Epistemischer Indeterminismus?

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Das Thema betrifft die Frage der Willensfreiheit, die vielfach erörtert und umstritten ist.

Ein Anfang sind Begriffsbestimmungen (Philosophielexika können dabei helfen).

Dazu Vorschläge:

Determinismus in einer allgemeinen Bedeutung (lateinisch determinare = begrenzen, abgrenzen, bestimmen; determinatio = Abgrenzung, Bestimmung) ist der Standpunkt, für alles gebe es Bestimmung/Bestimmtheit durch eine Gesetzlichkeit und vorgegebene Bedingungen, mit Kausalverhältnissen, bei denen in einer Ursache-Wirkungs-Kette etwas als eindeutiges Ergebnis und notwendig geschieht bzw. aufgrund von Schicksal/göttlicher Vorherbestimmung. Indeterminismus ist der entgegengesetzte Standpunkt, der das Vorhandensein solch einer für alles geltenden eindeutigen und völlig notwendigen, alternativlosen Bestimmtheit verneint. Es gebe etwas, das indeterminiert (unbestimmt sei).

Determinismus in einer besonderen Bedeutung ist der Standpunkt, der die Existenz von Willensfreiheit verneint, Indeterminismus der entgegengesetzte. dies ablehnende und die Existenz von Willensfreiheit bejahende Standpunkt.

Möglich ist auch noch das Hinzufügen einer Unterscheidung zwischen Handlungsfreiheit und Willensfreiheit.

Dann ist eine Definition nötig, was epistemischer Indeterminismus ist. Sie kann an die Begriffsbestimmung von Determinismus und Indeterminismus anknüpfen. Epistemischer Indeterminismus ist eine bestimmte Art von Indeterminismus, nämlich ein erkenntnistheoretischer/auf die Erkennbarkeit (griechisch ἐπιστήμη = Wissen, Erkenntnis) bezogener Indeterminismus. Epistemische Indeterminismus ist vom ontologischen/ontischen (griechisch ὄν =seiend, vom Verb εἶναι = sein; λόγος = Wort, Gedanke, Lehre, Geist) Determinismus und Indeterminismus zu unterscheiden. Epistemischer Indeterminismus betrifft die Vorhersehbarkeit von Ereignissen durch ein Subjekt. Nach dem epistemischen Indeterminismus erscheinen Ereignisse indeterminiert (eindeutig und auf völlig notwendige Weise bestimmt), wenn es keine Vorhersehbarkeit gibt. Ontologischen/ontischen Determinismus und Indeterminismus meint Determinismus und Indeterminismus wie oben erläutert, nur ausdrücklich auf das Sein bezogen (die Welt, wie sie tatsächlich ist). Es geht um die Verursachung in der Realität allgemein und im Besonderen um das Wollen.

Der epistemische Indeterminismus behautet die Nichtvorhersagbarkeit aus den Perspektive de Handelnde, setzt als bei grenzen der Erkenntnisfähigkeit an. Aus dem Standpunkt folgt nicht zwangsläufig ein ontologischer/Ontischer Indeterminismus, sondern es bleibt offen, ob seinsbezogen Determinismus oder Indeterminismus für richtig gehalten wird.

In der Praxis bezieht sich epistemischer Indeterminismus allerdings hauptsächlich auf einen Standpunkt, der seinbezogen (darunter auch auf das Wollen) einen Determinismus vertritt oder ihn zumindest nicht bestreitet (Offenhalten der Richtigkeit, er ist möglicherweise richtig).

Einordnung in Standpunkte zum Verhältnis von Determinismus und Willensfreiheit

Manche versuchen, Determinismus und Willensfreiheit für miteinander vereinbar zu erklären. Dieser Standpunkt der Verträglichkeit heißt Kompatibilismus. Der entgegengesetzte Standpunkt in dieser Frage heißt Inkompatibilismus (Unverträglichkeit von Willensfreiheit und Determinismus).

