DHL-Paketzustellung: An die Wohnungstür oder nur an die Haustür

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8 Antworten

Wie Vesparoller schrieb: Die erste verschließbare Türe ist das Kriterium. Natürlich ist das in den weitaus meisten Fällen die Haustüre, vollkommen unabhängig davon, wie viele Parteien im Haus wohnen.

Ich kenne gerade diese Problematik sehr gut und gebe den Fahrern absolut Recht, wenn sie manche Pakete mit dem Vermerk "Annahme verweigert" an den Absender zurück schicken. Es ist eine Annahmeverweigerung, wenn der Empfänger die Zustellung nicht an der ersten verschließbaren Türe entgegen nimmt, selbst wenn manche Zustellunternehmen sich da "kundenfreundlicher" geben. Auch bei denen ist der Zusteller selbst vor Ort und entscheidet trotz Dauerüberwachung per GPS selbst.

Kaum ein Fahrer wird es bei alten oder behinderten Menschen verweigern, auch mal in den vierten Stock zu gehen, aber viele Empfänger(innen) hängen gesund (höchstens vielleicht übergewichtig) am Telefon, am PC oder vor dem TV-Gerät während sie Pakete entgegen nehmen und scheinen Angst zu haben, dass sie ein Stückchen Haut verlieren, wenn sie den Hintern mal bewegen sollen.

Da ist Geiz so geil, dass man sich die Waren billigst im Internet bestellt, billigste Zustellgebühren zahlt und dann erwartet, dass noch Zucker in jede erreichbare Körperöffnung geblasen wird.

Die Zusteller haben oft weit über 100 Anschriften anzufahren, stehen unter immensen Druck (weil's alle möglichst billig haben wollen), und immer mehr Empfänger haben zusätzliche Sonderwünsche. Die gleichen ewig-Unzufriedenen sind es oft auch, die lauthals meckern, wenn das Zustellfahrzeug mal eine Minute im Halteverbot oder zweiter Reihe steht, wenn ein Sprinter mal schneller fährt als erlaubt.

Kaum ein Zusteller bei den bekannten privaten Unternehmen kann die vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten, fast alle riskieren ihre Führerscheine (und damit ihre berufliche Existenz, und ihre Gesundheit nahezu täglich. Jeder Empfänger, der über Gebühr aufhält trägt daran Mitschuld.

Ich kenne Zusteller, die um 03:00 Uhr aufstehen, um 05:00 Uhr mit dem Laden beginnen und mit der Entladung ihrer Abholpakete nach 20:00 Uhr fertig, um 21:00 Uhr zu Hause sind — und ihre "Mahlzeiten" zwischen den Zustellungen während der Fahrt einnehmen. Das sind 18 Std. Stress - und die sind nicht so selten, wie man glauben sollte, vor allem in Zeiten höheren Aufkommens.

Auch an diese Zustände darf der Empfänger zwischen all seinen Forderungen mal denken. Die Zustellgebiete bleiben gleich, aber das Paketaufkommen vervielfacht sich. Müssen zwangsweise mal mehr Fahrer eingestellt werden, wird sich das auf die Preise auswirken, ich höre jetzt schon das Gemecker der Dauerfordernden über die "unverschämten" Versandkosten.

Wer besonderes Entgegenkommen verlangt, sollte sowas auch im eigenen Angebot haben.

Auskunft 2017:Pakete müssen:
-bei vorhandenen Aufzug bis zur Wohnungstür des 6. Stocks
-bei keinem vorhandenen Aufzug bis zur Wohnungstür des 4. Stocks gebracht werden.Kleine Päckchen nicht! Nur Pakete. Aussage der telefonischen Auskunft DHL : 0228 4333112
LG

wohnungstür, leider für den paketzusteller, nur wenn du z.b. eine waschmaschine über einen zusteller von den verkäufer bekommst, kann passieren, dass die nur bis "schwelle" zahlen und dass ist dann die haustür.

FrommerPinguin 24.03.2012, 09:14

Kein Paketdienst nimmt eine Waschmaschine als normales Paketgut an.

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An die Wohnungstür. Ist der Empfänger nicht da kann auch an Nachbarn abgegeben werden, sofern die das akzeptieren.

Flyinscotsman 23.03.2012, 17:09

Nein! Der Zusteller macht sich, völlig zu Recht, sogar strafbar, wenn er eigenmächtig das Paket an Dritte aushändigt!

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Peterthb 25.03.2012, 12:18
@Flyinscotsman

Strafbar? "Postgeheimnis? Das klingt nach dem Rechtsverständnis eines Vorschülers. Du solltest dich ein wenig besser informieren, bevor du derartig falsche Behauptungen in den Raum stellst.

