Azteken, Maya, Inka - Wie lautet der Sammelbegriff für diese Völker, und gibt es noch mehr davon?

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Das sind zunächst keine Völker sondern Kulturen, die aus vielen meist unterdrückten bzw. eroberten Völkern bestanden.

Da diese Kulturen mit der Kolonialisierung verschwanden, spricht man zu Recht von präkolumbianischen Kulturen bzw. Völkern, wenn man darauf unbedingt abheben möchte.

Nach der Vernichtung dieser Kulturen unterschied man dann nicht mehr zwischen den Nachfahren von Inkas etc., sondern spricht nur noch von indigener Bevölkerung oder von den Ureinwohnern Amerikas. .

Indigene lateinamerikanische Völker.

SÜDAMERIKA: du kannst das auf keinen Fall auf Süd- oder Mittelamerika beschränken, denn auch in Mexiko gab und gibt(!) es indigene Völker, wie z.B. die Azteken.

MESOAMERIKA: dieser Begriff ist sogar regional noch weiter eingeschränkt, bezieht sich rein auf den nördlichen Kontinentalstreifen Mittelamerikas.

HOCHKULTUR: Es waren nicht alles Hochkulturen, sondern es gab und gibt selbstverständlich auch primitive Indiokulturen.

Indigene lateinamerikanische Völker (pueblos indígenos de Latinoamérica) ist also am neutralsten und wird im Spanischen auch so verwendet, wenn du dich nicht auf eine bestimmte Region oder Kultur beschränken willst.

Es gibt dabei große Indio-Völker, die heute jeweils auf mehrere Millionen kommen, wie die Quechua, Nahua, Aymara, Maya yucateco oder Ki’che’, mittelgroße mit zwischen 500.000 und 1 Million Einwohnern/Eingeborenen wie die Mapuche, Maya qeqchí, Kaqchikel, Mam, Mixteco und Otomí.

Es gibt noch 200 weitere indigene Völker. In Lateinamerika leben heute knapp 30 Millionen indigene Einwohner, in Mexiko (Nordamerika!) mit 9,5 Millionen die meisten, in Kolumbien mit 1,3 Millionen die wenigsten.

PRÄKOLUMBIANISCH: Passt auch nicht, denn es gibt heute so viele indigene Einwohner wie niemals zuvor, auch wenn ein paar dieser Völker durch die Entdeckung und Eroberung an Krieg und Krankheit ausstarben. Aber zu präkolumbianischen Zeiten waren diese auch kriegerisch, machten Menschenopfer, um dem ihrer Meinung drohenden Weltuntergang zu entgehen.

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@besserefragen

"Präkolumbianisch" bezieht sich meines Wissens aber nicht auf das Land Kolumbien, sondern auf Christoph Kolumbus als "Entdecker" Amerikas.

"Präkolumbianisch" könnte man also mit "vor 1492" übersetzen.

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@claushilbig

Klar, ich bezog mich ja im Kommentar "Präkolumbianisch" auch auf die Entdeckung und Eroberung Amerikas, stellte im nächsten Kommentar nur klar, dass Kolumbien nicht das Land mit den wenigsten indigenen Einwohnern ist, sondern von den großen Ländern Lateinamerikas mit indigener Bevölkerung, das mit den wenigsten. (das bezog sich auf den letzten Absatz meines Hauptbeitrages und hatte aber nichts mehr mit dem Vorkommentar "Präkolumbianisch" zu tun).

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Mir fallen noch die Tolteken und die mysteriösen Olmeken ein.

In der Rassentheorie hat man die alle auch ,,Zentralide'' bezeichnet, also als Stämme die zur sog. zentraliden Unterrasse der Indianer gehören.


südamerikanische Hochkulturen

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