Epistemischer Indeterminismus kann mit einem kompatibilistischen oder einem inkompatibilistischen Standpunkt verbunden sein. In der Praxis vertritt er vorwiegend einen Kompatibilismus und steht dann in Gegensatz sowohl zu entschiedenen Verfechtern der Willensfreiheit (ein Standpunkt, der Libertarismus oder Libertarianismus genannt wird) als auch zu einem radikalem/hartem Determinismus. Der harte/radikale Determinismus hält eine völlig notwendige Bestimmung (Determination) für vorhanden hält, streitet die Existenz von Willensfreiheit ab und erklärt sie für Illusion. Danach sind Menschen in ihrem Wollen vollständig bestimmt, ohne selbstbestimmt in ihrer Entscheidung wählen zu können.

einzelne vertretene Theorien und Ansätze

Bei dem Thema sollten Vertreter des epistemischen Determinismus und ihre Theorien vorgestellt werden.

einen Bezug auf die Quantenphysik und die Heisenbergsche Unschärferelation hat:

Max Planck, Scheinprobleme der Wissenschaft : Vortrag gehalten in Göttingen am 17. Juni 1946. 7. Auflage. Leipzig : Barth, 1967

„Zusammenfassend können wir also sagen : vom außen betrachtet ist der Wille kausal determiniert, von innen betrachtet ist der Wille frei Mit der Feststellung dieses Sachverhalts erledigt sich das Problem der Willensfreiheit. Es ist nur dadurch entstanden, daß man nicht darauf geachtet hat, den Standpunkt der Betrachtung ausdrücklich festzulegen und einzuhalten. Wir haben hier ein Musterbeispiel für ein Scheinproblem.“

ein wichtiger neuerer Ansatz:

Bettina Walde, Willensfreiheit und Hirnforschung : das Freiheitsmodell des epistemischen Libertarismus. Paderborn : Mentis-Verlag, 2006. ISBN 978-3-89785-575-5

Bettina Walde, Willensfreiheit : libertarisch, kompatibilistisch - oder beides? In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie : Zweimonatsschrift der internationalen philosophischen Forschung 57 (2009), Heft 1, S. 133 - 140

Bei ihrem Ansatz gibt es drei für freie Willensbildung notwendige Bedingungen (eine einzelne Bedingung allein nicht hinreichend) .

1) Relevanzbedingung als Monismusbedingung (Monismus bezieht auf die Erklärung der Wirklichkeit aus einem einzigen grundlegenden Prinzip, im Gegensatz z. B. zu einem Dualismus von Geist und Materie): alle mentalen Zustände sind physikalisch beschreibbare Zustände (z. B. auch gegen einen Epiphänomenalismus, nach dem geistig-seelische Vorgänge bloße Begleiterscheiungen physischer Vorgänge sind).

2) Bedingung der geeigneten Determination: Freie Willensentenscheidungen sind auf unbestimmte Art determiniert, nicht nicht-determiniert.

3) Bedingung der epistemischer Offenheit der Zukunft: freie Willensentscheidungen sind solche, von denn eine Person glaubt, sie hätte auch eine andere Entscheidung treffen könnte. Voraussetzung ist der epidemische Indeterminismus aus der Perspektive der Person.

Problemerörterungen

Danach könnten verschiedene Probleme erörtert werden. Einige Anregungen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit; was wie ausführlich behandelt werden kann, hängt auch von der zur Verfügung stehenden Zeit ab):

  • Deutung der angeblich die Existenz von Willensfreiheit verneinenden Experimente der Hirnforschung

Wie deuten die Theorien diese Experimente (z. B. von Benjamin Libet, Patrick Haggard/ Martin Eimer, John-Dylan Haynes)?

  • Ist Inkompatibilismus ein aufrechterhaltbarer Standpunkt?

Wie ein sich aus Anfangsbedingungen und Gesetzmäßigkeit ergebender völlig notwendiger und zwangsläufiger Ablauf mit Willensfreiheit vereinbart werden kann, ist eine Schwierigkeit und eher einer natürlichen Intuition entgegengesetzt.

Inkompatibilismus wird oft vertreten, kann aber in Bedrängnis geraten, wenn untersucht wird, was er impliziert, weil Mangel an Folgerichtigkeit ein ernstzunehmender Vorwuf ist. Peter van Inwagen (ein Vertreter des Libertarismus) hat ein Konsequentargument verwendet und eine andere Form dieses Argumente ist mit logischen Feinschliff ausgearbeitet worden.

