Austausch des Elektr. Boilers im Badezimmer...

14 Antworten

Dein Stromzähler dreht sich wie bei einem Pferderennen?

Du verbrauchst ja auch so viel Leistung wie bei...

Das Wasser kommt mit 10 bis 15 Grad aus dem Wassernetz und an der Dusche soll 40 bis 50 Grad heißes Wasser austreten und davon 5 bis 10 Liter in der Minute.

Dein Heißwassertopf fasst einen Liter und braucht eine ganze Minute um Wasser von 10 auf 50 Grad zu erwärmen. Dafür hat er eine Leistung von 2 kW.

Also ist es nur logisch, dass Dein Durchlauferhitzer die 10fache Leistung braucht.

Du zahlst nur den Strom, der Dir als Wärme tatsächlich zur Verfügung gestellt wird. Nimmst Du einen Durchlauferhitzer mit 4 kW (wenn es den gäbe), so kommt hinten nur ein lauwarmes Wässerchen heraus. Alles andere kannst Du bei Peppie85 nachlesen.

Du hast keinen Boiler sondern einen Durchlauferhitzer. Das heißt es gibt keinen Wasserspeicher, der warmes Wasser speichert, sondern das Wasser wird in dem Moment erwärmt wo es durch die Wasserleitung läuft.

21 KW ist die Leistung. Diese Zahl heißt wenn du den Boiler 1 Stunde durchläuft hast du 21 kWh Strom verbraucht. Wenn du 10 Minuten durchgehend duscht sinds also ca. 3 kWh.

Wenn du mit einem neuen Durchlauferhitzer sehr hochgegriffen 30% Strom sparen kannst sparst du pro Dusche ca 1 kWh, also 25 Cent. Wenn du täglich duscht also im Jahr so 80 Euro.

Bei den Anschaffungs- und Montagekosten für nen neuen Durchlauferhitzer wird sich das meiner Meinung nach eher nicht lohnen.

Der Austausch Deines Boilers gegen einen anderen Boiler bringt Dir Kosten, aber mit Sicherheit keine Einsparung. Jedes elektrische Heizgerät liefert für 1 kWh elektrische Leistung genau 1 kWh Heizleistung (oder 860 kcal), da beißt keine Maus den Faden ab. Um z.B. einen Liter Wasser von 20°C auf 100°C zu erwärmen, bezahlst Du 0,093 kWh.
Energie sparen kannst Du im Prinzip durch den Austausch des Boilers gegen einen Durchlauferhitzer (Dabei sind hohe Installationskosten dagegen zu rechnen!) oder einen (wärme-isolierten) Wasserspeicher wegen geringerer Wärmeverluste. Es kommt bei der wirtschaftlichen Warmwasserbereitung ausschließlich darauf an, Wärmeverluste zu verhindern, also den Austritt nutzloser, bezahlter Wärme. Wenn Du z.B. das Boiler-Wasser erhitzt, ohne es gleich zu verbrauchen, dann gibt es Wärme über die heiße Boilerwand ab, da hast Du mit der Hand fühlbare Verluste. Verluste treten auch auf durch die Aufheizung der Warmwasserleitung (je länger, desto mehr) und der Armaturen. Dass unnötiges vorlaufen lassen von warmem Wasser Verluste bringt, dürfte auch keine Frage sein. Ein bischen sparen kannst Du z.B. dadurch, dass Du den Warmwasserverbrauch nicht auf viele kleine Portionen über lange Zeiträume verteilst. Dabei wird jedes mal nutzlos Boilergehäuse und Wasserleitungen aufgeheizt. Bei mehreren Wannenbädern nacheinander entstehen diese Verluste nur einmal. Und nach Gebrauch den Boiler immer gleich wieder abschalten!

Pardon, ich habe eben Deinen letzten Satz gelesen. Wenn sich beim Duschen der Zähler dreht wie beim Pferderennen, dann hast Du vermutlich keinen Boiler, sondern einen Durchlauferhitzer. Wirtschaftlicher geht es gar nicht. Wenn Du Dein Duschwasser auf der Herplatte erwärmen würdest, wäre das garantiert teurer, weil da mehr Verluste entstehen (z.B. heiße Platte, heißer Topf). Dafür würde es viel länger dauern, weil Deine Herdplatte vielleicht 2 kW leistet und Dein Durchlauferhitzer ca. 16 kW, also 8 mal so viel, weil die gleiche Menge Wasser in ganz kurzer Zeit (Duschzeit) erhitzt wird. Es dürfte Dir aber gleichgültig sein, ob Du 1 Euro Energiekosten in 5 Minuten verbrauchst oder in einer Stunde. Es sind immer die gleichen Kosten. Es zählt unter dem Strich immer nur die erzeugte Wärmemenge, die Du bezahlst.

