Dürfen Zeugen Jehovas verhüten?

15 Antworten

""dürfen" - ein Zeuge Jehovas ist ein freier Mensch und entscheidet aus seinem geschulten Gewissen heraus.

Er ist bemüht, zu tun, was ihm sein himmlischer Vater, Jehova, aus wohlwollender Liebe rät. Wir sind nicht gegängelt wie unmündige Kinder, auch wenn Gegner das wiederholt schon so darzustellen versuchten. Im übrigen wird keiner gezwungen, sich den Zeugen Jehovas anschließen.

Geburtenregelung ist Verantwortung jedes einzelnen und dessen Entscheidung überlassen.

Bis in die 1960er war in katholischen als auch protestantischen Kirchen Verhütung verboten. Frauen die verhüteten wurden als Hexen (zum Bsp.: USA, Deutschland, Österreich) abgestempelt, verfolgt und bis zum Tode verurteilt. Erst mit der Erfindung des Kondoms wandelte sich diese gesellschaftliche Ansicht langsam.

Dagegen durften Zeugen Jehovas schon immer verhüten. Denn wird nach dem Sex verhindert, dass der männliche Same in die weibliche Eizelle eindringt, entsteht ja auch kein Leben.

Es gibt aber hier auch keine Doktrin oder Weisung, ob jemand Verhüten soll oder nicht. Im Gegensatz zu den rückständigen Kirchen. Fast jährlich wird in Wachturm & Erwachet dieses Thema behandelt, die Entscheidung wird der Person selbst überlassen.

Weitere Infos erhälst du auf der offiziellen Website in der Online- Bibliothek. (Nicht in der einfachen Suchfunktion!)

Hallo Netti1,

ich selber bin ein Zeuge Jehovas. 

Um es kurz zu machen: Ja, es darf verhütet werden - es ist eine Gewissensentscheidung des Einzelnen, wie der das handhabt.

Nach meiner Glaubensüberzeugung muss allerdings eine bestimmte Grenze gezogen werden. Nämlich wo?

Dort wo ungeborenes Leben zerstört wird.

Warum dies:

Folgender Grundsatz aus Gottes Wort:

2. Mose 21:22,Und falls Männer miteinander raufen sollten und sie eine Schwangere tatsächlich verletzen und ihre Kinder wirklich abgehen, aber es entsteht kein tödlicher Unfall, so soll ihm unbedingt gemäß dem, was der Besitzer der Frau ihm auferlegen mag, Schadenersatz auferlegt werden; und er soll ihn durch die Schiedsrichter geben. 23 Sollte aber ein tödlicher Unfall entstehen, dann sollst du Seele für Seele geben, ...

Bereits hier wird deutlich: Das Ungeborene steht unter Schutz!

Weiter hier:

Psalm 139:15 Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, Als ich insgeheim gemacht wurde, Als ich in den untersten Teilen der Erde gewirkt wurde. 16 Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir, Und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben Hinsichtlich der Tage, da sie gebildet wurden Und unter ihnen noch nicht einer da war.

Den Begriff "Embryo" gab es damals nicht. Treffender ist die wörtliche Übersetzung aus dem Althebräischhen. Dort steht: "Zusammengewickeltes mein"

Das erinnert und heute an die DNS-Helix, in der das Erbgut "aufgewickelt" und "verpackt" ist. Damals konnte man das nicht wissen.

Dann weiter:

1. Mose 1:27 . . .Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn. . .

Das Gilt daher auch für das Ungeborene!

Was hat nun der Schutz des ungeborenen mit diesen Überlegungen zu tun?

Nun, es gibt ja die verschiedensten Verhütungsmittel - die alle anwendbar sind - bis auf jene, bei denen ungeborenes Leben vernichtet wird.

Gibt es das?

Dazu sollte man am besten den Frauenarzt des Vertrauens befragen, der dazu fundiertere   Antwort geben kann als ich, was die verschiedenen Methoden anbelangt. 

Soweit ich weis: Bei den Pillen gibt es Unterschiede in der Wirkung. Die einen verhindern den Eisprung (... wäre möglich?), die anderen verhindern die Einnistung der befruchteten (!) Eizelle, also das die befruchtete Eizelle sich im Uterus einnistet und dann "abgeht".

Wie auch immer - es ist eine höchst persönliche Entscheidung, bei der das persönliche (geschulte) Gewissen, die Verantwortung dem Partner, dem "Kind" und gegenüber Gott eine Rolle spielen sollte.

So sehe ich persönlich das.

Beste Grüße

JensPeter

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(Hier muss ich nun erwähnen, dass mir immer schon bewusst war dass seine Mutter Zeuge Jehovas war, jedoch nicht fanatisch oä.. Allerdings kümmerte mich und ihn das genau so wenig. Er war auch nie wirklich daran interessiert und hatte katholisches Glaubensbekenntnis woraufhin er sich auch firmen lies.)

Nach einer mehr oder weniger Kontaktlosen Zeit versöhnten wir uns aufgrund dessen wieder, dass wir beide nicht ewig aufeinander angepisst sein wollten. Jedenfalls hatte er sich in dieser Zeit in der wir keinen Kontakt hatten (und auch schon etwas davor) den Zeugen Jehovas durch einen alten Mann der jedes Jahr zu ihnen nach Hause kamm (wegen was auch immer) immer weiter angenähert. Das störte mich solange nicht bis er anfing mich für seine Sache dort anzuwerben. Ich machte ihm klar, dass es mich nicht interessiere. Zunehmend verhielt er sich auch noch seltsam gegenüber nicht-Zeugen. Zb. wollte er nicht mehr wohin Essen gehen oder so da ihm dort zu viele Leute waren. Jedoch berichte er mir oft wie er mit seinem "Freund" (dem alten Mann) Steak essen war o.ä. Nun ist er bereits so tief drinnen in dieser Szene, dass er bereits gesagt hatte " er dürfte eigendlich nichts mehr mit mir und Felix" unternehmen, aufgrund seiner Ziele die er mit seinen neuen Freunden verfolgt. Letztens haben wir ihn damit konfrontiert, warum er so komisch geworden ist und er meinte die ganze Zeit, er habe die "Wahrheit" gefunden und es sei das beste so zu leben. Auch steht er voll zu solchen Dingen wie Bluttransfuisonen auf keine Fall, Evolution ist Mist, Schwulenfeindlichkeit etc. Nun ist er angefressen da ich seine Zeitschrift , den Wachtturm, den er mir vorbei gebracht hatte nicht gelesen haben. Wir wissen einfach nicht was wir nun machen sollen er ist von der Ideologie der JW voll und ganz überzeugt.

Nebenbei bemerkt: Ich würde mich normalerweise doch als tolerant bezeichnen, jedoch wenn er sagt er dürfe nix mehr mit uns machen usw....

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