Das beste kommt zum schluss oder zuletzt

3 Antworten

Volksweißheit, weil nach dem Letzten oder dem Schluss nichts mehr kommt bzw.nichts mehr kommen kann, es keine Sieigerung mehr gibt.

Dachte auch, dass "Das Beste kommt zum Schluss" eine ältere Redensart sei, stimmt aber offensichtlich nicht. Als Herkunft ist nur ein Film aus dem Jahr 2007 zu finden, der diesen Titel trägt http://www.filmkritiker.com/das-beste-kommt-zum-schluss-kino-film-kritik-com/ Offenbar hab ich da was verpasst, der hat nämlich eine hochkarätige Besetzung unter anderem mit Jack Nickolson und Morgan Freeman. Danke, dass du mich darauf gebracht hast ;-)

Erfunden haben die Firmtitelmacher die Wendung auch nicht, da hab ich Älteres gefunden, z.B. 2002 in einem Kochbuchaus dem Gräfe und Unzer Verlag beim Dessert-Kapitel .

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@Koschutnig

Jetzt wird's spannend - vielleicht kommen wir ja noch drauf oder genau das ist der Ursprung? Das mit dem Dessert klingt auf jeden Fall sehr logisch!

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1867 steht Das Beste kommt zuletzt ohne Kommentar im „Deutschen Sprichwörterlexikon. Ein Hausschatz für das deutsche Volk“ (Bd. 1, S. 337) von Karl Friedrich Wilhelm Wander aus dem Brockhaus-Verlag

1828 steht i der Berliner allgemeinen musikalischen Zeitung (Bd 5, S. 484) in Bericht über Berliner Kirchenmusik " 5) (das beste kommt zuletzt) führte Hr. Hansmann in der Garnisonkirche zu einem wohlthätigen Zweck eine Trauerkantate von Friedr. Schneider, [...] die Todtenfeier benannt, auf "

1784 wurde das Libretto einer Operette von Johann Christoph Kaffka gedruckt: „Der Guckkasten, oder Das Beste kommt zuletzt: Eine komische Operette in 2 Aufz., nach e. italien. Text”, books.google.at/books?id=5UhAtwAACAAJ

Dieses "oder..." im barocken Operettentitel aber zeigt, dass die Wendung noch viel älter sein muss.t

Vllt. liegt der Ursprung in der biblischen Erzählung von der Wasser-in-besten-Wein-Verwandlung auf der Hochzeit von Kana ? In alten Predigten wird darauf Bezug genommen:

Die Hochzeit zu Kana,... Er , der dort Wasser in Wein verwandelte. O - wie kann Er auch das Thränenwasser der Trübsal in herrlichsten Freudenwein verwandeln. Er gibt gern das Beste zuletzt, und behält es den Seinen auf, während sie oft lange weinen, bis Seine Zeit und Stunde kommt, ... books.google.com/books?id=Jm49AAAAcAAJ

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Noch ein rel. Beispiel aus der Mitte des 18. Jh. (1757 ):

Die Welt giebt das Beste zuerst, oder verspricht uns hier lauter Wohlleben nach dem Fleisch, und zuletzt folgt Jammer und Herzeleid drauf. Aber bey Gott ist es anders. Der giebt das Beste zuletzt.

Carl Heinrich von Bogatzky: „Gottselige Betrachtungen und Gebete über das Neue Testament...” Halle, in Verlegung des Waysenhauses 1757, Bd 6, S. 582,

books.google.at/books?id=i8E8AAAAcAAJ

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