Eine Neurose ist eine individuelle Neurose und Religion ist eine universelle Zwangsneurose?

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4 Antworten

Auch wenn ich der steilen These einer als "universell" deklarierten Zwangsneurose im Umhang der Religion nicht zu folgen vermag –  und trotz der in der klinischen Psychologie bekannten Fälle »ekklesiogener Neurosen«  bei der Patienten unter religiösen Schuldgefühlen leiden – so will ich versuchen den Denkansätzen von Freuds Ideenreichtum kurz aufskizzieren - auch wenn hier mittlerweile ein Religionsstreit zu Gange ist:

Für Freud steht auch hier das unbewusste Schuldgefühl im Vordergrund, das durch spezifische Bewältigungs-, Verdrängungs- und Abwehrmechanismen sich repräsentieren kann, die auf ganz konkrete Ängste (wie Versuchungs-, Erwartungs- und Bestrafungsängste) sich beziehen und die subkausal über den religionsbezogenen „Tatbestand“ der Sünde eingestellt sind. Für Freud liegen Schuldgefühle in aller Regel in der Verdrängung sexueller Triebregungen, vordergründig sieht Freud für religiöse Schuldaufladungen allerdings in sog. „eigensüchtige[n], sozialschädliche[n] Triebe[n]“ mit „beigemengten sexuellen Komponenten“.

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Vielleicht hilft Dir dies, wenn ich Dir zeige wieso Du Dich so fühlst. Ein Problem bedeutet immer, dass ich mich am Gedanken der Vergangenheit festhalte. Etwas was meist schmerzhaft gewesen ist. Wieso aber halte ich dann daran fest? Ich möchte es verstehen, wissen was da wirklich passiert ist und was vielleicht auch Andere dazu gedacht haben. Das lässt mir einfach keine Ruhe. Ist das gut für mich, dass ich es wirklich alles wissen und verstehen will? Ja Ist es auch der richtige Weg um es zu verstehen? Nein Wie kann ich lernen alles zu verstehen und künftig meine Probleme zu lösen, so dass ich auch alles verstehe? Ich denke, also bin ich. Ich fühle oft die anderen Menschen, habe Empfindungen und kann diese aber nicht richtig verstehen. Der Grund dafür ist: Ich kenne meine eigenen Gefühle nicht und verstehe mich selbst nicht. Damit ich das ändern kann, schaue ich mir alles in meiner Vergangenheit an, alle meine Phantasien, alle meine Lügen, alle meine Ausweichungen, weil ich so nicht sein will und muss mich dem stellen, wenn ich verstehen lernen will. Wie geht das? Setze ich mich auf einen Stuhl, etwa 2 Meter von der Wand weg und lerne auf einen Punkt zu schauen, so dass dieser NIEMALS verschwommen zu sehen ist, so dass ich diesen immer klar erkenne, lerne ich im Jetzt und der Realität zu bleiben. Wenn ich das mit Atemübungen begleite etwa 10 Sekunden einatmen, erst Bauch dann Brust, 3 Sekunden anhalte, 10 Sekunden ausatme, erst Brust dann Bauch, 3 Sekunden anhalte, dies etwa 10 mal wiederhole jeden Tag aufs neue immer um die selbe Uhrzeit am besten nach dem Aufstehen, dann bin ich bald bereit beim anschauen und beibehalten des Punktes auf der Wand, dabei an meine Erfahrungen zu denken, nur dass ich mit der Klarheit des Punktes (Gegenwart bleiben, im hier und jetzt) lerne es von aussen zu betrachten und somit von meinen Emotionen der Vergangenheit nicht beeinflusst werde. Allerdings verschwindet dann auch mein Schmerz, die bisherige Triebfeder meines Lebens und ich fühle mich erst leer, wie beraubt. Doch in Wirklichkeit habe ich nur mein Schneckenhaus verlassen und bin jetzt offen die Welt zu sehen und die Empfindungen zu verstehen. Denn vorher war ich immer nur bei mir, meinen Problemen, weil ich dachte verstehen zu wollen. Jedoch wollte ich in Wirklichkeit nur EINES. Mich fühlen, meine Seele und mich lieben. Das tue ich dann. Und ich lerne dann was wirklich ist, weil ich die ganze Welt verstehen kann. Alles Liebe, denke es geschieht

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Für ihn war die Religion schlicht eine Geisteskrankheit. In seiner Schrift "Zwangshandlungen und Religionsübungen" (1907) vergleicht der 51-jährige Arzt das "neurotische Zeremoniell" mit dem religiösen Ritual und kommt zum Ergebnis, daß "die Neurose als eine individuelle Religiosität, die Religion als eine universelle Zwangsneurose zu bezeichnen" sei.

Jop. Genau das sagt er damit aus. 

War halt auch nicht die hellste Kerze auf der Torte... Meiner Meinung nach zeugt es nicht gerade von Intelligenz, einen Glauben als Geisteskrankheit zu deklarieren, aber muss natürlich jeder selber wissen...

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Kommentar von HumanistHeart
13.07.2016, 19:07

Freud war nicht die hellste Kerze auf der Torte. ...Sagt Aaron.

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Kommentar von schnoerpfel
13.07.2016, 19:10

Ich unterhalte mich seit 4 Jahren intensiv mit Muslimen aus Fern-Ost. Glaub mir. Der Islam, den die dort leben, ähnelt einer Geisteskrankheit. Diese Muslime befürworten die Steinigung bei Ehebruch, die Tötung von Apostaten... und zu Homosexuellen meinte letztens ein Indonesier zu mir, dass man ihm seine Neigung abgewöhnen sollte. Wenn dies nicht gelingt, solle er hingerichtet werden.

Arthur Schopenhauer hatte ganz recht, als er sagte: Islam ist die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus.

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Wie verhält man sich denn gegenüber jemandem, der wie ein gläubiger Mensch spricht und argumentiert, jedoch anstelle der Wortes Gott das Wort Marsupilami benutzt? Genau! Man sucht ihm professionelle Hilfe.

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