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@dompfeifer

Nee, das stimmt so aber nicht!

Im vergleich ist die Kochplatte auf jeden fall billiger als der Durchlauferitzher in meinem Badezimmer. So dass ich mein Spülwasser sogar aufkoche. Das dauert 5 Minuten und verbruacht vielleicht 1 kW/h ... 5 Minuten duschen würde schon 5 kW/h kosten.

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@Daya85

Da hast Du ganz offensichtlich alles völlig falsch gemessen. Deine eingeführte Maßeinheit kW/h ergibt übrigens keinen Sinn.

Die Erwärmung von 5 Litern Spülwasser von 20°C auf 50°C wird in absolut jedem Falle mit der wirksamen Leistung von 0,1744 kWh aufgebracht, egal auf welche Weise. Nun bezahlst Du neben der wirksamen Wärmeleistung von ca. 0,17 kWh auch noch etwas für unwirksame Wärmeleistungen, z.B. für die Erwärmung von Herdplatte und Topf bzw. der Wasserleitung. Diese Unterschiede sind derart klein, dass Du die unmöglich mit Deinen groben Schätzungen (samt falschen Einheiten) erfassen kannst:

Ein Durchlauferhitzer von 20 kW nimmt in 5 Minuten genau 1,66.. kWh auf. Eine Herdplatte von 2 kW nimmt in fünf Minuten genau 0,166.. kWh auf. Da dauert also die Erwärmung einer bestimmten Wassermenge bei gleichem Temperaturunterschied 10 mal so lang bei gleichen Kosten, wenn man von den Wärmeverlusten absieht. Dein Durchlauferhitzer verbraucht im Vergleich zur Herdplatte nicht 5 mal, sondern ungefähr 10 mal so viel pro Zeiteinheit, mit Sicherheit aber nicht 5 kWh in 5 Minuten, das wäre eine Leistung von 60 kW. Solche Geräte könnte man unmöglich in einer normalen Wohnung installieren. Und eine Herdplatte, die in 5 Minuten 1 kWh verbraucht, also mit 12 kW Leistung, die gibt es auch nicht.

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Elektrische Warmwasserbereiter haben einen Wirkungsgrad von 100%. Wärme die verbraucht wird wird von dem Gerät ersetzt.

Bei einem Boiler geht leider immer ein wenig Energie verloren da er immer etwas Wärme an die Umgebung abgibt. Das passiert bei einem Durchlauferhitzer nicht, allerdings erfordert der eine viel Stärkere Leitung da er die Wärme sofort erzeugen muß und das nicht langsam im Vorraus kann. Auch lässt sich ein Durchlauferhitzer nicht so gut regeln wodurch man dann teilweise mehr Kaltwasser hinzumischen muß und so Wärme und Wasser zum Teil verschwendet. Elektronische Durchlauferhitzer minimieren aber diese Verschwendung.

Aber egal was man für einen Boiler oder Durchlauferhitzer nimmt, die Energie die man beim Duschen verbraucht muss in Form von elektrischer Energie bezahlt werden.

Sparen kann man durch Austausch des Boilers nur, wenn das neue Gerät zu schwach ist den Bedarf zu liefern und man dann nur mit sehr wenig Wasser duschen kann oder das Wasser nicht warm genug wird. Ein schwächerer Boiler spart also nur dann wenn er sich negativ auf das Duschen auswirkt. Auch dauert es länger bis das Wasser wieder warm ist und der nächste warmes Wasser hat.

Der einzige Weg Kosten zu sparen ohne dass die Dusche kalt wird ist den Wasserdurchsatz zu verringern (Spar-Duschkopf oder Reduzierstück im Brauseschlauch) oder die Warmwasserbereitung auf Gas umzustellen. Ein Gas-Durchlauferhitzer ist zwar weniger effizient, dafür ist die Energie bei Gas um ein vielfaches billiger.

Hinsichtlich der Energiekosten für die Warmwasseraufbereitung ist der Geräte-Austausch so wirksam wie ein Küsschen auf den Boiler.

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