FtM

Insgesamt sehr gut, ich verschwende aber auch keine Zeit an Menschen die grundlegend ein Problem damit hatten.

Manche Leute haben ein wenig gebraucht, bis sie es vollkommen akzeptiert haben, aber dafür hatte ich auch Verständnis.

Ich hatte allerdings Glück ein sehr tolerantes Umfeld zu haben.

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Das kann durchaus problematisch werden, wenn man die Hormontherapie beginnt.

Am besten sprichst du mit dem Trainer, wie in einem solchen Fall weiter verfahren wird.

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Den Weg zur Hormontherapie wird ein Gang zum Gyn nicht verkürzen, wie du selbst schon sagst brauchst du die Indikation von einem Psychotherapeuten, ohne geht gar nichts.

Der erste Schritt sollte daher eigentlich sein, einen Termin bei einem solchen Psychotherapeuten auszumachen. Der Gyn wird bei dieser Thematik nicht viel helfen können.

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Gesund ist was anderes, selbst mit einem Binder soll man maximal 6-8 Stunden am Tag abbinden.

Bei unsicheren Methoden wie Bandagen können verschiedene gesundheitliche Folgen auftreten, das reicht von Irritationen der Haut bis hin zu Schäden an den Rippen.

Ich weiß es ist eine blöde Situation und ich kann dir nur davon abraten, aber von einem mal wirst du nicht sterben.

Für Tape gilt übrigens das Selbe. Solltest du wirklich an keinen Binder kommen, dann nutz Sport BHs

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Naja, viel musst und kannst du da nicht machen.

Deine Offenheit und Akzeptanz ist schon mal super. Letztendlich bleibt der Mensch ja der selbe, an eurer Freundschaft wird sich in dem Sinne nichts ändern.

Steh hinter deinem Freund*in, wenn er/sie Wünsche hat, wird er/sie die wohl äußern (bspw anderer Name...). Biete ihm/ihr an, dass ihr miteinander sprechen könnt... sowas kann einem in solchen Situationen schon die Welt bedeuten

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Hast du es für dich selbst denn schon relativ klar? Ein paar Wochen sind ja nicht unbedingt die längste Zeit, erfahrungsgemäß ist das häufig ein langer Prozess von Monaten oder gar Jahren.

Wie dem auch sei, wenn für dich feststeht, dass du es ihnen sagen möchtest, dann gibt es dafür verschiedene Wege.

Der direkteste Weg wäre ein Gespräch, das kostet aber oftmals viel Überwindung und Mut. Hier würde ich einen geeigneten Zeitpunkt wählen, an einem ruhigen Ort. Am besten wenn niemand gestresst ist oder schlechte Laune hat, zuhause, beispielsweise nach dem gemeinsamen Mittag- oder Abendessen. Ich würde mir vorher zurechtlegen, was du sagen möchtest. Ich würde erklären wie du fühlst, was deine Wünsche sind und wie du dir die Zukunft vorstellst.

Solltest du dich nicht trauen das in einem direkten Gespräch zu sagen, was völlig verständlich ist, dann schreiben viele einen Brief und geben ihn den Eltern. Der hat den Vorteil, dass du ganz in Ruhe deine Gefühle niederschreiben kannst.

Ich wünsche dir alles Gute

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Da du den Rest deines Lebens mit diesem Namen rumlaufen musst, sollte man den meiner Meinung nach selber aussuchen, wenn man im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen schon die Chance dazu hast.

Es gibt im Internet etliche Seiten zu Vornamen. Da bin ich damals einfach draufgegangen und hab mir die Vornamen für Männer in meinem Geburtsjahr angesehen und dort ein wenig rumgescrollt. Vielleicht kannst du dich dort auch inspirieren lassen.

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Wenn der Friseur dir nicht die Haare schneiden möchte, dann kann man ihn auch nicht zu dieser Leistung zwingen, das darf er ohne Grund ablehnen.

Er kann dir natürlich nicht allgemein verbieten die Haare schneiden zu lassen. Such dir einen anderen Friseur, die werden dein Geld gerne annehmen.

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Ob du transgender bist oder nicht kann letztendlich niemand beantworten außer dir selbst.

Wie lange machst du dir denn schon Gedanken darüber? So etwas kann man nicht in kurzer Zeit feststellen, meistens ist das ein langer, schwieriger Prozess über Monate oder Jahre hinweg. Es ist auch sinnvoll sich die Zeit zu nehmen sich ausreichend Gedanken darum zu machen, ein kleiner Schritt ist das nun mal nicht.

Du kannst ja erst einmal machen womit du dich wohlfühlst, Dir wie du selbst sagst die Haare schneiden lassen, die Kleidung tragen in der du dich wohlfühlst...

