Buch auf Schreibmaschine schreiben?

6 Antworten

Die Frage ist zwar schon einige Monate alt, aber ich selber habe auch eine Schreibmaschine und benutze sie auch regelmäßig zum Schreiben kürzerer Texte beziehungsweise zum Schreiben der ersten Fassung meiner Geschichte. 

Eine Schreibmaschine finde ich zum Schreiben ganz nützlich. Man wird nicht durch irgendwelche Nachrichten oder anderen Brimborium abgelenkt, wie an einem Laptop.
Die Schreibmaschine bremst ein wenig den Denkfluss, wie ich finde und ich finde das gut, denn so wirst du als Autor dazu gezwungen, genau darüber nachzudenken, was du schreibst, denn das übermalen mit Tippex oder ausradieren der falsch getippten Wörter ist nervig und  zeitraubend und bringt dich als Autor aus dem Schreibfluss. Andererseits finde ich den Papierstapel schon betippter Seiten neben einer Schreibmaschine motivierend, denn so kannst du sehen, wie viel du am Tag geschafft hast. 

Ich kann dir sagen: schreibe die erste Fassung auf der Schreibmaschine. Korrigiere deine Geschichte und tippt die zweite Fassung auf dem Computer ab. Solltest du deine Geschichte einem Verlag anbieten sollen, sollte dein Manusrkipt mehrmals korrigiert worden sein (Logik- und Grammatikfehler). Auch schreibst du ein Exposé (Inhaltsangabe des roten Fadens im Präsens. Nicht mehr als drei bis vier Normseiten lang. Dazu noch ein Anschreiben, in dem du dein Anliegen skizzierst, Eckdaten zum Manuskript nennst - Autor, Pseudonym, Umfang (Seiten, Wörter, Zeichen) und eine kurze Vita über dich schreibst.) Dazu eine Leseprobe von 30 bis 50 Normseiten. Normseiten sind wichtig, sie sind der Standard in der Verlagswelt. Einfach mal Googeln, passende Vorlangen findest du schnell im Netz. :) 

ich finde ja, schreibmaschine ist einfach veraltet. eben weil man nicht mal eben fehler ausbessern kann, oder etwas komplett umändern kann. soll ja mal vorkommen, dass einem im laufe des schreibprozesses, vllt doch ein anderer name für figur/ort besser gefällt, oder man passagen komplett ändert oder sogar rausnimmt. ein vollgekritzeltes manuskript kannst du definitiv nicht zum verlag schicken ;-) außerdem kannst du computergeschriebenes einfach ausdrucken, sooft du willst, oder verschiedene versionen ausdrucken. bei schreibmaschine bleibt nur, nochmal abtippen oder kopieren, das ist auch nicht so toll.

  1. Du schreibst im Moment ein Manuskript, kein Buch.

  2. Es ist ein enormer Irrtum zu meinen, nach dem ersten Schreiben wärst du fertig. Danach wirst du korrekturlesen müssen, verbessern, ändern. Diese Arbeiten könntest du ja dann am Rechner durchführen und den Text übertragen.

  3. Ein komplettes Manuskript reichst du eh nicht beim Verlag ein, sondern ein Exposee und eine Leseprobe. Falls es überhaupt angenommen wird (die Chancen für Erstlingsautoren sind alles andere als berauschend), wird dann aber schon erwartet, daß du den Text digital abgibst.

Kurz: Schreib ruhig deine erste Fassung auf der Maschine, wenn du dich wohler fühlst (es gibt heute noch Autoren, die ihre ersten Entwürfe per Hand zu Papier bringen), übertrag dann bei/ nach der Korrektur aber auf den PC.

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