Einwohnerzahlen von Ländern im 18. Jahrhundert

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Vor dem 19. Jahrhundert hat es keine genauen Volkszählungen der Bevölkerung eines ganzen Staates gegeben. Angaben sind Schätzungen, die auf teilweisen Erfassungen beruhen, z. B. Anzahl der Steuerzahler.

Ein Bevölkerungszuwachs geschah bei einigen Staaten vor allem durch territoriale Expansion.

Josef Ehmer, Bevölkerung: In: Enzyklopädie der Neuzeit: Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachwissenschaftlern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Band 2: Beobachtung – Dürre. Stuttgart ; Weimar : Metzler, 2005, Spalte 104 – 106 enthält einige Angaben (bezogen auf das gegenwärtige Territorium) :

England: 1750 6 Millionen, 1850 17 Millionen
Frankreich: 1750 24 Millionen, 1850 36 Millionen
Deutschland: 1750 18 Millionen, 1850 35 Millionen
Norwegen: 1750 0, 6 Millionen, 1850 1, 4 Millionen
Dänemark: 1750 0, 8 Millionen, 1850 1, 4 Millionen
Schweden: 1750 1, 7 Millionen, 1850 3, 4 Millionen

in einem Vergleich:

Frankreich: 1707 19 Millionen, 1789 26 Millionen, 1856 36 Millionen
Rußland: 1719 15 Millionen, 1795 37 Millionen, 1850 57 Millionen
Habsburgermonarchie: 1700 16 Millionen, 1754 24 Millionen, 1857 38 Millionen
Preußen: 1700 2 Millionen, 1816 10 Millionen, 1871 25 Millionen

Massimo Livi Bacci, Europa und seine Menschen : eine Bevölkerungsgeschichte. Aus dem Italienischen von Rita Seuß. München : Beck, 1999 (Europa bauen), S. 18 – 19

Irland: 1700 2, 5 Millionen, 1750 Millionen 1800 Millionen
England: 1700 4, 9 Millionen, 1750 5, 8Millionen 1800 5, 3Millionen
Norwegen: 1700 0, 52 Millionen, 1750 0, 64 Millionen 1800 0, 86 Millionen
Schweden: 1700 1, 37 Millionen, 1750 1, 78 Millionen 1800 2, 35 Millionen Niederlande (Holland genannt): 1700 1, 9 Millionen, 1750 1, 9 Millionen 1800 2, 1 Millionen
Frankreich: 1700 22, 6 Millionen, 1750 24, 6 Millionen 1800 29, 3 Millionen
Deutschland: 1700 16 Millionen, 1750 17 Millionen 1800 24, 5 Millionen
Rußland: 1700 16 Millionen, 1750 25 Millionen 1800 39 Millionen
Italien: 1700 13, 5 Millionen, 1750 15, 8 Millionen 1800 18, 3 Millionen
Spanien: 1700 12, 5 Millionen, 1750 14, 6 Millionen 1800 19, 5 Millionen

S. 174 – 175 zum Jahr 1800:

Großbritannien: 10.834.000
Deutschland: 24.5000.000
Rußland: 39.000.000
Österreich-Ungarn: 24.000.000
Frankreich: 26.900.000
Italien: 18.124.000 Spanien: 10.745.000

Die angegebenen Einwohnerzahlen des Russischen Reiches scheinen sich auf den europäischen Teil zu beziehen.

Thomas S. Bohn, Demographie, Bevölkerungsentwicklung. In: Studienhandbuch Östliches Europa. Band 2: Russisches Reich und Sowjetunion. Herausgegeben von Thomas M. Bohn u.md Dietmar Neutatz. Köln ; Weimar ; Wien : Böhlau, 2002, (Böhlau-Studienbücher : Grundlagen des Studiums), S. 34:
„Verlässliche demographische Daten für das Russische Reich liegen erst seit der Volkszählung von 1897 vor. Anhand der seit 1719 in unregelmäßigen Abständen erfolgten Erfassungen der Steuerzahler (sog. „Seelen"-Revisionen) lassen sich immerhin Hochrechnungen anstellen. Für das 16. und 17. Jahrhundert sind unter Zugrundelegung von Grundbüchern (piscovye knigi) und Hofinventarisierungen (perepisnye knigi) lediglich Schätzungen möglich. Für die Mitte des 16. Jahrhunderts schwanken die Angaben in der Fachliteratur zwischen 6,5 Mio. und 9 -10 Mio. Einwohnern. Über die Höhe der Bevölkerungsverluste während der * Wirren (Smula) herrscht ebenfalls Unklarheit. Eventuell erfolgte im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts ein Rückgang der Gesamtbevölkerung von 11-12 Mio. auf 7,5 - 8 Mio. Bis 1678 ist dann wieder von einem Anstieg der Bevölkerung auszugehen, deren Höhe auf eine Zahl zwischen 10,5 Mio. und 13 Mio. geschätzt wird. Über die Opferzahl des * Nordischen Krieges wird genauso kontrovers diskutiert. Plausibel erscheint die Annahme, die Bevölkerungsentwicklung habe während der Herrschaftszeit Peters I. stagniert. Zuletzt wurde die Bevölkerungszahl des Russischen Reiches für das Jahr der umstrittenen Seelenrevision von 1719 jedoch wieder auf 15,6 Mio. beziffert. Im Folgenden stieg sie über 37,4 Mio. im Jahre 1796, 74,5 Mio. im Jahre 1858 und 128,9 Mio. im Jahre 1897 auf 178,4 Mio. im Jahre 1914 an.“