Wenn wirklich das konkrete Gefühl oder auch nur der „Verdacht“ besteht transgender zu sein kann es durchaus hilfreich sein dem Psychotherapeuten einen Besuch abzustatten. Die Gespräche dort können helfen Antworten auf deine Fragen zu finden. Sollte sich die Vermutung als wahr herausstellen ist eine psychotherapeutische Begleitung ohnehin Voraussetzung für die medizinische Angleichung.

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Vermutlich kennst du schon die diversen Mittel zum abbinden. Ich würde hier wirklich Wert auf einen vernünftigen Binder legen. Bitte keine Tapes oder ähnliches, die können extrem gesundheitsschädlich sein.

Die Kleidung spielt auch eine Rolle. Offensichtlich wäre es hier sinniger „Männerkleidung“ zu tragen. Diese würde ich tatsächlich im Laden vor Ort kaufen. Sie sollte nämlich nicht zu eng sitzen und alles betonen, aber auch nicht zu weit sein. Im Sommer ist das wesentlich schwerer als im Winter, da kann man ja einfach dicke Pullover tragen. Im Sommer empfiehlt es sich bei der Hitze bspw ein Shirt und darüber ein dünnes casual Hemd zu tragen (nicht zugeknüpft), je nach Oberweite kaschiert das optisch sehr gut.

Du kannst bereits Sport/Muskelaufbau betreiben, ein muskulöser Körper wirkt meiner Meinung nach eher maskuliner, außerdem kann man damit auch gut kleine weibliche Fettpolster loswerden. Wenn du dich in einem Fitnessstudio noch zu unwohl fühlst kann man sich auch über Homeworkouts informieren.

Für Sport und Schwimmen bekam ich damals eine dauerhafte Befreiung von meinem Hausarzt, nachdem ich mich bei Ihm outete und danach fragte. Vielleicht ist das eine Möglichkeit für dich?

Stark bleiben, alles Gute Dir

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Vermutlich strebst du eine Mastektomie an, das ist die Angleichung der weiblichen Brust an die männliche, - keine Brustverkleinerung.

Ja, die sind auch als Minderjähriger möglich, als ich operiert wurde lag noch ein 15 jährigen mit auf dem Zimmer.

Das Problem ist nicht unbedingt das Alter, sondern die anderen Voraussetzungen. Zwingend notwendig ist eine Psychotherapie. Der Psychotherapeut muss eine Indikation ausstellen, sonst operiert dich hier kein Krankenhaus und keine Krankenkasse wird das ohne Indikation übernehmen. Häufig wird dafür mindestens 18 Monaten Therapie + 6 Monate Hormontherapie vorausgesetzt. Du kannst also nicht einfach sagen „Ich bin transgender und möchte diese Operation“.

Dein erster Schritt sollte also sein, einen Psychotherapeuten auszusuchen.

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Ob und wie ein Zusammenhang besteht kann man als Laie wohl nicht sagen, besonders nicht übers Internet.

Geh bitte zum Arzt, normal ist das nicht.

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Wie schon gesagt ist Testosteron kein Wachstumshormon! Erwarten, dass man noch ordentlich wächst kann man nicht. Selten kitzelt das Testosteron noch mal 1, 2 oder 3cm raus, aber das ist meiner Erfahrung nach auch selten. Ich bin seit der Hormonbehandlung vielleicht einen Zentimeter gewachsen.

Ich entnehme den Tags mal, dass es um die Hormontherapie von Frau zu Mann geht.

Was sich wann und wie stark verändert lässt sich nichts pauschal sagen und ist stark individuell. Worauf man sich einstellen könnte wären zb:

  • Vermehrter Haarwuchs
  • Beginn des Bartwuchs
  • Körperfettumverteilung
  • Zunahme der Muskelmasse
  • Stimmbruch
  • Verändertes Hautbild
  • Ausbleiben der Regel
  • Allgemein „Vermännlichung“

Das mit der Aggressivität und Gewaltbereitschaft ist übrigens mehr so ein Mythos. Ja, es ist nun mal eine weitere Pubertät und das kennt jeder: man ist schnell genervt, gereizt und hat gerne mal ein paar irrationale Gefühle. Wenn du aber sowieso ein friedlicher Mensch bist, dann wirst du auch nicht zum Schläger, um es jetzt mal verspritzt darzustellen. Durch die Behandlung wird man nicht zu einem anderen Menschen

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„Warum ist es illegal homosexuelle Menschen mit unwissenschaftlichen Methoden förmlich zu foltern um etwas zu ändern was vollkommen in Ordnung ist und warum darf ein Mensch seinen eigenen Körper nicht anpassen, wenn er sich unwohl in ihm fühlt und Experten nach jahrelanger psychotherapeutischer Begleitung einverstanden sind, dass es die richtige Maßnahme ist“

Muss man glaube ich nicht groß diskutieren, besonders nicht die Konversionstherapie.