Christoph Jäger, Drei Konsequenzargumente für eine inkompatibilistische Theorie moralischer Verantwortung. Zeitschrift für philosophische Forschung, 60 (2006), Heft 4 (Oktober), S. 504–527

Christoph Jäger, Determinismus und Verantwortung: Was kann das Konsequenzargument? In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie : Zweimonatsschrift der internationalen philosophischen Forschung 57 (2009), Heft 1, S. 119 – 131

Wie setzen sich Ansätze des epistemischen Indeterminismus damit auseinander?

  • Verhältnis von Konstruktivismus und Naturalismus

Es tritt in diesem ein Verhältnis auf, das paradox bzw. seltsam wirkt.

Konstruktivistisch ist die Idee, daß Personen sich ihre Willensfreiheit entwerfen (statt sie naturgegeben vorzufinden), was letztlich zum Entstehen von Willensfreiheit auch in natürlichen Sinn führt.

Eine nicht offen erlebte Zukunft, ausgehend davon, ohnehin eine Wahl zu haben bzw. ohnehin tatsächlich keine Entscheidung zu treffen, führe dazu, keine bewußten Abwägungsprozesse anzustellen, keine für bestimmte Entscheidungen relevanten Informationen zu sammeln und mögliche Folgen verschiedener Handlungsmöglichkeiten, die zu Wahl stehen (Optionen), zu antizipieren (vorwegzunehmen).

Die Überzeugung, einen freien Willen zu haben, führe dazu, daß Personen tatsächlich freier sind.

Willensfreiheit verwinde, wenn Personen glauben, keine Wahl zu haben, werde möglich, wenn Personen glauben, frei entscheiden und handeln zu können. Ein Problem: Selbstbestimmung als besondere Art der Bestimmung ist ein brauchbarer Gedanke, aber gibt es überhaupt noch Platz für Willensfreiheit, wenn die Welt restlos terminiert ist? Wie könnte die bloße Sichtweise einer Person (ein subjektiver Entwurf) tatsächliche Willensfreiheit begründen, wenn in der Realität gar keine Möglichkeit für eine solche Freiheit besteht? Sie wäre ja reine Illusion, wenn der Determinismus zutreffend ist.

  • Tragfähigkeit des Freiheitsbegriffs

Willensfreiheit hat eine bedeutende Rolle für das menschliche Selbstverständnis und ist Voraussetzung für Verantwortlichkeit und damit für Moral/Ethik.

Bieten die Standpunkte und Ansätze einen tragfähigen Begriff von Freiheit und kann eine Ethik überzeugend darauf aufbauen? Wird nicht der Inhalt von Freiheit zu stark abgeschwächt/geschrumpft? Was bleibt übrig, wenn eine Person nicht so oder anders hätte wollen/entscheiden und damit handeln können?

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Einwände (von einem liberischen, inkompatibilistischen und ontologisch indeterministischem Standpunkt her) gegen eine bestimmte Art des epistemischen Indeterminismus gibt es bei:

Geert Keil, Willensfreiheit. Berlin ; New York : de Gruyter, 2007 (Grundthemen Philosophie), S. 73 - 74:
„Dass ich keine Gründe sehen, mich unfrei zusehen oder mein Leben zu ändern, ist eines, dass es keine Gründe gibt, ein anderes. Der Libertarier begnügt sich also nicht mit einem Urteil aus der Ersten-Person-Perspektive der betreffenden Person. Er bindet die Freiheit der Willensbildung an eine Bedingung, die aus der Perspektive der möglicherweise manipulieren Person möglicherweise nicht erkennbar ist. Viele Kompatibilisten argumentieren an dieser Stelle, dass eine solche Freiheit irrelevant sei. Diesem Einwand kann der Libertarier immerhin entgegenhalten, dass kaum jemand, der zwischen beiden Welten wählen kann, ein Leben in Walden Two vorziehen würde. Und auch Menschen, die sich schmerzhaft aus Abhängigkeit befreit haben, etwa aus den Fängen einer Sekte, wünschen sich selten den alten Zustand zurück. Die auf Selbsttäuschung beruhende Freiheitsillusion wird allgemein als bemitleidenswerter Zustand angesehen. Bei Goethe heißt es entsprechend: „Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.“

