Dioden im Drehstromgenerator prüfen

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Ein einfaches Ohmmeter reicht. Die Dioden müssen in eine Richtung einen geringen Widerstand haben und in der anderen Richtung einen Widerstand im Megaohmbereich. Dann sind die in Ordnung. Das heißt: sie dürfen nur die eine Halbwelle durchlassen, für die sie eingebaut sind. Drei Dioden werden von einer Drehstromlichtmaschine um 120° verzögert angesteuert. Daher ergibt sich ein welliger Gleichstrom am Ausgang, der durch die Batterie glatt gemacht wird.

Bei einer Drehstromlichtmaschine gehen die Dioden aber selten kaputt. Eher wahrscheinlich sind da ganz andere Fehler. Ich hatte z.B. mal ein Problem, wobei ich mir selber, aber auch alle Werkstätten die Karten gelegt haben:

Im ausgebauten Zustand war alles OK. Eingebaut auch.... erst mal... bein Gasgeben nach einer Weile aber fiel die Lichtmaschine wieder aus. Ausgebaut und getestet war wieder alles in Ordnung.

Der Fehler war in einer schlechten Lötstelle zu finden. die Schleiferkohlen haben den Strom zwar auf den Rotor übertragen, aber der am Ring eingelötete Draht der Erregerspule im Rotor hatte eine kalte Lötstelle. Bei Drehzahl hob der Draht leicht ab, was die Erregung unterbrach. Wenn die Drehzahl und damit die Fliehkraft weg war und die Lichtmaschine zur Ruhe kam bog sich der Draht wieder zurück und es gab wieder Kontakt. Sowas zu finden ist umständlich, weil auch nicht zu sehen.

Selbst mit einem dicken 500 Watt-Lötkolben war diese kalte Lötstelle nicht so zu beseitigen, dass das auf Dauer gehalten hat. Also hab ich das eingelötet und dann mit einer Hanfschnur um den Rotor den Draht gegen die Wirkung der Fliehkraft gesichert. Damit sich das nicht wieder löst hab ich das noch mit einem leichten Kleber verklebt. Danach hatte ich endgültig Ruhe.

Teste deine Lichtmaschine auf Durchgang und die Dioden ob sie in eine Richtung relativ durchgängig sind und in die andere Richtung sperren, dann ist damit alles ok.

Wenn alle anderen Fehler auch ausgeschlossen sind sollte die LM funktionieren.

Viel Erfolg.

eine duchgebrannte diode erkennt man meist daran, dass sie zwischen annode und kathode keinen spannungsdrop mehr hat. mit einem diodentester (oder multimeter mit entsprechnder funktion lässt sich das recht leicht rausfinden. alternativ: den erregerstrom und den ladestrom mit einem osziloskop beobachten...

lg, anna

Das geht mit einem Multimeter gut, in eine Richtung haben sie einen geringen Widerstand, werden die Messschnüre vertauscht, muß ein sehr großer Widerstand da sein, oder umgekehrt, ist beidseitig Widerstand Null, ist ein Kurzschluß, ist beidseitig kein Widerstand, so ist eine Unterbrechung da! Ω

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