, stimmt. Danke :)

Aber dennoch bin ich nicht mehr zu retten - würde also eh sterben ohne anderen noch helfen zu können. Also brauche ich meine Organe selbst nicht mehr.

Da ich eh verbrannt werden will, ist mir auch egal wie meine Leiche hinterher aussieht. Aber diese Frage muss sich jeder selbst beantworten. 

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