DDR und BRD Arbeitslosenquote in einer Statistik?

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10 Antworten

Auf statista.de gibt es sehr viele Statistiken zu so ziemlich jedem Thema. Das einzige Problem ist, dass du wenn du kein Abo hast keinen zugriff auf alle Statistiken hast... Aber die diagramme sind auch immer sehr Übersichtlich und schön. Du kannst dich ja mal dort umschauen ob du was brauchbares findest :)

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Da im "Arbeiter- und Bauernstaat" per Gesetz Vollbeschäftigung herrschte, wird es da wahrscheinlich gar keine ehrliche Statistik geben.

Eine "ehrliche" Statistik gibt es für die BRD aber auch nicht.

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In der DDR gab es gar keine Arbeitslosen, alle waren dort in Beschäftigung

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Kommentar von Brainer03
26.01.2016, 15:53

Kannst du mir sagen warum trotzdem viele Deutsche aus der sowjetischen Besatzungszone geflohen sind?

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Kommentar von FantaFanta76
26.01.2016, 16:44

Hast du gar keine Ahnung von Geschichte? In der DDR war es ja nicht so, dass die Leute traumhafte Jobs hatten, sondern sie waren halt manchmal einfach nur beschäftigt. Die DDR war ein Riesenknast! Man durfte nichts!

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Du wirst für die DDR keine Angaben finden. Offiziell gab es dort keine Arbeitslosen, allenfalls bestand eine verdeckte Arbeitslosigkeit (s. Text unten). Eine Statistik für die Bundesrepublik ab 1950 findest du hier:   

http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47242/arbeitslosigkeit    

Das Missverhältnis zwischen Arbeitsplätzen und Arbeitskräften führte
bereits wenige Jahre nach dem Mauerbau des 13. August 1961 dazu, dass offene Arbeitslosigkeit in der DDR als eine absolute Randerscheinung galt. Obgleich einige Anhaltspunkte dafür sprechen, dass es auch in der DDR trotz oder gerade wegen des im Artikel 24 Abs. 1 der Verfassung festgeschriebenen Rechts auf Arbeit eine gewisse verdeckte Arbeitslosigkeit gegeben hat – Gürtler, Ruppert und Vogler-Ludwig (1990) verorten diese bei rund 15 Prozent [1] – fiel die Arbeitslosigkeit im Vergleich mit der BRD dennoch gering aus.

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Kommentar von PeVau
28.01.2016, 21:21

eine gewisse verdeckte Arbeitslosigkeit gegeben hat – Gürtler, Ruppert und Vogler-Ludwig (1990) verorten diese bei rund 15 Prozent [1]

15 Prozent? Das wäre ja ungefähr jeder Siebente im erwerbsfähigen Alter und Zustand. Ist da vielleicht ein Komma verloren gegangen? Eine solche Arbeitslosenquote hatte ja noch nicht einmal die alte Bundesrepublik. Diese Frage wird sich hier aber kaum klären lassen.

Erleuchtung, wie die Autoren auf verdeckte Arbeitslosigkeit kommen, bringt aber die Fußnote zu dieser Zahl.

Diese hohe verdeckte Arbeitslosigkeit ergibt sich aus dem Umstand, dass Unternehmen in der DDR in großem Umfang auch dann Personen beschäftigten, wenn diese im Prinzip nicht gebraucht wurden. Im Unterschied zur BRD wurden diese Personen nicht arbeitslos, sondern waren weiterhin in die Betriebe integriert.

In der von mir verlinkten Antwort von Homunculus wird auf diesen Aspekt aber auch eingegangen.

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Es gab in der DDR keine Arbeitslosen.

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Der SED-Staat verbriefte nicht nur das Recht auf Arbeit, sondern legte auch jedem Bewohner ab 1968 (neue Verfassung) die Pflicht auf, an der Erarbeitung des gesellschaftlichen Reichtums aktiv teilzunehmen. Niemand sollte über arbeitslose oder nicht durch eigene Kraft erwirtschaftete Einkommen verfügen. Da es in den 1950er und abnehmend in den 1960er Jahren in der DDR noch Privatbetriebe gab, die Pleite gehen konnten, und bis zum Mauerbau bis zu 50 000 sogenannte Grenzgänger, die in Ost-Berlin und im Berliner Umland wohnten, aber in West-Berlin arbeiteten, konnte Arbeitslosigkeit ganz offiziell vorkommen. Überwiegend herrschte aber wegen des Sogs und der aktiven Abwerbung vor allem qualifizierter Arbeitskräfte aus dem westlichen Wirtschaftswunderland Arbeitskräftemangel. Deswegen konnten auch nach dem Mauerbau die über Nacht arbeitslos gewordenen Grenzgänger relativ schnell mit Arbeitsplätzen versorgt werden. Ab Mitte der 1970er Jahre verloren dann nicht wenige in den Westen offiziell Ausreisewillige wegen angeblicher Sicherheitsrelevanz ihren Arbeitsplatz, was wiederum zu zeitweiliger Arbeitslosigkeit führen konnte. Die Statistik der Ausreisewilligen sagt deswegen möglicherweise auch etwas über Arbeitslosigkeit aus. Letztlich kam auch gelegentlich Arbeitslosigkeit wegen Berufsverbots aus politischer Unbotmäßigkeit vor.

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Offiziell hat es in der DDR keine Arbeitslosen gegeben. Analysen dieser Art dürften also ein schwieriges Unterfangen sein.

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Die wirst du nicht finden. Gemäß Propaganda gab es in sozialistischen Staaten keine Arbeitslosen. Das war ein kapitalistsischer Auswuchs. Der Sozialismus in seinem Lauf... äh hatte Vollbeschäftigung.

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Ich muß dich leider enttäuschen denn die DDR hat immer geleugnet das es Arbeitslose gibt und hat keine Statistik geführt. Außnahme die erste frei gewählte und letzte DDR Regierung 1990.

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