Digitale Audioverbindung, was ist besser optisch oderv koaxial?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Aus meiner Sicht liegt die koaxiale Verbindung vorne. Die Stecker (Cinch) können besser verarbeitet und hervorragend konfektioniert werden. Dahingegen sind die TOS-Link-Stecker aus Plastik. Qualitätsrelevant ist der korrekte Schliff bei der Kunststofffaser. Ist der nicht 100% korrekt, dann treten Übergangsfehler auf.

Mechanisch besser ist das Koaxialkabel auch geschützt. Bei gleichem Werteinsatz bekommt man ein besseres Koaxialkabel. Dabei muss auch nur elektrisch gewandelt werden, beim optischen Kabel kommt noch eine Wandlung hinzu, was mehr Verluste bedeuten könnte.

Hallo BurkeUndCo,

so schnell trifft man sich wieder. Nachträglich vielen Dank für den Stern....handelt es sich noch um die selbe Baustelle?

Die Antwort lautet: Wenn eine Auswahlmöglichkeit besteht, ist die optische Variante immer die bessere Lösung.

Der wichtigste Grund in Verbindung mit Audiotechnik ist die 100%ige Vermeidung von Masseschleifen, auch als Brummschleifen bekannt, da du durch die optische Verbindung eine galvanische Trennung erzielst.

Bei einer digitalen Datenübertragung über ein Kabel werden die Gerätemassen über die Kabelabschirmung miteinander verbunden, was problematisch sein kann.

Dies ist eine Grundregel in der HiFi-Technik, sie gilt ebenso in der digitalen Studiotechnik....überall, wo es um absolute Zuverlässigkeit ankommt, ist das Risiko der Entstehung von Störsignalen zu minimieren....deshalb optische Verbindung, denn das Auftreten von Potentialausgleichsströmen auf den Masseverbindungen hat schon manchen Toningenieur in den Wahnsinn getrieben ;-)

Was ist also besser optisch oder digital?

?? beides ist doch digital. Du meinst wahrscheinlich digitale optische oder drahtgebundene Übertragungstechnik?

Grüße, Dalko

Du hast natürlich recht, ich meinte: "optisch oder elektrisch-koaxial".

Deine Argumente kann ich gut nachvollziehen, aber ganz verstehen tue ich sie nicht, denn gerade in der Studiotechnik werden elektrische Verbindungen - allerdings "balanced" mit XLR-Steckern - als der absolute Standard verwendet. Und Lichtleiter höchsten für wirklich große Abstände.

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@BurkeUndCo

balanced/symmetrisch oder unbalanced/unsymmetrisch kommt in der analogen und digitalen Technik der Signalübertragung vor.

In Tonstudios wird der analoge Teil symmetrisch per Kabel ausgeführt, digitale Signale sind in den von mir geplanten und aufgebauten Tonstudios immer optisch ausgelegt worden, es geht selbstverständlich auch drahtgebunden.

Und Lichtleiter höchsten für wirklich große Abstände.

Das ist nicht korrekt. Bei großen Entfernungen mit Sicherheit, aber bei kleinen Entfernungen auch. Ein Beispiel angebotener Geräte, die in Tonstudios zu finden sind und mit Lichtwellenleiter verbunden werden, und zwar auf kurze Distanz.

http://www.drobilitsch.at/produkte/rme-lichtwellenleiter/

Da sich aber kein Ingenieur freiwillig eine Laus in den Pelz setzt, wird er immer die Lösung wählen, die weniger Probleme macht, und das ist die optische.

Ausführlich werde ich jetzt darauf nicht eingehen, das kannst du in Ruhe nachlesen. Wenn heute geplant und realisiert wird, wird man immer versuchen, so viel wie möglich optisch zu machen.Schau dir entsprechende Elektronik an und welche Verbindungstechniken in den Geräten verbaut sind.

Ein sehr wichtiges Argument ist immer die galvanische Trennung.

