Beweise im Physikstudium?

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5 Antworten

Ich bin selbst promovierter Physiker und kann nur davor warnen, irgendwelche Studieninhalte wegzulassen.

Sich durch diese Beweise zu kämpfen, finde ich auch lästig, aber sie helfen dir, auch dort auf die Mathematik zu vertrauen (und sie zu beherrschen), wo es völlig abstrakt wird und die Anschauung nicht mehr weiter hilft.

Wenn du in Richtung Theoretische Physik gehen willst, sind mathematische Beweise meiner Ansicht nach unerlässlich. Hast du dir mal überlegt, warum du ausgerechnet bei deiner Wunschrichtung so eine Abneigung gegen Beweise hast? Dies nur als Denkanstoß.

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Kommentar von Abdellaouii
12.12.2016, 11:05

Danke für die hilfreiche Antwort, aber ich habe überhaupt keine Abneigung gegen Beweise. Ich mag sie sogar sehr. Ich möchte nur Weglassen was ich nicht brauche um Zeit für wichtigeres zu gewinnen. 

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Ein Biespiel: Als Physiker kannst Du nicht wie in der Schule alle Terme einer Rechnung bis zum Schluss "mitschleppen". Du musst vereinfachen, d.h. also auch Annähern. (z.B.: Ich nehme an, die Auslenkungen vom Pendel werden klein, und damit kann ich die Rückstellkraft als proportional zur Auslenkung annehmen.)

D.h. Du musst in der Lage sein zu sehen, welche Terme einer Rechnung groß sind (der lineare Term), und welche so klein sind, dass sie die Lösung nicht beeinflussen werden (die anderen Terme). Streng genommen *beweist* Du in solch einer Situation, dass die Terme, die du weglässt, keinen Einfluss auf das Ergebnis haben. Vielleicht wirst Du den Beweis nicht aufschreiben, aber Du musst wissen, wie er geht, und auch, unter welchen Bedingungen er gilt.

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wenn du physik studieren willst musst die mathematik dahinter verstehen.

um die mathematik zu verstehen musst du die beweise dahinter verstehen.

also überlege dir ob es dir ernst ist mit dem physikstudium und falls die antwort "ja" lautet, dann ran an die beweise....

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Wenn Du theoretischer Physiker werden willst, kannst Du nicht genug Mathe können. Also auch Beweise.

Wenn Dir die Denke aus Beweisen Probleme macht, dann halte ich das für Deinen Berufswunsch für bedenklich.

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Kommentar von Raskolnikow21
23.11.2016, 21:43

Naja, ich bin zwar auch der Meinung, dass eine solide Ausbildung in "reiner" Mathematik hilfreich ist, aber die Arbeitsweise ist trotzdem eine andere als man sie als theoretischer Physiker braucht. Über vieles, was einen Mathematiker aufhalten oder länger beschäftigen würde, macht man sich als Physiker völlig zu Recht keine Gedanken.

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Für theoretische Physiker sicher nicht unpassend. Nicht, dass du die Kenntnise benötigst, eher das Abstraktionsvermögen.

Zudem weiß man ja, dass Erstsemester mit den Grundlagen schwer zu kämpfen haben. Das wird aber besser. Man will eben am Anfang sieben damit jemand der mal durch die ersten 2-3 Semester gekommen ist die schwierigsten Hürden bereits hinter sich hat.


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