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Steht es für dich denn wirklich schon fest, dass das der richtige Weg ist?

Das frage ich dich nur wegen dem „doch gerade [...]“. Meistens ist es ein langer Prozess rauszufinden, ob man transident ist. Die Zeit sollte man sich auch nehmen um auf die richtige Antwort zu kommen, das ist nämlich ein großer Schritt.

Unabhängig davon, ob du dir schon 100% sicher bist oder nicht, kannst du dich am besten jemandem anvertrauen. Das kann ein guter Freund*in sein, vielleicht hast du ein super Verhältnis zu einem vorhandenen Geschwisterkind oder vielleicht gibt es eine Beratungsstelle in deiner Gegend?

Auf jeden Fall ist es sinnig sich einen Psychotherapeuten zu suchen, am besten einen trans-erfahrenen. Der soll dich natürlich nicht heilen oder so einen Quatsch, allerdings ist eine Begleittherapie Voraussetzung, wenn man eine medizinische Angleichung anstrebt (Hormone, OPs...). Außerdem tut es wirklich gut, wenn man einen Profi zum reden hat. Dort kannst du auch besprechen, wie es weitergehen soll.

Alles Gute und viel Kraft für deinen Weg

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Passieren von selbst tut da erst mal nichts.

Was passiert und wann liegt alles selbst in deiner Hand.

Wenn für dich feststeht, dass du transident bist, dann wäre einer der ersten Schritte vermutlich dich jemand anderem anzuvertrauen. Meistens geschieht das in Form eines Outings, bei guten Freunden oder vielleicht schon den Eltern.

Es wäre sinnvoll sich nach einem Psychotherapeuten zu erkundigen, am besten jemanden der trans*-erfahren ist. Dafür gibt es Adressen im Netz. Diese sind natürlich nicht dazu da dich zu „heilen“, sondern sind ein unvermeidbarer Part, wenn man irgendwann mal eine medizinische Angleichung (Hormone, OPs...) anstrebt.

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Viele haben immer ein solches Bild im Kopf: das Kind sagt bereits im Kindergarten „Mama/Papa, ich bin eigentlich XY“ oder ein Kind, welches sich schreiend gegen ein Kleid wehrt.

Allerdings muss ich sagen, dass ich da ganz andere Erfahrungen gemacht habe. Die meisten bemerken ihre Transidentität wohl erst mit der Pubertät, wenn der Körper sich eben in die falsche Richtung entwickelt. Auch kenne ich wesentlich ältere Personen, die es Jahrzehnten lang verdrängt und vergessen haben und sich erst sehr spät damit befasst haben.

Kurz: Nein, man merkt es nicht immer schon als Kind. Die meisten merken es wohl erst mit der Pubertät oder danach. Sich erst mit 20 zu outen macht einen auch nicht „weniger trans“.

Aber: Aus deinem Text geht hervor, dass du dich noch nicht all zu lange all zu intensiv damit beschäftigt hast.

Meist ist es ein langer (Monate bis Jahre) langer Prozess um auf eine Antwort zu kommen. Man sollte sich durchaus die Zeit geben die richtige Antwort herauszufinden.

An deiner Stelle würde ich mich weiterhin mit der Thematik beschäftigen, wenn es relevant für dich bleiben sollte. Du kannst außerdem mal nachsehen, ob es in deiner Nähe LGBT Treffs gibt, die gibt es häufig für 14-26 Jährige, manchmal gibt es sogar speziell Gruppen für trans* Menschen. Hier könntest du dich mit anderen „Betroffenen“ austauschen, das geht natürlich auch online in Foren oder WhatsApp Gruppen - auch, wenn du noch unsicher bist.

Ein wichtiger Punkt auf dem „Trans-Weg“ ist die psychotherapeutische Begleitung, am besten von einem „trans-erfahrenen“ Psychotherapeuten. Hier darf man selbstverständlich auch als Person hin, die sich noch unsicher ist. Vielleicht können dir die Gespräche dort helfen. Es tut durchaus gut sich mit jemandem zu unterhalten, der dich versteht, ernst nimmt und ein bisschen zum Nachdenken und Einsortieren hilft. Später, wenn denn nun feststeht man möchte wirklich den medizinischen Weg gehen (Hormone, OPs...) dann kommt man ohnehin nicht um diese Therapie drumrum, sie ist eine Voraussetzung.

Ich war auch keiner von den Kindern, der es schon so früh gemerkt hat. Geoutet habe ich mich „erst“ mit 14. Gut, das ist ein paar Jährchen jünger als du aktuell, aber passt auch nicht in das klassische Bild. Dadurch bin ich nicht weniger trans gewesen, den meisten geht es ähnlich.

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