Ich verlinke jetzt zu Twisted Pair Kabeltechnik und zu Seiten, die auf symmetrische und unsymmetrische Signalübertragung eingehen und diese Technik gut erklären.

x.sengpielaudio.com/SymmetrischeUndUnsymmetrischeSignaluebertragung.pdf

x.google.de/search?q=balanced+unbalanced+audio&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0CDYQsARqFQoTCL6wiaC0s8cCFUfVcgod0CcOIw&biw=1261&bih=674

auf Seite 34 der Hinweis zur nicht vorhandenen galvanischen Trennung, die man durch Verwendung eines Optokopplers realisieren sollte. Bei optischer Signalübertragung brauche ich diese Modifikation nicht.

x.samson.de/pdf_de/l153de.pdf

über die verschiedenen Verbindungsarten kannst du dich hier informieren, Twisted Pair, Koaxial und Lichtwellenleiter werden miteinander verglichen.

y://de.ccm.net/contents/624-datenuebertragung-die-verkabelung

x.elektronik-kompendium.de/sites/net/0603191.htm

bei Wikipedia im Artikel über Toslink die Vorteile lesen, die Nachteile sind mechanischer Art und beherrschbar

y://de.wikipedia.org/wiki/TOSLINK

Grüße, Dalko

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@dalko

Nochmals vielen Dank für diese informative Argumentation und die interessanten Links.

Alles verstanden und nachvollziehbar.

Spätestens dann, wenn man die galvanische Trennung mittels Optokoppler durchführt, hat die Glasfaaserverbindung natürlich unbestrittene Vorteile.

Meine Frage geht halt genau in die andere Richtung. Wenn die beiben Geräte direkt beieinander stehen und die gleiche Stromversorgung haben, hat dann die rein elektrische Verbindung eventuell Vorteile, eben weil auf die zweimalige Umwandlung Strom- Licht - Strom verzichtet werden kann?

Wahrscheinlich ist diese Frage schon fast esoterisch, weil ich nicht sicher bin, ob ich den Unterschied wirklich hören würde. Aber wenn man versucht bei den Laufwerken den Jitter soweit wie irgendmöglich zu reduzieren, dann ist es sicher auch sinnvoll mögliche Jitter-Quellen zu vermeiden.

P.S. Ich arbeite selbst im Bereich der Signalverarbeitung (nicht im Audiobereich) und habe früher immer auf Optokoppler geschwört. Aber die schaffen die heutigen Übertragungsraten einfach nicht. Und wenn Optopkoppler nur geringere Datenraten schaffen, dann bedeutet das längere Anstiegs- und Abfallzeiten und damit zumindest das Risiko für größeren Jitter.

.

Aber wie gesagt ich kann Deine Arguimente gut nachvollziehen. Keiner im professionellen Bereich (Ausnahme sind Künstler, die soviele Millionen verdient haben, dass sie sich ihr eigenes Privatstudio realisieren) legt wirklich Wert auf das letzte i-Tüpfelchen Klang. Da ist stablies Funktionieren wichtiger, denn Fehlersuche = Zeit = Geld.

Wenn man aber versucht, das letzte Bisschen Klang aus der Anlage herauszuholen ...

Wobei ich hier noch von HiFi rede, High End und Superpreis für Stromkabel gehören für mich in den Bereioch der Esoterik und der Wachträume.

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Es ist nur indirekt das gleiche Thema. Ich versuche meine Analge zu optimieren, und da bleibt das Gerät mit der anderen Frage übrig.

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Die optische Verbindung hat den Vorteil, dass die Geräte galvanisch voneinander getrennt sind - so kommt es nicht zu Brummschleifen o.ä.

Hinzu ist die optische Verbindung fremdeinstrahlungsunempfindlich.

Dafür sind die TOS-Leiter (für die optische Verbindung) etwas steifer.

Meine persönliche Erfahrung ist da völlig  anders: die Glasfaserkabel sind sehr dünn << 1mm Durchmesser und sehr flexibel. Und Koaxialkabel mit guten Cinch-Steckern sind meist auch gut geschirmt und sehr steif.

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