Angst vor der Arbeit, ich weiss nicht weiter?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo, liebe Rough1988,

man merkt Deinen Zeilen an, wie verzweifelt Du bist. Leider gibt es natürlich keinen Knopf, mit den man Deine Sorgen und dNöte ausstellen könnte..... ich wünschte es gäbe ihn, dann würde ich ihn jetzt für Dich betätigen.

Das, was Du schilderst klingt nicht gut... und Du weißt es selbst. Dein Körper, Deine Seele, alles schreit danach:"Höre auf". mit dieser Tätigkeit. Die Zeichen spürst Du deutlich.

Wenn wir Menschen psychosomatisch sooooo stark reagieren, dann müssen wir etwas verändern..... Du schreibst selbst genau die richtigen Worte..... " ich weiß, dass das krank klingt. Dabei soll es Dir deutlich zeigen.... "Ich schaffe das nicht"- Nun möchtest Du auch noch keine Fehler machen, möchtest nicht nur funktionieren, sondern allem gerecht werden. Das kannst Du aber nicht, ..... Du schreibst es selbst. Wenn Du schreibst, wie groß die Sehnsucht danach ist, nicht mehr zur Arbeit zu müssen, sogar selbst Schmerzen durch Verletzungen in Kauf nehmen willst, damit auch alle glauben,.... Du bist krank.... dann kann man das hier sogar richtig mitfühlen, wie verzweifelt Du bist. Die Zeichen, die Dein dKörper setzt.... Dir ist schlecht...... / Dir geht es schlecht usw. sind klare Aufforderungen an Dich... mach so nicht weiter..... achte auf Dich. Wie willst Du hilfreich für kranke Menschen sein, wenn es Dir selbst soooo schlecht geht.

Leben heißt lebendig sein, heißt sich zu spüren, heißt zeigen zu dürfen... wie wir sind, mit allen unseren Fehlern mit allem, wie wir uns fühlen. Der Satz "nobody ist perfekt" sollte als Lebensweisheit anerkannt werden, und Du solltest ihn als eines der wichtigsten Gebote für Dein Leben verinnerlichen. Lebendigkeit.... heißt auch lachen können, heißt das Leben annehmen zu können. Einen Beruf, wirst Du viele, viele Jahre machen ..... er ist ein wichtiger Bestandteil Deines Lebens,überlege mal, wieviel Lebenszeit Du dafür "opfern" musst. Auch, wenn Du Angst hast, ... wie wird es weitergehen...... sei gewiss, es geht weiter ......auch für Dich und Du entscheidest wie es weitergehen kann. Bleibst Du jetzt auf Station, dann wird sich Dein Leid fortsetzen und Du wirst ernsthaft erkranken. Da wird der Preis sein, dass Du Dir vielleicht wirklich weitere Schmerzen und Leid zufügst. Das ist es nicht wert, kein Beruf, keine Arbiet, einfach nichts. Wenn Du aber jetzt Deine Tränen trocknest, aufstehst, tief durchatmest und ganz fest beschließt, " ich will lebendig sein, ich will glücklich werden, gerne zur Arbeit gehen und schöne Träume träumen, dann wird alles gut. Wie ich das so sagen kann?

