Bin 23 fast 24 und weiß nicht was ich werden will (beruflich? bin sehr verzweifelt?

11 Antworten

Talent ist das eine, Übung das andere, doch ein Talent durch Übung zu entwickeln ist meist auf die Zeit bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres anzusetzen. Hinzu kommen Frustrationstoleranz und Disziplin, auch beides Dinge, die idealerweise mit 16/17 erreicht worden sein sollten. Der Satz "der Ernst des Lebens kommt noch früh genug" hat einen ganz fiesen Haken, der darin besteht, daß, sollte man es zur Devise seiner Jugend machen, man irgendwann vom Leben überholt wird.

Hobbies bringen einen auch dann nur weiter, wenn man sie soweit entwickelt hat, daß man in der Profiliga mitspielen kann. Wer gut genug in Karaoke ist, um den Gästestamm nicht aus dem Lokal zu treiben, wenn man man auf der Bühne ist, dürfte zwar Freude daran haben, aber kaum Chancen, daraus einen Beruf zu machen.

Was man feststellen kann: es wurde vollständig vernachlässigt, eigene Interessen herauszuarbeiten und zu verfolgen, man ließ sich quasi ohne "roten Faden" durch sein Leben treiben, was stark für eine hedonistische Einstellung spricht, d.h. alle "Zwangshandlungen" wie Schule wurde - wohl zugunsten des "Spaßfaktors" - auf ein Minimum reduziert. Auch nich zu vernachlässigen: da eine solche Sozialisation regelmäßig durch starke Gruppenkonformität geprägt wurde, dürfte in vielen Fällen auch ein echtes Selbstbewußtsein nicht wirklich entwickelt worden sein.

In der Folge ist nun offenbar eine große Diskrepanz zwischen eigener Eignung über erlernte/angeeignete Fähigkeiten und den eigenen Minimalansprüchen an ein Arbeitsumfeld aufgetreten. Hinzu kommt nicht selten eine geringe Belastbarkeit, d.h. das Niveau negativen Stresses wird regelmäßig schon erreicht, bevor die eigene Leistungserbringung den Arbeitsplatz "netto" zu refinanzieren erlaubte (selbst ein Arbeitsplatz mit Minimallohn bedeutet Kosten - ohne Raum- und Verbrauchskosten - von ca. 20 € pro bezahlter Stunde).

Deine Darstellung hilft nun auch nicht wirklich weiter, denn daraus, was man nicht kann, ist wenig Potential für positive Empfehlungen zu schöpfen.

Also müßtest Du erst folgende Fragen beantworten (jeweils von 1 für gar nicht bis 5 hervorragend):

  1. Wie kannst Du mit Kritik umgehen?
  2. Für wie selbstbewußt hältst Du dich?
  3. Wie gut bist Du bei der Antizipation komplexer Prozesse?
  4. Wie ausgeprägt ist deine soziale Kompetenz? (Hier NICHT Analogieschlüsse meinend, denn gerade das "Schubladensystem" ist ein Zeichen für einen gravierenden Mangel an sozialer Kompetenz.)
  5. Wie kritisch / hinterfragend bist Du in deinem Denken? (Hier meine ich die Zurückführung auf validierte Tatsachenbehauptungen, nicht auf ungeprüfte Meinungssätze, wobei Tatsachenbehauptungen von Politikern letztlich nur Meinungsäußerungen sind, solange man sie nicht validiert hat, da dann nicht Wissen, sondern Glauben Grundlage der eigenen Einstellung wäre).
  6. Wie schätzt Du dein Durchhaltevermögen hinsichtlich Aufgaben ein, die Dir Spaß machen?
  7. Wie schätzt Du dein Durchhaltevermögen hinsichtlich Aufgaben ein, welche Dir keinen Spaß machen?

Zudem wäre eine Liste darüber nicht schlecht, wo Du deine Kernkompetenzen ansiedelst und wo Du Wettbewerbsvorteile für Dich gegenüber etwaigen Mitbewerbern auszumachen meinst.

