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gesetzlich ist das nicht verboten, aber artgerechte haltung ist auch was anderes...der fisch kann sich ja nirgends "verkriechen". und jeder will das ja mal ;-)

Es ist nicht generell verboten. Ohne Fisch und mit guter Erklärung darf es weiterhin als handfestes Beispiel des Gegenteils artgerechter Tierhaltung verwendet werden.

Was, ist es das? Ich würde meinen Fisch da nicht reintun, weil es viel zu eng ist und er nur im Kreis schwimmen kann...

da war mal was:

beantwortet von butz1510 am 10. Oktober 2008 16:29 8x Thumb_up

"Die artgerechte Haltung von Fischen in einem Goldfischglas ist nicht möglich und ist daher als Tierquälerei anzusehen. Sie hat meist einen frühen und qualvollen Tod des Fisches zur Folge.

Dies hat verschiedene Gründe:

Mit einem durchschnittlichen Volumen von 12 Litern ist das Behältnis für die meisten Fische zu klein, als dass sie richtig schwimmen könnten. Außerdem ist somit nur ein geringer Besatz möglich, was zur Vereinsamung des Fisches führt. Als Mindestvolumen für ein Aquarium zur dauerhaften Haltung ausgewachsener Fische sind in Deutschland 54 Liter (60 x 30 x 30 cm) vorgeschrieben. Ausgenommen sind dabei die nicht dauerhafte Haltung z.B. für Zucht, Fischbörsen oder im Handel und besonders kleine Fischarten.

Aufgrund der geringen Bodenfläche ist es kaum möglich Verstecke aus Pflanzen, Steinen oder ähnlichem für den Fisch zu schaffen. Dies führt für das Tier zu Stress, da es weder Schutz suchen, noch ein Territorium wieder erkennen kann. Dies ist besonders bei Kampffischen und anderen territorialen Fischen für eine artgerechte Haltung vonnöten.

Die Wasseroberfläche ist aufgrund der Kugelform im Verhältnis zur Wassermenge recht klein, was zu einem geringen Gasaustausch führt. Außerdem ist das Halten von Pflanzen in einem Goldfischglas aufgrund von Platz- und Grundmangel sowie ungenügender Beleuchtung nicht in einem solchen Maße möglich, als dass es zu einer ausreichenden Stickstoffumwandlung (siehe auch: Aquarium) kommen könnte. Es gelangt nur sehr wenig Sauerstoff ins Wasser, der Fisch droht zu ersticken.

In Ermangelung eines Aquariumfilters muss das Wasser täglich ausgetauscht werden, was weiteren Stress für den Fisch bedeutet.

Durch die Krümmung des Glases sieht der Fisch in jeder Richtung ein verzerrtes Spiegelbild seiner selbst. Außerdem werden sämtliche Bewegungen des Fisches von den gekrümmten Wänden zurückgeworfen. Der Fisch kann diese mit seinem Seitenlinienorgan wahrnehmen und erhält den Eindruck, als wäre ständig um ihn herum sehr viel Bewegung, was ebenfalls zu Stress führt.

Aufgrund der geringen Wassermenge und in Ermangelung einer technischen Temperaturkontrolle ist der Fisch starken Temperaturschwankungen unterworfen, was zu Stress führt und gegebenenfalls sogar tödlich für das Tier ist.

Da das Goldfischglas nach oben hin offen ist, gelangen schnell Keime und Bakterien ins Wasser. Aufgrund des unvollständigen Biosystems kommt es nicht zu einem ausreichenden Abbau von Schadstoffen und Ausscheidungen. Der Fisch hat durch den vielen Dauerstress ein geschwächtes Immunsystem und ist daher sehr anfällig für Bakterien und Krankheiten." (...)

http://de.wikipedia.org/wiki/Goldfischglas

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