Elektrischer Kurzschluss?

7 Antworten

Wenn man einen 220V Leiter berührt, kommt es dadurch nicht zu einem Kurzschluss sondern es kann zu einem Stromfluss über den Körper kommen. Die (biologische) Wirksamkeit ist abhängig von der Spannungshöhe und der Stromstärke, sprich der Leistung, die über den Körper fließt.

Problematisch sind Stromflüsse über das Herz, da dieses auch nur per elektrischen Impuls gesteuert wird. Hierfür reichen schon relativ geringe Stromstärken, um es aus dem Takt zu bringen.

Wenn der Strom NUR von einem Finger zum anderen der gleichen Hand fließt, so hat er dort nur Einfluss auf die Nerven, die z.B. die Muskeln steuern, Stichwort: Krampf. Dazu sind jedoch die Ströme zu gering.

rein theoretisch hast du in der tat recht. es geht ja effektiv nur um den fließenden strom, die spannung ist dabei nur das mittel zum zweck. sie treibt den strom also durch die leitung. oder in diesem falle durch den körper.

wenn du die finger ausreichend nass machst, und die kontakte feste genug anpackst, dann merkst du übrigens auch eine 9 volt batterie deutlich. auch wenns nicht gefährlich ist, unangenehm kanns werden.

lg, Anna

Nein, bei 1 A würde wohl Deine Hand verbrennen, aber so weit kann das nicht kommen bei einer Batterie mit 1,5 Volt. Bei einem vollkommenem Kurzschluss, d.h. bei 0 Ω Außenwiderstand, liegt in dem Stromkreis ja noch der Innenwiderstand der Batterie. Und der ist groß genug, um die Stromstärke ganz klein zu halten. Mit der Zungenspitze kannst Du das gerade spüren.

Servus,
rechnerisch hast Du mit dem einen (1A) Ampere recht. Allerdings hat die Steckdose eine Wechselspannungsquelle und die Batterie ist eine Gleichspannungsquelle, dass nur am Rande. Wechselspannung ist für den Menschen gefährlicher.
Wenn Du willst, kannst Du einen 'beinahe' Kurzschluss "schmecken". Nimm eine 9V Blockbatterie und halte Deine Zunge so, dass Du gleichzeitig beide Pole berührst. Es wird auf der Zunge kribbeln.

Woher ich das weiß:Hobby – Meine Beiträge sind keinesfalls rechtsverbindlich!

Peppie kommt der Beantwortung am nächsten.

Du solltest eines in Betracht ziehen:

Die menschliche Haut ist ein dynamisches Gebilde. Im 'Ruhezustand', gemessen mit einem üblichen Ohm-Meter beträgt der elektrische Widerstand einige hundert KiloOhm. Nur jetzt kommt die Spannung in die Betrachtung. Die Spannung bis etwa 40, 50 Volt reicht noch nicht zu einem Durchschlag der Lederhaut, der äußeren Schicht. Kleinkinder haben geringe Lederhaut-Dicken und da kann bereits ein Durchschlag erfolgen. So werden auch Modell-Eisenbahnen mit max. 20 Volt betrieben.

Natürlich kann man sich verletzen: auch ich prüfe gelegentlich die Funktionalität einer 9 Volt F22 Blockbatterie mit der Zunge ...

Das gefährliche an dem Stromfluss ist nun, dass - je höher die elektrische Spannung - die Isolationsstärke der menschlichen Haut nicht mehr ausreicht, je ein Strompfad an beiden Elektroden-Enden entsteht und nun der Strom in der sehr leitfähigen, feuchten Unterhaut fließt. Damit sinkt der Leitwiderstand erheblich.

Würdest du nun nach einem kurzen Überschlag nur 1,5 Volt anlegen, so könnten sogar 'deine' 1 A erreicht werden. Tatsächlich sind dann auch mit üblichen Ohm-Metern nur wenige Ohm messbar. Niemals ausprobieren!

Es entstehen Eiweiß-Schädigungen im Gewebe, Vergiftungen durch chemische Elektrolyse.

Ist das verstanden?

Mein Klassenkamerad hat sowas nicht überlebt, allerdings mit - damals - 220 V AC.

Selbst gebastelte Verlängerungsleitung, Bohrmaschine mit Metallgehäuse in der linken Hand, Sandalen und in einer Pfütze stehend; eingeschaltet und er war sofort tot.

Abgesehen vom Strompfad (Herz oder nicht) geschieht beim Stromunfall noch die Muskelverkrampfung, mittels derer die Elektroden noch fester umschlossen werden.

Man sollte sich - besonders als Ersthelfer - intensiv mit den >>> UVV befassen.

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