Viele Kompatibilisten argumentieren mit der Nichtprüfbarkeit des Laplace-Determinismus und fragen, wie eine Determination, von der niemand weiß, unsere Freiheit gefährden sollte. Der sogenannte epistemische Indeterminismus, eine weitere Spielart des Kompatibilismus, behauptet, dass man aus prinzipiellen Gründen von der Determiniertheit der jeweils eigenen zukünftigen Entscheidungen nicht wissen kann. Derr Grund dafür besteht für Donald MacKay in dem Umstand, dass meine Einsicht in den eigenen aktuellen Gehirnzustand diesen ändern würde. Für uns Sterbliche ist Wissenserwerb ein Vorgang, der Zeit braucht und von Veränderungen im Gehirn begleitet ist. In dem Augenbick, in dem ich Wissen über meinen Gehirnzustand erworben habe, sei dieser schon wieder veraltet und könne selbst bei Wahrheit des Determinismus nicht für akkurate Vorhersagen verwendet werden. Der epistemische Indeterminismus argumentiert weiter, dass die Nichtvorhersagbarkeit der jeweils eigenen Entscheidungen eine notwendige Bedingung der Willensfreiheit ist. Für Wittgenstein ist die Bedingung sogar hinreichend. Willensfreiheit bestehe darin. Weitere Vertreter des epistemischen Indeterminismus neben MacKay und Wittgenstein sind Max Planck, Moore sowie in jüngerer Zeit Habermas und Bettina Walde. Eine Spielart des Kompatibilismus ist der epistemische Indeterminismus, weil die Unmöglichkeit der Vorhersage eigener Entscheidungen nicht erfordert, dass die Entscheidung objektiv indeterminiert ist.

Die meisten epistemischen Indeterministen sind der Auffassung, dass Willensfreiheit keine Tatsachenfrage, sondern eine Frage der Perspektive ist. So gilt MaxPlamck zufolge: Von außen, objektiv betrachtet, ist der Wille kausal determiniert; von innen, subjektiv betrachtet ist der Wille frei.“ Hierin ähnelt der epistemische Indeterminismus aspektdualistischen Auffassungen zum Leib/Seele-Problem. Demgegenüber halten Libertarier Willensfreiheit für eine robuste Tatsache, die nicht auf Perspektivendifferenz beruht. Sie lehnen es ab, die Freiheit einer Willensbildung auf die jeweilige Erste-Person-Perspektive zu relativieren, selbst wenn niemand diese Perspektive verlassen kann. Der libertarische Freiheitsbegriff wird von Kompatibilisten deshalb häufig als metaphysisch bezeichnet.“

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S. 78: „Kompatibilisten lehnen einen „starken“ Freiheitsbegriff, der alternative Möglichkeiten erfordert, ab, halten aber typischerweise an anderen Freiheitsmerkmalen wie Urheberschaft, Willentlichkeit, Zurechenbarkeit und Zugänglichkeit für Gründe fest. Allen einschlägigen Freiheitsmerkmalen trüge der Kompatibilismus Rechnung, nur die Annahme alternativer Möglichkeiten müsse aufgegeben werden. Auf diese Auffassung reagieren viele Libertarier dadurch, dass sie verschiedene Arten von Freiheit unterscheiden. Nachdem sie die kompatibilistische Freiheit durchaus würdigen, behauptet sie die Existenz einer zusätzlichen Art von Freiheit, die der Kompatibilismus nicht rekonstruieren kann.“

S. 78 – 79: „Im Licht des Gesagten erscheint diese Linie zu defensiv. Das Argument des Libertarismus sollte nicht lauten, dass es neben den vom Kompatibilismus zugestandenen Freiheiten noch andere gibt, sondern dass selbst die vermeintlich anspruchslosen Freiheiten in einem deterministischen Universum bei Licht betrachtet nicht existieren, sondern die Existenz alternativer Möglichkeiten voraussetzen. Kompatibilisten sprechen weiterhin von Entscheidungen und Handlungen, von Personen als aktiven Urhebern ihrer Handlungen, vom Vermögen des Innehaltens (Beckermann), sogar von personaler Autonomie (Pauen), sie machen aber nicht verständlich, wie all dies mit einem physikalischen Praedeterminismus vereinbar sein soll. Allgemein unterschätzen Kompatibilisten das Ausmaß, in dem der Determinismus die Grundbegriffe und –annahmen unseres gewöhnlichen Weltverständnisses untergräbt, wobei ihnen zugute kommt, dass sie mit einem blassen, unkonturierten Determinismusbegriff arbeiten.“

