Beschreibung vom Stufenmodell von Erik Erikson?

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1 Antwort

Da schaust du am besten mal in ein Lehrbuch der Entwicklungsspychologie, z.B. den Trautner. Generell gibt es verschiedene Typen von Theorien der Entwicklung, die sich zunächst nur in der Theorie unterscheiden, wie Entwicklung beim Kind, insbesondere die psychosoziale Entwicklung stattfindet. Da gibt es Reifungstheorien, Stufenmodelle, Lernmodelle etc. Die psychodynamischen Stufenmodelle gehen von einer diskontinuierlichen Entwicklung aus. Das Kind muss eine Stufe durchlaufen haben, bevor sich etwas qualitativ anderes entwickeln kann. Gleichzeitig kann man durch solche Modelle erklären, wie Abweichungen entstehen können, wenn jemand in einer Stufe hängengeblieben ist. D.h. der angestrebte Zielzustand, z.B. soziale Reife, kann nicht erlangt werden, weil man die Aufgabe oder den Konflikt einer vorgeschalteten Stufe nicht bewältigt hat. Man kommt gewissermaßen nicht ins nächste Level. Eine Reifungstheorie würde von ganz anderen Mechanismen ausgehen, ebenso eine soziale Lerntheorie. Das Freudsche Stufenmodell natürlich nur Sinn, wenn man von den psychosexuellen Stufen ausgeht, die die Psychoanalyse postuliert. Desgleichen muss man die Grundkonflikte, die Erikson unterstellt, in seiner Theorie akzeptieren. Eine Lerntheorie würden so einen Ballast nicht mit sich mitschleppen. Dass solche Modelle abstrakt sind und nicht leicht zu verstehen, ist leider so. Da muss man sich durchbeissen. Besser als ein Lehrbuch, Skript oder einen Wikipedia-Artikel zu lesen, wäre es, ein oder mehrere Bücher zu einer Theorie zu lesen. Man muss sich an die Argumentationsketten erst gewöhnen und sie gewissermaßen assimilieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stufenmodell_der_psychosozialen_Entwicklung

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