Beziehung als Transmann?

6 Antworten

Hey Ejir55

In unserer Situation bekommen wir ja "leider" aus allen Ecken und Enden Aufmerksamkeit. Manchmal positive und häufig wird auch nur doof geglotzt😅

Ich habe gelernt, das ein selbstbewusstes Auftreten und Frauen, Gentleman-like zu begegnen, viele Türen öffnet. 

An der Supermarktkasse mal Komplimente fallen lassen und zwinkern etc😅 

Was Datingseiten/Apps angeht wüsste ich jetzt speziell keine aber ich weiß es gibt welche. Ich halte mal die Ohren offen und bei Infos schreibe ich nochmal.

Grüße Dennie 

Moin,

Auch vor Hormone und OPs gibts genug Männer und/oder Frauen die mit Transmännern zusammen sind oder wären.

Eigentlich sollte das für dich nicht anders ablaufen als für die anderen. Auf Partys, bei Hobbies etc. Leute kennenlernen oder eventuell eine der beliebten Dating Apps a la Lovoo, wenn man sich auf sowas einlässt.

Einfach mit offenen Karten spielen und der sein der du bist, dann wird das schon.

Foren und Austauschmöglichkeiten fallen mir zwar auf Anhieb keine ein, da müsste ich erst Tante Google fragen...

Aber zum Thema Beziehung kann ich sagen: Ich würde auch vor oder während der Transition eine Partnerschaft mit einem Transmann eingehen. Es ist und bleibt ja dieselbe Person.

Und für mich ist die Attraktivität oder Anziehung ja nicht davon abhängig, ob derjenige eine Hormontherapie hat bzw. macht oder geschlechtsangleichende Maßnahmen vorgenommen hat bzw. vornehmen möchte.
Das ist seine ganz persönliche und individuelle Entscheidung, die er für sich selbst treffen und festlegen muss, was er möchte und welche Schritte für ihn notwendig sind.

Ich würde ihn bei allen Maßnahmen so gut es geht begleiten und seine Entscheidungen mittragen - wofür bzw. wogegen er sich auch entscheidet.
Was er braucht und was nicht, das liegt an ihm - und es steht mir in keiner Weise zu, ihm da was einzureden oder mich deshalb von ihm abzuwenden, weil er für sich eine Entscheidung trifft, die ich nicht getroffen hätte.

Um ein konkretes Beispiel zu geben: Mich persönlich stören "Moobs", wie man sie so schön nennt nicht sonderlich - vielmehr empfinde ich diese "Eigenschaft" als anziehend und attraktiv.
Ein Transmann, sofern er keine Pubertätsblocker bekommen hat, verfügt über diese "Eigenschaft", da das Brustwachstum ganz normal eingesetzt hat.
Deshalb durchlaufen die meisten Transmänner eine Mastektomie - die Entfernung des Brustgewebes.
Ich selbst kenne einen Transmann, für den diese Maßnahme nicht notwendig ist und der sich an dieser "körperlichen Eigenschaft" nicht besonders stört - sie auch nie abgelehnt hat, sondern einfach so annimmt, wie sie ist. Und das ist natürlich seine ganz persönliche Entscheidung und sein Recht.
Die meisten Transmänner jedoch streben eine Mastektomie an, womit ich zum eigentlichen zurückkommen möchte: Denn ich möchte nicht leugnen, dass ich es durchaus schade fände, wenn mein Partner sich zu diesem Schritt entschließen würde. Nichtsdestotrotz würde ich diese Entscheidung absolut unterstützen - auch wenn sich daraus ein (minimaler) Verlust für mich ergäbe.

Genau das möchte ich anhand dieses Beispiels zum Ausdruck bringen: Die Entscheidungen bzw. Maßnahmen zur Angleichung hängen von ihm ab. Und zwar nur von ihm. Es ist sein Körper, sein Leben, sein Wohlbefinden - und er muss sich gut und angekommen fühlen. Er muss entscheiden, was er möchte und was nicht.
Es ändert für mich gleich Null komma Null an dem Menschen, der er ist - und um den geht es ja schließlich.
Sicherlich hat jeder Mensch Präferenzen, aber mir persönlich ist an der Stelle der andere Mensch wichtiger als meine persönlichen Interessen, sodass ich dazu bereit bin, diesen Kompromiss einzugehen.

Wenn er mich anspricht, seine Art und sein Charakter mir gefällt - ab dem Zeitpunkt ist mir dann der Rest relativ egal. Ob mit oder ohne Hormone, ob Mastektomie oder nicht, ob geschlechtsangleichende Operation (Penoidaufbau) ja oder nein - seine Sache und none of my business.
Wenn beide es wollen, dann gibt es da immer einen Weg und eine Möglichkeit. Zumindest nach meiner Erfahrung.

Von daher: Ja, selbstverständlich würde ich einen Transmann auch dann daten bzw. mit ihm zusammen sein, wenn er noch keine Hormontherapie und keine geschlechtsangleichenden Operationen gemacht hat oder plant.

Das einzige, worauf es mir wirklich ankommt und worauf ich Wert lege: Er muss sein Geschlecht repräsentieren. Im Englischen sagt man dazu auch "gender expression", also der Ausdruck des eigenen Geschlechts. (Ich denke, trans* und auch nichtbinäre Personen wissen, was damit gemeint ist).

Das muss stimmen. Das muss mich überzeugen. Dann ist der Rest relativ unwichtig und belanglos. Und reicht definitiv dazu aus, dass ich Sympathien entwickle. Und dann wahrscheinlich auch noch wesentlich mehr... ;-)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Also Webseiten gehen ja meistens eh nur auf das eine heraus. Aber es gibt viele Menschen die eine Beziehung mit dir eingen würden obwohl du trans bist. Beziehungen sind für jeden schwer aber speziell nach leuten suchen die mit FtM zusammen sein wollen musst du nicht.

man veliebt sich ja in die person . ich persönlich hab damit gar kein problem

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