Einseitige Privatinsolvenz. Wer hat Erfahrung?
Hallo zusammen Mein Mann und ich leben getrennt und haben gemeinsame Schulden. Jetzt will er in die Privatinsolvenz. Ich weiß, dass alle Kreditverträge gekündigt werden. Mir bleiben nach Abzug aller Fixkosten (ohne Miete) knapp 600 Euro über. Habe ich die Möglichkeit mich selber mit den Banken auf Ratenreduzierung zu einigen oder soll ich mir doch besser einen Anwalt oder einen Schuldnerberater bei Seite ziehen? Privatinsolvenz schiebe ich noch weit von mir weg. Aber wenn ich nicht erreichen kann, kann ich diese nicht ausschließen. Ich weiß dass es negative Schufaeinträge gibt und wie der Ablauf ist. Vllt. Hat jmd bereits Erfahrung mit dem Thema machen müssen und kann mir vllt Tips geben...
4 Antworten
Habe ich die Möglichkeit mich selber mit den Banken auf Ratenreduzierung zu einigen oder soll ich mir doch besser einen Anwalt oder einen Schuldnerberater bei Seite ziehen?
Können kannst du viel. Melde dich frühzeitig bei den Banken, signalisiere, was geht und was nicht geht.
Übrigens: Wenn die Banken sich quer stellen, denke ggf. über eine Umschuldung nach.. Sollten die jetzigen Schulden noch alte Zinssätze jenseits der 5%-Marke aufweisen, kann eine Umschuldung unterm Strich durchaus Sinn ergeben. Im Moment sind die Zinsen im Keller.
Wenn du 600€ im Monat über hast sind das natürlich trotzdem einige Jahre (mit Zinsen vielleicht 10 Jahre) bis du auf die 60tsd € kommst. Da steht hoffentlich beispielsweise eine Immobilie als Gegenwert, die du auch bewohnst? Dann ergibt die PI natürlich wenig Sinn, weil dann die Immobilie weg ist.
Wenn es aber wirklich Schulden sind ohne irgendeinen Gegenwert, stellt sich die Frage, wie viel bei dir pfändbar wäre. Dann ergäbe auch für dich eine Privatinsolvenz rechnerisch eventuell Sinn.
Bei uns war es so , dass ich mich für die Privatinsolvenz entschlossen hatte . Mein Ex-Mann nicht .
Es gab / gibt verschiedene Kredite .
Die gemeinsamen Kredite ( eine Immobilenfinanzierung , Haus wurde mit Minus verkauft , Vorfälligkeitszinsen kamen hinzu . Und ein Bausparkredit ) zahlt mein Ex- Mann weiter ab . Mein Anteil davon floss mit in die Insolvenz ein . Das heißt mein Ex ist auch einer meiner Gläubiger . Meine eigenen Schulden ( man hat's ja versucht irgendwie durchzukommen , die Banken haben auch gerne geholfen ^^ ),wurden mir gekündigt , die gemeinsamen Kredite jedoch nicht .
Ob du dich da nun mit der Bank einigen kannst , es schaffst mit deinen 600€ die Kredite zu bedienen , musst du selbst wissen .
Mein Ex schafft es nur augenscheinlich, denn die Realität sieht so aus , dass sein Konto jeden Monat bis ans Limit und darüber hinaus überzogen ist . Dennoch scheint ihm die " Flexibilität " wichtig zu sein . Wie oft drückt die Bank ein Auge zu? Ach .....wir erhöhen nochmal den Dispo !. 2017 hat er dann die Kredite bezahlt , steht aber vor einem neuen Berg Schulden ! Ich hingegen bin 2018 mit der Inso durch und frei von Schulden .
Das heißt für mich aber auch wenn das Konto leer ist , ist es leer ! Kein extra Scheinchen . Man gewöhnt sich daran , glaub mir .
dein ex-partner kann in PI gehen. dann werden die gläubiger versuchen ihre forderungen bei dem zu holen- der nicht in PI ist. also bei dir. wie es im genrellen weiter eght must du für dich selber entscheiden.
ich kann dir nur sagen, das ich als Alleinerziehender vater, den schritt nie bereue in PI gegangen zu sein. ich habe dadurch auch keine nachteile kennengelernt, da ich mit dem thema offen umgehe.
Wie hohe Schulden sind es?
Okay, hatte ich falsch verstanden.
Was heißt "Ratenreduzierung"? Dass du generell weniger zurückzahlen musst? Das wird definitiv nicht passieren. Oder weniger pro Monat aber länger#?
Dann bleibt dir nichts anderes als die PI übrig. Wie willst du das von deinem mageren Einkommen abzählen?
Was heißt mageres Einkommen? Ich verdiene schon ordentlich. Deshalb hatte ich an evtl Ratenreduzierung gedacht. Mit Unterstützung und richtigen Argumenten würde man bei den Banken evtl ein entgegen kommen erreichen