Ich verstehe dich gut! Natürlich halte ich es nicht für sinnvoll alles abzubrechen, nur weil man erstmal keinen Gefallen daran findet.
Eine ordentliche Ausbildung oder auch das Abitur ist sehr wichtig für deine weitere Zukunft, denk mal darüber nach.
Am wichtigsten ist es jetzt, dass du dran bleibst. Lass dich nicht selber hängen.

Es gibt nur wenige Menschen die je ihren Traumberuf finden, aber vielleicht gibt es diesen auch gar nicht. Man geht ja auch schließlich arbeiten um Geld zu verdienen und für sich sorgen zu können, für viele ist der Spaß daran zweitrangig.
Vielleicht ist dir ja etwas anderes wichtig, wie etwa die Stadt in der du lebst/arbeitest bzw. dein Arbeitsumfeld und Kollegen. Vielleicht gibt es Dinge mit denen du dich wohler fühlst.

Geh am besten mal in dich und überlege was dir gut liegt, was deinen Charakter ausmacht. Bist du ein sehr ruhiger und zurückhaltender Mensch? Dann liegt dir vielleicht ein Job mit weniger Kundenkontakt eher.
Du musst also quasi nicht unbedingt ein Hobby zum Beruf machen, auch Dinge die dir am allgemeinen Leben wichtig erscheinen können zu deiner Berufung werden.
Vielleicht bist du ein sehr hilfsbereiter Mensch und magst es Leuten zu helfen, dann geh in den sozialen Bereich. Das können auch ganz außergewöhnliche Dinge sein. Forsche am besten im Internet nach Möglichkeiten dein Ziel und deine Wünsche zu verwirklichen.
Es ist aber dann sehr wichtig auch dran zu bleiben und nicht zu schnell wieder aufzugeben, weil du einen Hauch einer Unsicherheit hast. Das kann oft vergehen!
Trust me, been there :)

Du solltest vielleicht einfach mal weniger auf Spaß aus sein als auf Zweckmäßigkeit.

Einen Job, den Du machen kannst, kannst Du ja einfach mal machen. Ganz pragmatisch.

Arbeit ist nunmal kein Freizeitspaß.

Und daß man heutzutage nicht mehr sein ganzes Leben lang einen einzigen Job hat sollte doch Hoffnung genug geben, daß Du jederzeit mal was anderes machen kannst, wenn es zu langweilig wird. ;)

Die meisten Ausbildungsabbrecher machen den Fehler, von den unbeliebten Azubi-Tätigkeiten auf den ganzen Beruf zu schließen. Aber wenn man mal fertig ausgebildet ist kann man sich durchaus seine Lieblingsbeschäftigungen aussuchen und neue Azubis mit den nervigen belasten... ;)

Überlege auch mal, ob Deine Berufswahl bisher wirklich Deine Wahl war oder ob Du Dich damit eher bei irgendwem einschleimen wolltest. Viele schlagen eine bestimmte berufliche Laufbahn ihren Eltern oder der/des aktuellen Freundin/Freundes zuliebe ein, obwohl sie eigentlich ganz was anderes machen wollen. Aus Angst, von denen verstoßen zu werden oder so.

Aber hey! Wer braucht denn Leute, die einen wie ein Barbiepüppchen ansehen? Wer sich zum Spielball anderer macht wird kaum erfolgreich oder gar glücklich werden.

Es schadet auch nicht, einmal ganz realistisch die eigenen Fähigkeiten zu betrachten. Nicht jeder, der sich für Medizin interessiert, ist auch geeignet, Mediziner zu werden. Und manchmal ist der Beruf, den man sich so garnicht für sich vorstellen kann, am Ende eigentlich das beste, wofür man sich entschieden hat. Rückblickend eben.

Ich kann Dir außerdem garantieren, daß Du im Laufe des Lebens einfache Beschäftigungen zu schätzen lernst. Routine im Job kann durchaus ganz entspannend sein, wenn man privat viel Action um die Ohren hat. ;)

warehouse14

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