Christian Pfister, Bevölkerungsgeschichte und historische Demographie 1500 - 1800. München : Oldenbourg, 1994 (Enzyklopädie deutscher Geschichte ; Band 28), S. 10 (bezogen auf das gegenwärtige Territorium):
Deutschland: 1700 14, 1 Millionen 1750 17, 5 Millionen 1800 22 Millionen
Österreich: 1700 2, 1 Millionen, 1750 2, 8 Millionen, 1800 3, 1 Millionen
Schweiz: 1700 1, 2 Millionen, 1800 1, 7 Millionen

Im 18Jh. wurden in Russland keine Volkszählungen nach heutigem Mass durchgeführt. Die Erhebung wurde rein zu steuerlichen Erfassung gemacht. Sprich es wurden steuerpflichtige Haushalte gezählt, nicht einzelne Menschen. Aus diesem Grund waren die erhobenen Daten a. ungenu wenn man auf die GEsamtbevölkerung schliessen will; b. verfälscht durch Steuerhinterziehungsversuche(auf vielen Ebenen. Wer nicht werfasst ist muss auch nicht zahlen. Wenn ein Beamter x Haushalte in seiner Gegend hat so muss er sich für steuereinnahmen von x Haushalten verantworten. Da ist weniger mehr für ihn.) Die Erhebung unterm Peter I. von 1722 ergab 5 Millionen ungef. Mit der Grössenordnung muss man rechnen. wie gesagt genauere Anagben gibt es nicht..

Spanisch probleme (welche zeitform soll ich benutzen)?

hey leute ich muss diesen text ins spanische übersetzten (castellano) und hab keinen plan was für zeitformen ich da reinklatschen soll wenn ihr mir helfen könntet wäre ich euch sehr dankbar :)

Die damalige einheimische Kultur wurde im 16. Jahrhundert durch die Spanischen Kolonien vertrieben. 1650 wurde diese Kultur entgültigt vom Land vertrieben. Durch ihre Lage war Puerto Rico ein Schlüsselpunkt für Spanien, weil sie von dort aus andere Inseln besetzen konnten. Vom 16.-18. Jahrhundert brachen diverse Kriege zwischen Spanien und anderen europäischen Ländern aus. Puerto Rico war ein wichtiger zwischenhalt für die Reise von Europa nach Kuba/Mexiko und Mittelamerika. Im 19. Jahrhundert endete der Krieg zwischen Spanien und Amerika. Puerto Rico und Kuba waren zu der Zeit die letzten Kolonien Spaniens und damit Stützpunkte für die Eroberung von US gebieten. 1898 beanspruchte die USA Puerto Rico für sich. Auch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war geprägt von Krieg. Seit ca. 500 Jahren ist der politische Status von Puerto Rico umstritten.

1809 unterstützte die Bevölkerung von Puerto Rico Spanien gegen Napoleon, denn ihre Loyalität galt immernoch dem spanischen König. Durch die Verfassung von Cadiz erhielt Puerto Rico 1812 die Staatsbürgerschaft. Nach Napoleon wurde diese Verfassung ungültig und Puerto Rico wurde wieder zur Spanischen Kolonie. Durch die Revolution in Kuba gab es am Anfang des 20. Jahrhunderts Verhandlungen, welche dazu führten, dass die USA Kuba, Puerto Rico und die Philippinen für 20 million Dollar den Spaniern abkaufte.

Auswirkung: Puerto Rico wurde nach den Verhandlungen zu Porto Rico umbenannt. 1932 wurde die Insel wieder zu Puerto Rico umbenannt. Die Währung war vor den Verhandlungen Peso und nach diesen dann der US-Dollar. Außerdem erhielten die Puerto Ricaner Bürgerrechte, Bildung und eine gute Infrastruktur wurde aufgebaut.

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