Astronomie: Gibt es noch mehr "Planetenarten" außer terrestrische Planeten und Gasplaneten?

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4 Antworten

Nein, denn eigentlich sind selbst die Unterschiede zwischen Gesteinplanten und Gasplaneten sehr klein.

Die Ursuppe, aus denen ein Planetensystem entsteht, besteht zum größten Teil aus Wasserstoff (>90%) und Helium (>9%). Nur der Rest (<1%) sind andere Materialien (Metalle, Gestein, Kohlenstoff).

Und bei der Zuamnenklumpung zu größeren Brocken durch die Gravitation klumpten natürlich zuerst die schwereren Elemente aneinander. Deshalb hat jeder Planet und jeder Stern einen festen Kern.

Größere Objekte können dann auch Gase festhalten. Das hängt auch noch von der Temperatur ab, denn bei höheren Temperaturen ist die Energie der Gasatome größer und damit auch ihre Geschwindigkeit und damit ihr Drang nach Freiheit.

Wenn aber Himmelskörper groß genug dazu sind, Gase festzuhalten, dann werden sie - weil eben  viel mehr Gas da ist als feste Materie - schnell viel größer. Deshalb sind die Gasplaneten in unserem Sonnensystem auch viel größer als die Gesteinsplaneten. Der Durchmesser von Jupiter und Saturn ist rund 10-mal so groß wie der Durchmesser der Erde. Damit ist das Volumen dieser Gasriesen 1000-mal größer alsdas der Erde.

Bei noch größeren Gasansammlungen kommt man in den Bereich der Sterne, die sehr viel Gravitation benötigen, damit in ihrem Inneren Druck und Temperatur groß genug wird, damit es zur Kernfusion kommt.

Die Gasplaneten, die größer als Jupiter sind, aber gerade noch keine Kernfusion gestartet haben, werden als braune Zwerge bezeichnet. Praktisch also als Fast-Sterne, so wie auch Pluto jetzt nicht mehr als Planet sondern als Zwergplanet gilt.

Damit ist die ganze Größenordnung von Staubkorn über Stein Zwergplanet bis zu Sternen klar und deshalb braucht es keine weiteren XYZ-Planeten. Denn aus was sollen die dann sein?

es gibt noch "braune Zwerge", die häufig auf Umlaufbahnen um Sterne zu finden sind und eine Zwischenstufe von Gasplanet und Stern darstellen. Die Masse ist zu klein, um Kernfusion aufrechtzuerhalten. Man könnte diese Sternsysteme jedoch auch als Doppelsternsystem ansehen, zwischen einem Stern und einem "braunen Zwerg". 

Die masse ist bei braunen Zwergen zu klein, um die wasserstofffusion zu starten. Kernfusion haben sie aber schon, mit Lithium glaube ich.

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Es gibt sehr wahrscheinlich noch sog. Kohlenstoffplaneten, eine sehr seltene Form von Planeten. Sie bestehen hauptsächlich aus Kohlenstoff und deren Verbindungen, z.B. Karbide. Auf der Oberfläche könnten sich auch Seen oder Meere aus Erdöl oder Kohlenwasserstoffen befinden, je nach Temperatur. Auch Kohlenstoffplaneten haben wahrscheinlich einen Eisenkern. Bei den Gasplaneten muss man noch die Eisplaneten erwähnen. Das sind auch Gasplaneten, aber sie haben einen großen Kern, der hauptsächlich aus Eis besteht, Uranus und Neptun sind z.B. solche Kandidaten, diese werden daher auch als Eisplaneten bezeichnet, obwohl sie eigentlich Gasplaneten sind.

nö. irgendeine materie muß es ja sein. also entweder fest, flüssig oder gas. Gasplaneten haben oft einen terrestrischen kern.

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