Privatinsolvenz wurde aufgehoben & seit dem nichts mehr von meinen Schulden gehört?

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5 Antworten

Die PI wird nach dem Schlusstermin aufgehoben. Das bedeutet, dass dann ab da die sogenannte Wohlverhaltensperiode beginnt.

Diese endet dann entsprechend nach der vorgesehenen Zeit mit der Restschuldbefreiung (so man sie beantragt hatte) oder auch nicht.

während der Wohlverhaltensperiode gibt es Obliegenheiten von dir. Insbesondere musst du normalerweise auch einen Umzug dem Gericht mitteilen. Teilst du diesen Umzug nicht mit, oder Arbeitgeberwechsel etc., kann es sein, dass dir am Ende die Restschuldbefreiung versagt wird und du damit am Ende von der Insolvenz außer Kosten nichts mehr hast. Die Schulden bleiben.

Wer hat dich in die Insolvenz begleitet? Hat dich dieser jemand (Anwalt/Schuldnerberatung) nicht vernünftig aufgeklärt? Kontaktiere schleunigst deinen ursprünglichen Schuldnerberater und bitte um Rat bzw. Klärung, was nun Sache ist.

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Ein Insolvenzverfahren wird immer aufgehoben wenn die Masse verteilt wurde. Das ist bei Privatpersonen im Regelfall nach spätestens einem Jahr soweit. Danach läuft noch die restliche Zeit der Abtretungserklärung ehe die Restschuldbefreiung erteilt wird.

Aber auch in diesem Zeitraum solltest du eigentlich mit dem Treuhänder in Kontakt stehen, daher arbeitet dieser entweder extrem im Hintergrund oder du hast einfach keinen Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt o.ä..

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Hab noch was gefunden:

Es gibt unterschiedliche Formen, wie man ein Insolvenzverfahren einleiten kann. So hat z.B. bei einer Firma, Selbstständiger etc. eine Krankenkasse die Möglichkeit das Insolvenzverfahren einzuleiten, wenn der Schuldner nicht mehr die Beiträge zahlt.

Selbstverständlich hat auch der Schuldner die Möglichkeit ein Insolvenzverfahren über sein Vermögen wegen z.B. drohender Überschuldung, drohender Zahlungsunfähigkeit etc. zu beantragen.

Sobald der Antrag bei Gericht eingegangen ist eröffnet das zuständige Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren und nicht, wie unten beschrieben, der Insolvenzverwalter. Bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird alsdann der Insolvenzverwalter bestimmt z.B. ein Steuerberater oder Rechtsanwalt.

Dieser hat dann die Aufgabe zu prüfen, ob man durch ein kontrolliertes Insolvenzverfahren den Schuldner sanieren kann oder auch nicht.

Wird ein Insolvenzverfahren aufgehoben, wie z.B. bei Dir beschrieben, heißt dies, dass eine Regulierung der Schulden mittels Insolvenzverfahren nicht mehr möglich ist. In Deinem Falle heißt es, es war nicht genug Geld da um alle Gläubiger zu befriedigen. Da nicht genügend Geld da war, erspart man sich zugleich auch die Schlussverteilung.

Mit diesem Verfahren ist der Schuldner aber nicht erledigt, wie unten beschrieben. Denn wenn er und dies ist meistens der Fall die Restschuldbefreiuung beantragt hat, wird diese nach Abschluss des Insolvenzverfahrens gerichtlich durch Beschluss angekündigt.

Mit Ankündigung der Restschuldbefreiung, die Du alsdann auch später in ersehen kannst, tritt die Wohlverhaltensphase ein. Nach Ablauf dieser Wohlverphaltensphase wird dem Schuldner wenn er alle Pflichten erfüllt hat, die Restschuldbefreiung erteilt. Dass heißt alsdann, dass der Schuldner dann schuldenfrei ist.

Ein Insolvenzverfahren kann also auch im Vorfeld gut sein um ggfls. eine Firma noch zu retten. Denn der Insolvenzverwalter hat durch Beschluss des Gerichtes soviele Möglichkeiten und kann den Gläubigern auch die Zwangsvollstreckung untersagen, was ja schon ohnehin durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens geschehen ist.

Damit hat der Schuldner alsdann wieder ein wenig mehr Luft.

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Kommentar von RainerBauer
18.04.2016, 02:28

Erst mal danke für deine Mühe :) damit hast du mir ein Stückchen weiter geholfen.

Ich finde es einfach nur komisch das meine Insolvenz aufgehoben wurde und von meinen Schulden nie wieder ein Wort gefallen ist. Ist das normal ? 

Ich will jetzt halt nicht unbedingt auf meine Schulden aufmerksam machen 

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Sind die Forderungen tituliert , verjähren Sie nicht.                      ( Oder erst nach ich glaube 30 Jahren )

Andere Ansprüche verjähren.

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Kommentar von RainerBauer
18.04.2016, 01:41

Was meinst du genau mit tituliert?

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Wenn du Zeit hast, geh zum Anwalt, der auf sowas spezialisiert ist. Für ein beratungsgespräch muss man vielleicht nichts zahlen. Damit hast du keine schlafenden Hunde geweckt und du kannst ruhiger schlafen. Du musst dich aber, meiner Meinung nach, darum kümmern.

Viel Glück 

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Kommentar von RainerBauer
18.04.2016, 01:40

Das habe ich auch schon überlegt zum Anwalt zu gehen, er muss ja aber meine akten anfordern . Somit würde ich die auf mich aufmerksam machen :/ 

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Kommentar von mepeisen
18.04.2016, 09:38

Anwälte arbeiten doch nicht kostenlos.

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