Spruch Definition

5 Antworten

hi, höre den Spruch zum erstenmal. Aber könnte mir vorstellen, dass das Sprichwort ,  jemand hassen, den man mal geliebt hat, bedeutet, dass man für den Menschen noch starke Gefühle hat. Besser wär dann, wenn einem jemand gleichgültig ist, ein Zeichen, dass man über die Person wirklich hinweg ist. LG Korinna

Das ist ein Spruch, den sich eine kluge Person einmal (vermutlich in Anlehnung an irgend ein Beispiel) zurechtgereimt hat. Was aber nicht bedeutet, dass diese Aussage in Stein gemeißelt ist.

Es gibt schließlich auch andere Weisheiten, die zum Teil das Gegenteil besagen - manch einer sagt auch: "Nur wen Du liebst, kannst Du wirklich hassen."

Hallo Himmelsmensch

Also erstmal: hassen.  Meistens ist es lustig, wenn Leute sagen:  Ich hasse das (oder den oder die) -- wenn sie meinetwegen Pommes mit Mayo "hassen" :-)  -- Was die Leute meinen, ist meistens dass sie es irgendwie nicht mögen, aber sie geben diesem vagen Gefühl einen special effect sozusagen.  sie pimpen es.  Junge Menschen sind offen für viele Dinge, sie gehen oft ohne Vorurteil an die Dinge und Menschen, weil sie sie oft noch nicht kennen oder (schlechte) Erfahrungen mit ihnen gemacht haben.  Jemand, der etwas "hasst" wirkt erwachsener, er hat wohl schon Erfahrungen gemacht (das mein ich mit Pimpen).  Man macht sich doller, als man ist.  Ich würde auch sagen, dass man Dinge (also Sachen) nicht hassen kann.  Menschen schon.  Aber Dinge hassen?  Wie soll ich mir das vorstellen:  Ich hasse Cola mit Eis!  --  is doch quatsch, oder?

Richtiger Hass ist allerdings eine sehr heftige Emotion, sie ist sozusagen das schwarze Spiegelbild der Liebe, denn Hass setzt auch eine Beschäftigung, eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Objekt des Hasses (also der Person) voraus, ähnlich wie bei der Liebe:  Er lässt einen nicht in Ruhe.  Wenn man die Person allerdings vorher geliebt hat, ihr also emotional sehr heftig zugetan war, dann ist es umso schlimmer, wenn dieses Gefühl umschlägt.  Es schlägt von einem positiven Extrem in ein negatives Extrem um.

Ein gutes Beispiel sind Bürgerkriege, finde ich.  Es geht in kaum einem 'normalen' Krieg so heftig ab wie in einem Bürgerkrieg.  Siehe z. B. Ruanda.  Da haben die Leute ehemaligen Nachbarn einfach die Köpfe abgeschlagen.  Ganze Familien, ganze Sippen wurden von ihren Dorfnachbarn umgebracht. 

Soviel zum thema erst lieben dann hassen.  Ich glaub das ist grundsätzlich damit gemeint.

Aber der spruch sagt ja, dass man die Menschen nicht hassen *soll*, die man vorher geliebt hat -- Ich versteh das so, dass man sich dem Hass nicht überlassen soll.  Sowieso nicht. Dass man überhaupt die Möglichkeit dazu hat, sich zu bremsen und nicht hassen muss, als sei das unabwendbares Schicksal.

Aber besonders bei einem Menschen, den man vorher geliebt hat, soll man sich nicht ohne Weiteres dem gegenteiligen Gefühl überlassen -- weil man nämlich ganz oft gar nicht den Menschen hasst sondern Eigenschaften, die man an sich selbst nicht mag.  Achte ma drauf:  Mir gehts jedenfalls oft so, dass ich bei den Leuten, die mir besonders unsympathisch sind (ich wüsste keinen, den ich wirklich hassen würde, wär mir zu anstrengend), immer auch etwas entdecken kann, das ich insgeheim beneide, eine Eigenschaft, die ich selbst gerne hätte.  Oder im Gegensatz eine Eigenschaft, die mich an mir selbst total stört.  Beides läuft darauf hinaus, dass man sich in Liebe und Hass sehr mit sich selbst auseinandersetzt und das der andere eigentlich gar nichts dafür kann (z.B. was hat er damit zu tun, dass mir ausgerechnet seine Sympathie, sein gewinnender Umgang mit den Menschen so auf den Zeiger geht)?  Ich suche mir alle möglichen Eigenschaften, die ich an ihm doof finde (trägt komische hosen, hat ne komische stimme, sagt doofe sachen, lacht doof, sieht bekloppt aus etc.), aber eigentlich neide ich ihm seinen Erfolg bei den Leuten.  Kennst Du doch bestimmt, dass sich Leute bei anderen aufregen:  "XY muss sich immer in den Mittelpunkt drängen.  Die/den hasse ich!" -- Dieses Sich in den Mittelpunkt stellen ist den Leuten meist egal, die sich selber gerne zurückziehen -- aber sie ist genau denen nicht egal, die sich gerne selbst im Mittelpunkt sehen.  Besonders schön:  Die Leute, die anderen vorwerfen, sie seien arrogant, sind meistens selbst welche, die man als arrogant bezeichnen kann.

Kurzer Rede langer Sinn: Wenn ich jemanden hasse, hasse ich meist auch irgendwas in mir. Also ist das doof, dabei zu bleiben, sondern ich sollte mich lieber mit mir selbst beschäftigen.  Lehrer, Therapeut, Pastor, vertrauenswürdiger Erwachsener im weiteren Umkreis etc.  sind Leute, die einem im Gespräch ein stückchen weiterbringen können. 

Oder natürlich ein forum wie dieses. 

Ich hoffe, Dir weitergeholfen zu haben!

 

Huiii, da hab ich ohne es zu merken doch etwas mehr geschrieben als gedacht...

 

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