(§206 StGB - und immer schön auf den Begriff "unbefugt" achten, eine Inhaltsprüfung ist dann erlaubt, wenn das Paket beschädigt ist, durchnässt ist, die Gefahr besteht, dass der Inhalt zerstört wurde, dass ein gefährlicher Inhalt nicht als solcher deklariert wurde, bei Unzustellbarkeit zur Feststellung des Absenders…)

Wenn der Nachbar entsprechend unterschreibt, ist das rechtlich abgesichert.

Du kannst das deinem Nachbarn verbieten, du kannst das dem Zustellunternehmen untersagen, dann erhält der Fahrer entsprechende Weisung, aber so lange das zuzustellende Paket nicht geöffnet wird, gibt's keine Strafbarkeit.

Wenn es vom Nachbarn geöffnet wird, kann es dem Zusteller sowieso nicht angelastet werden.

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user1245 26.03.2012, 11:46
@Flyinscotsman

@flyinscotsman

IRRTUM!

Völlig falsche Einstellung zu einem Thema, zu dem du keinen Zugang hast...

DHL-Mitarbeiter sind angehalten, Pakete auch bei Nachbarn zu depanieren, unter Einwurf eines besonderen Zettels, wo sich das Paket befindet...

DHL darf nur 3,8% der Pakete nicht zustellen, sonst gibt es Ärger....

Was hast du eigentlich für eine Rechtsauffassung?

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Flyinscotsman 04.04.2012, 03:49
@Flyinscotsman

Nur strafbar ist das, leider, für den Zustelldienst offenbar nicht.

Na toll. Demnach müssten auch für mich bestimmte Briefe bei Nachbarn eingeworfen werden dürfen. Wo ist denn da der Unterschied?

Jemand, der Dinge, die für mich bestimmt sind und mir gehören, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis an Dritte aushändigt, sollte sich damit strafbar machen. Das ist meine Meinung und mit Sicherheit keine verfehlte Rechtsauffassung, auch wenn die Rechtslage offenbar anders ist.

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Der DHL-Mann muss das Paket bis zu dir an deine Wohnungstür bringen bzw. bei einem Nachbarn von dir abgeben, wenn du nicht da bist.

Zwar gibt es inzwischen auch Paketfahrer, bei denen man sich schon fast entschuldigen muss, wenn sie Treppen steigen sollen, aber grundsätzlich ist das eine Frage von Service.

Peterthb 25.03.2012, 11:37

Das muss der DHL-Mann nicht und auch sonst kein Zusteller. Und JA, wenn man selbst zu faul ist, Treppen zu steigen, darf man das bei anderen auch gerne mal würdigen.

Menschen, die zwischendrin mal daran denken, dass ihr Gegenüber auch der menschlichen Art angehört, belohnen besonderen Service. Es sind oft die gleichen Leute, die Trinkgeld geben, wenn ihnen ein Bier über die Theke geschoben wird, aber maulen, wenn ein Zusteller sich (berechtigt) weigert, fünf 30-kg-Pakete in den vierten Stock zu schleppen.

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An die Wohnungstür, sie müssen das Paket ja übergeben und sich den Erhalt vom Empfänger quittieren lassen.

Peterthb 25.03.2012, 11:43

Nein, an die Haustüre - und wenn der Empfänger es dort nicht entgegen nimmt, kann der Zusteller es zurück senden.

Die meisten Zusteller bringen es freiwillig zur Wohnung weil es schneller geht, als fünf Minuten Diskussion, aber wenn das zu oft vorkommt oder zu viel wird, macht der Fahrer auch mal kürzeren Prozess - und das ist sein gutes Recht.

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Entgegen allen anderen Aussagen gilt - Pakete müssen zugestellt werden BIS ZUR ERSTEN VERSCHLIESSBAREN TÜR. In der Praxis ist das meist aber die Eingangstür (also theoretisch unten im Hausflur). In der Praxis sieht's aber so aus - der Paketzusteller braucht ja eine Unterschrift (zumindest in der Regel). Also kommt er auch hoch, um die zu beskommen.

Ich arbeite übrigens im Bereich Versand, habe tagtäglich mit dieser Problematik zu tun bei DHL, Paketdiensten und Speditionen.

Flyinscotsman 23.03.2012, 17:05

Danke für die Antwort. - Tja, allerdings ist immer noch die Frage, was die "erste verschließbare Tür" ist. Denn jemand, der z. B. im 4. Stock eines Hochhauses wohnt, bewohnt ja nicht das gesamte Gebäude.

=> M. E. ist unter "erster verschließbarer" Tür des Adressaten, der ein mehrparteiiges Gebäude bewohnt, die Wohnungseingangstür zu verstehen. Das bedeutet: Der Zusteller muss das Paket bis zur Wohnungseingangstür bringen, ist aber nicht gezwungen, es z. B. ins Wohnzimmer oder die Küche zu tragen.

Die Haustür kann doch nur bei Leuten gemeint sein, die ein eigenes Haus bewohnen.

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wenn du in einem mehrparteien haus wohnst, dann kommt der bis vor die wohnungstüre

Gruß

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