S. 79: „Unsere gewöhnliche Rede über Handlungen, Überlegungen und Entscheidungen ist im Rahmen der selbstverständlichen vortheoretischen Annahme entstanden, dass die Zukunft offen und beeinflussbar ist, und dass wir im Handeln eine dieser Möglichkeiten ergreifen. Wer diese Annahme zurückzieht, weil er den Weltlauf für alternativlos fixiert hält, sollte besser von Quasi-Entscheidungen, Quasi-Überlegungen, Quasi-Fähigkeiten und Quasi-Freiheit sprechen.“

Im Internet ist das eine oder andere zu finden, aber ich rate, auch Bücher aus einer Bibliothek heranzuziehen (vielleicht gibt es dort auch wissenschaftliche Fachzeitschriften).

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@Albrecht

VIELEN DANK, dass Du dir so viel Mühe gemacht hast, mir zu helfen. Es ist eine große Hilfe. Ich werde mich daran halten und mich bei Fragen wieder an Dich wenden. :)

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Wahnsinn. Philosopische Erwägungen auf dieser hohen Stufe gehören nicht in eine Schule. Oder ist es eine hochakademische Philosophenschule?

Wohl liegt es daran, dass es zuwenige Stellen für Philosophen gibt, weshalb sie in Schuldienst gehen und die Schüler plagen. Abwählen.

Naja, was heißt "hohe Stufe". Verständlich ist es für mich noch, wenn auch in den schwierigeren Fällen nur oberflächlich. Gewählt wurde von mir der Ethik-Kurs, da ist das standard. Determinismus, Handlungs-/ Willensfreiheit usw wurde alles schon behandelt.

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@dadumper

"Verständlich ist es für mich noch, wenn auch in den schwierigeren Fällen nur oberflächlich."

Du verstehst die Sätze, aber kaum den Inhalt. Du wirst auch nicht richtig daran interessiert sein. Das ist einfach zu schwere Kost für junge. Fängt ihr in der Physik ebenso mit der Quantenchromodynamik oder der Allgemeinen Relativitätstheorie an?

Der Determinismus wurde ja endgültig vor knapp 100 Jahren im Rahmen der Quantenphysik erledigt. Es wäre typisch, wenn dein Philo-Lehrer das nicht wüsste. Wenn der Det. richtig wäre, dann könnte nichts grundsätzlich Neues entstehen, die Welt wäre erstarrt. Und hätte gar nicht erst entstehen können. Vor wenigen Jahren wurde sogar bewiesen, dass Fliegen indeterministisch fliegen.

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@Tigrillo

"Verständlich ist es für mich noch, wenn auch in den schwierigeren Fällen nur oberflächlich."

Naja wenn das so ist, dass du dieser Aussage entnehmen kannst, dass es sich bei der genannten "Oberflächlichkeit" um reine Aussageverständnis geht und die inhaltliche Verständnis verneint. soso. Zudem geht es bei der Behandlung von Determinismus und anderen Auffassungen nicht darum, Anhänger derer zu werden sondern nur diese Materie begreifen zu können und einen groben Einblick zu bekommen. Das ist wohl der Sinn von Schule. Verstehen können und nicht glauben müssen.

Nein richtig, ich bin nicht interessiert an Philosophie und Ethik, deshalb habe ich auch den Kurs Ethik und das Seminar "Philosophie und Film" gewählt. Verständlich.

Ob das zu schwere Kost für Junge ist, hast in dem Fall jedoch nicht Du zu entscheiden sondern das Kultusministerium. Und ja, genau richtig ! In Physik behandeln wie die Allgemeine Relativitätstheorie u. Ä. Nicht umsonst befinde ich mich im G8 Oberstufe eines bayrischen Gymnasiums.

Aber noch einmal Danke für deine durchaus hilfreichen Beiträge.

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