Das perfekte Objektiv für astrophotographie?

6 Antworten

Ich würde für Astrofotografie ebenfalls zu einem lichtstarken Weitwinkel raten. Klar hat man mit einem Supertele mehr Spielraum, aber diese Gläser sind doch etwas weniger lichtstark und außerdem ist die Gefahr, dass das Bild bei verwackelter erscheint, größer.

Wie viel Ultraweitwinkel du letztendlich verwenden möchtest ist aber eine Geschmackssache. Das hier bereits genannte 10-20 mm f3.5 von Sigma ist bereits eine gute Option. Aber der Threadstarter denkt ja an 18 mm am kurzen Ende, insofern würde auch das 18-35 mm f1.8 Art desselben Herstellers Sinn machen.

Hallo

"Astrophotographie" macht man mit Astrokameras oder zur Not mit dafür (um)gebauten DSLR. Wenn man mit einer DSLR Sterne fotografiert dann ist das Maximal "Himmelsbeobachtung".
Je nachdem welche qualitativen Ansprüche du an diese Bilder hast reicht dein Suppenzoom oder auch das angesprochene 10-20 von Sigma.

Es gibt keine "Perfekten" Optiken sondern je nach Job/Aufgabenstellung unterschiedlich dafür geeignete Optiken. Deswegen gibt es ja Optikwechselsysteme.

Die Primäre Entscheidung für die Optiken ist die Brennweitenspanne und der dadurch mögliche Bildwinkel und daraus folgenden Motivmöglichkeiten.
Das 10-20 "erweitert" das 18-270 aber kann es nicht "ersetzen". Keines der beiden Optiken kann ein Makroobjektiv ersetzen auch wenn man damit nah an Objekte rankommt.

Um die Milchstrasse zu "sehen" also das Himmelsband einigermassen "dicht" und damit erkennbar zu bekommen braucht man bei APS-C Langzeitbelichtungen mit Erdrotatiosnachführung wie bei Deep Sky Fotos. Bei High ISO Monstern wie der Nikon D3S, D4, DF oder D5, Pentax K1, 645R, Canon 1Dx oder der Sony a7S Typen kann man mit einer 15/2.8 oder 24/1.4er Weitwinkel Optik bei gutem "Seeing" auch ohne Nachführung auskommen.

Man kann aber immer noch im Postprozess die Lichtpunkte "hochziehen" (verstärken) oder einfach Composen/Photoshopen

Das "Perfekte" Objektiv für Astrofotografie an Nikon wäre das Nikkor 58/1,2 Noktor. Das wurde für die Wissenschaft gebaut aber war dann als Portraitlinse "missbraucht" worden. Diese Optik wurde für die Astrofotografie bei Offenblende entwickelt also für lichtschwache Nadelpunktförmige Lichtquellen und ist gebraucht im gutem Zustand ab 3000€ kaufbar.

Ansonsten macht "Astrofotografie" mit Zooms wenig Sinn es gibt nur wenige mit einigermassen guter Komakorrektur zum Rand zb das Nikkor 14-24/2.8 oder das Zeiss 16-35/2.8.

Für Makro und Portrait gibt es die Tamron 60/2 LD "Wollmilchsau" und damit geht auch "Astrofotografie".

Beim Thema UWW für APS-C würde ich für "Astrofotos" zum Tokina 11-16/2.8 raten auch wenn das Tokina 14-20/2 Lichtstärker ist. Oder man nimmt das Samyang/Walimex 14/2.8. 

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort👍🏼

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Im Prinzip reicht das Sigma 10-20mm f/3.5 für Astro, da deine Kamera ziemlich hohe ISO-Werte gut behandeln kann. Wesentlich besser wäre z.B. das Sigma 20mm f/1.4 (auch an APS-C), da es viel lichtstärker ist und Aberrationen gut kontrolliert. 

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