Denken Sünde?!?

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Deiner Frage entnehme ich, daß Du nicht, wie hier empfohlen, auf die Bibel sch...

Find ich gut. Die Sache ist allerdings kompliziert. Also:

Die 10 Gebote zeigen uns in erster Linie, wie wir sein sollen, aber nicht, wie wir es schaffen können. Wir schaffen es ja auch nicht, sondern versagen bei jedem einzelnen von ihnen. Das hat Israel auch schon getan, versagt nämlich. Deswegen gibt es ein Neues Testament, denn wenn wir nur die Gebote halten sollten und auch könnten und es nur von uns abhinge, hätte Jesus sich nicht kreuzigen zu lassen brauchen. Das war aber notwendig, weil wir strukturell unfähig sind. Für moderne, autonome, selbstbestimmte Menschen ist das natürlich furchtbar ärgerlich und störend, aber trotzdem wahr.

Alle bösen Dinge werden uns ja nicht intravenös verabfolgt, sondern kommen aus uns selbst, "aus unserem Herzen", wie die Bibel es nennt. Dazu gehören natürlich auch böse Gedanken. Es wird nicht zwischen bösen Taten und bösen Gedanken unterschieden, weil sich Gott eben für unser Herz interessiert. Schlechte Gedanken sind Sünde genau wie schlechte Taten. Im normalen Strafrecht werden nur Taten bewertet, das kann garnicht anders sein, aber vor Gott ist das anders.

Wenn wir also von unseren Leistungen leben wollten, wären wir im Eimer. Wir leben aber nicht von unserem Gutsein, sondern von Gottes Gnade, und was wir an Gutem tun und denken, ist Dankbarkeit und nicht Zwang. Christ sein ist keine Quälerei, auch nicht auf sexuellem Gebiet.

Super Antwort. Vielen dank!!!

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Die Frage ist ein wenig schwer zu lesen aber ich versuche es trotzdem.

ICh glaube es ist schon eine Sünde wenn man es denkt. Es steht doch in der Bibel die Begebenheit das einer (mir ist der Name entfallen, sorry) eine badende Frau nur von weitem gesehen hat und das Verlangen nach ihr entwickelt hat. Gott hat ihn dann acuh dafür bestraft, weil er schon in Gedanken gesündigt hat.

Ich glaube genauso ist es mit allen anderen Geboten. Ich meine im Allgemeinem darüber nach zu denken ist in Ordnung,w weil man muss sich ja auch über verschiedene Punkte seinen eigenen Standpunkt machen. Aber wenn die Gedanken ins Herz übergehen und du plötzlich anfängst dich gedanklich gegen die Gesetze zu "stellen" dann finde ich ist es schon eine Sünde.

Weil für Gott ist doch die Herzenseinstellung wichtiger als das Handeln. Wobei das Handeln auch mit den Gedanken zusammenpassen sollte.


Basiert auch nicht die Vergebung auf der Herzenseinstellung? Ich glaube man kann doch nur in dem Bereich vergeben indem man auch gesündigt hat.


schnubinski

Es kommt darauf an worum es beim Denken geht. Die Bibel sagt, dass schon vom Denken eine Gefahr ausgeht die zu schlimmeren führen kann und muß.

(Jakobus 1:14-15)"Sondern jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. 15 Wenn dann die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollbracht ist, bringt Tod hervor."

Jesus sagte aber auch z.B., dass man schon im Gedanken Ehebruch begehen kann.

(Matthäus 5:27-28)"Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ 28 Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat."

Also ist es sinnvoll unseren Sinn zu schützen! Die Bibel ist ein Produkt seines Geistes Gottes. Diesen Geist können wir somit vor allem dadurch auf uns einwirken lassen, daß wir die Bibel — möglichst täglich — lesen und studieren (1. Korinther 2:10, 11; Epheser 5:18).

Unseren Sinn und unser Herz mit biblischen Wahrheiten und Grundsätzen zu füllen wird uns helfen, Angriffen auf unser Geistiggesinntsein standzuhalten. Bei Versuchungen zur Unmoral kann uns Gottes Geist biblische Mahnungen und Richtlinien in den Sinn zurückrufen, die uns in dem Entschluß bestärken können, im Einklang mit Gottes Willen zu handeln (Psalm 119:1, 2, 99; Johannes 14:26).

Wir lassen uns dann nicht dazu verleiten, einen verkehrten Weg einzuschlagen (2. Korinther 11:3).

Die Sünde fängt in den Gedanken an. So sagt es Jesus in der Bergpredigt (Matthäus 5-7): "Ich aber sage Euch...". Damit wird das Gebot des Mose, also die 10 Gebote, verschärft.

Ein Beispiel: Ein Genozid (Völkermord) fällt nicht vom Himmel. Er wird vorbereitet. Der Völkermord an den Juden wird gedanklich schon in "Mein Kampf" beschrieben. Aus den Gedanken werden dann klare Planungen. Oder der Völkermord in Rwanda: Da gab es vorher die Propaganda im Radio "Mille collines".

Ich verstehe das so, dass man den Anfängen wehren muss. Zum Beispiel merkt jeder genau, dass er eine Grenze überschreitet, wenn er jetzt so weitermacht mit einer Sache, von der er weiß, dass sie gefährlich ist. Man "rutscht" nicht in irgendetwas rein, und die "tragischen Verstrickungen" haben meistens ganz konkrete Ursachen.

Dein zitierter Diebstahl fängt in den Gedanken an. Du möchtest etwas gerne haben, was Dir nicht gehört. Du kannst diesem Gedanken Raum geben, und dann stiehlst Du eines Tages. Du kannst aber auch sagen, dass Du Dich nicht auf dieses Terrain begeben willst, weil Du das Eigentum eines anderen nicht antasten weillst.

ja, auch gedanken können sünden sein... ich hab grad keine genaue stellenangabe im kopf, aber es gibt auch stellen in der bibel, wo von sündigen gedanken gesprochen wird... und es gibt ja auch noch mehr gebote, die sich auf die gedanken beziehen, z.b. dass man alles mögliche nicht begehren soll... ganz abgesehen davon: selbstbefriedigung an sich kann man kaum direkt als sünde bezeichnen, siehe dazu auch meinen beitrag bei entsprechender frage...

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