Berechnung Nutzungsgrad?

4 Antworten

Ich kenne die Definition z.B. von Windenergieanlagen. Dort ist es ein Maß für die Zuverlässigkeit. Also, ob die Anlage eingesetzt werden konnte, wenn die Windverhältnisse gut waren. Also Analog zu deiner Gleichung dann

Nutzungsgrad = (Betriebszeit - ZeitMitSchlechtenWindverhältnissen)/Gesamtzeit

Es kann natürlich kein größerer Wert als 100% rauskommen. Je kleiner der Wert, desto länger war die Zeit in der der Wind zwar gut war, die Anlage aber wegen technischer Probleme (Wartung, Reparatur,...) stillstand.

Der Nutzungsgrad ist eben nicht so zu verstehen, dass man damit eine Arbeitsleistung geurteilen kann, sondern wie gut die Maschine ausgelastet ist. Und natürlich ist die Maschine weniger ausgelastet, wenn du schneller arbeitest.

Wo hast du denn deine Gleichung her? Hast du eine Quelle?

Zunächst mal interessiert den Nutzungsgrad nur die Kaufleute und nicht die Techniker. Techniker sind mehr am Wirkungsgrad einer Maschine interessiert.
Der Nutzungsgrad ist erforderlich, um die Produktivität zu optimieren.

Letztlich läuft der Nutzungsgrad auf das Verhältnis zwischen tatsächlicher Nutzung zu möglicher Nutzung hinaus.

Die tatsächliche Nutzung tn betrug 100 h.
Die mögliche Nutzung tm wäre Planzeit tp- Stillstandszeit ts.

Damit ergibt sich der Nutzungsgrad η zu:
η = tn / (tp - ts) = 100 h / (150 h - 20 h) = 0,77

Die Maschine verdient am meisten Geld bei einem Nutzungsgrad von 100%. Betriebswirtschaftler müssen nun überprüfen, wie man sich diesem Wert am besten annähern kann. Denn der Kunde bezahlt nur die tatsächlich gearbeitete Zeit. Stillstand ohne technische Notwendigkeit bringt Verluste.

Zunächst könnte man prüfen, ob man die Stillstandszeit ts reduzieren könnte, sodass mehr mögliche Bearbeitungszeit zur Verfügung steht.
Dann muss die gesamte Fertigungsplanung überarbeitet werden, damit die mögliche Bearbeitungszeit und die tatsächliche Bearbeitungszeit möglichst genau übereinstimmen.

Besser als die Vorgabe zu sein, ist betriebswirtschaftlich ziemlich schlecht. Da liegt dann der Fehler in der Planung der Vorgabezeit, weil die Maschine durch die falsche Planung unnötig still steht.

Wie kommst du auf "negativen Nutzungsgrad"? Gut, der ermittelte Nutzungsgrad ist mit 53,3% nicht gerade berauschend, aber doch nicht negativ.

Ich verstehe das jetzt so, dass einer für den Maschineneinsatz zuständiger Mitarbeiter aus dem Ergebnis schließen kann, dass die betreffende(n) Maschine(n) nicht effizient genug eingesetzt wurden - wenn möglich (wenn es die Auftragslage erlaubt...) wird er die Sollbearbeitungszeit und womöglich auch die Stillstandszeiten etwa wegen notwendiger Umrüstung und Wartung etc. zukünftig dieser Erkenntnis anpassen.

Wo ist da ein negativer Nutzungsgrad?

Das was du errechnet hast, sagt nur aus, wie lange die Maschine im Verhältnis zur Vorgabe genutzt wurde.

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