Dahlander Wendeschützschaltung?

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2 Antworten

Den MS (Mororschutz) musst du mit 0,8 A und 1,2 A auslegen. Motorschutzschalter sind entsprechend träge, damit sie nicht beim Anlauf des Motors auslösen.

Den LS (Leitungsschutz) musst du entsprechend der Leitung und unter Berücksichtigung des Anlaufstomes auslegen. Wenn der Anlaufstrom nicht bekannt ist, geht man von etwa dem 8-fachen des Nennstromes aus, also 8 x 1.2A = 10A. Der Leitungsschutz sollte also 10A betragen. Aber kannst du auch geringer machen, wenn du die Auslösecharakteristik des LS entsprechend berücksichtigst.

Tabelle siehe hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter

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Dahlandermotoren haben 2 Drehzahlen.

Du benötigst für beide Drehzahlen je einen Motorschutz.

Motoschutz:

Jeweils auf den Betriebsstrom des Motors: 0.8A für langsam, 1.2A für schnell. Natürlich entsprechend in die Schaltung einfügen, dass der jeweils passende Motorschutz wirksam ist.

LSS:

Benötigst du nur einmal. Diese schützen die Zuleitung. Zur Dimensionierung der Leitung und der zugehörigen Absicherung verwendest du den größten vorkommenden Betriebsstrom (1.2A). 

Die Motoren sind lächerlich klein. Denen reicht der kleinstmögliche 6A-Drehstromanschluss und selbst der hätte reichlich Reserven.

Ich werfe mal in den Raum: Dreiphasiger C16A und 2.5mm²-Zuleitung wäre praxistauglich. Mit 6A herumzuhühnern macht eher wenig Sinn. Hier kann man später dann doch einen potenteren Motor betreiben.

Welche Absicherung tatsächlich erforderlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren der Leitung (nicht Motor! Dafür sind die Motorschutze zuständig) ab:

- Länge

- Querschnitt

- Verlegeart

- Anlaufstrom des Verbrauchers (wegen der Charakteristik)


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