Überlege Dir mal, wie willst Du leben und was soll zu Deinem Leben gehören... die Tränen und die Sorgen, das Grauen, jeden Morgen etwas zu ertragen, was Dich krank macht? Nimm Dir mal etwas Zeit, überlege mal, wie Du es gerne hättest: Was hat vorher zu Deinem Leben gehört? Was möchtest Du in Zukunft erleben, wie stellst Du Dir Dein Leben im Idealfall vor. Das ist Dein Ziel. Manchmal erreicht man siene Ziele nicht aber, Du kannst ihnen Schritt für Schritt näher kommen. Du bist nicht allein mit Deinen Sorgen, viele, viele Menschen in sozialen und pflegerischen Berufen kennen Deine Sorgen, viele halten es nicht aus, den Druck zu ertragen und viele erkennen erst zu spät, dass sie ihren eigentlichen Weg verlassen haben. Der Weg, den wir gehen müssen..... muss passierbar sein, Liegen Steine oder Kiesel auf dem Weg, dann können wir sie zur Seite schaffen, Felsen und Berge nicht, Selbst, wenn Du kündigst, dann wirst Du auch weiter leben. Du bekommst vielleicht wenig Geld, aber Du wirst einen geringeren Preis zahlen, als wenn Du irgendwann den Preis Deines Lebens zahlen musst. Du darfst und solltest jetzt handeln. Gehe zu Deinem Arzt, lasse Dich krank schreiben, Du bist nicht faul, sondern wirklich krank. Überlege, wie Du vielleicht die Sperrzeit beim Arbeitslosengeld überbrücken kannst, wenn Du selbst kündigst. Vielleicht kann Dein Freund oder Deiner Familie helfen, vielleicht andere gute Freunde. Jeder Tag, den Du jetzt nutzt, um neue Ziele zu haben, werden Dir gdasut tun. Das Du die Sonne wieder in Deinem Herzen spüren kannst, das Du wieder sehen kannst, wofür es sich lohnt zu arbeiten. Du kannst ganz viel, aber Du mußt Dich selbst entdecken. Vielleicht kannst du mit dem Arzt besprechen, eine psychosomatische Kur zu machen, damit Du erfährst... "Ich bin nicht alleine", damit Du erkennst, es gibt Menschen, denen es genauso geht und damit Du Zuversicht und Mut tanken kannst, Deinen Weg zu finden. Du wirst erkennen, dass Du neue Freunde findest und welche Menschen Dich unterstützen, das wird eine weitaus schönere Erfahrung sein, als der Frust, den Du jetzt erträgst. Du solltest Dich selbst wie einen Diamanten pflegen und achten, sei froh, dass es Fehler gibt, die Du machen kannst, sie helfen Dir alles richtig zu machen.Laß andere Dich begleiten, die keinen Druck machen und erkenne, das es Menschen gibt, die Dir die Hand reichen werden.

LG

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Oh vielen dank für diese wunderbaren zeilen ich bin sehr grührt, anscheinend hast du sehr viel erfahrung- vielen lieben dank!!!!!

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@IlkaRuSti

Danke Rough1988 für das Sternchen.... und gute Beserung.... achte auf Dich, es ist nicht wichtig den Leben Jahre zu geben, sondern den Jahren ..Leben. ... weise Worte. LG

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Ich melde mich zwar spät, aber ich hatte dasselbe Problem mit meiner Elektriker Lehre. Ich hatte die Lehre voll durchgezogen(aus Versagensangst!?!)und war danach mehr oder weniger 10.Jahre Arbeitslos.(angst vor Menschen etc.) Ich hatte nie einen "guten Arzt". Nur welche die mich aus Ihrer Kartei geschmissen haben.(weil mir keiner glauben wollte?!?) Jedenfalls war ich auf der suche nach Hilfe, aber es gab aber keine. Durch meine Freundin und andere Personen in meinem Leben kam ich zu einer Psychiaterin. Dort bin ich nun seit 2.Jahren. Ich verstehe erst jetzt so langsam was mir passiert ist. Hört sich vielleicht ein wenig hart an. Aber ich habe schon immer Menschen in meiner Umgebung gesehen, die Angst vor ihrer Arbeit haben. Ich persönlich Glaube das liegt einfach an diesem "BWL-Algorithmus" und einer Doppelmoral, dem ein jedes Wirtschafts- Unternehmen unterliegt. Wirtschaft erzeugt Wachstum, und benötigt aber auch Wachstum um selbst zu überleben. Dafür benötigt man dann wiederum Aktien-Konzerne deren Aktionäre immer nur nach mehr Effizienz rufen, damit die Aktionäre sich auf kosten der breiten Masse bereichern können. Die logische Konsequenz dessen ist das, die Menschen die die eigentliche Arbeit zum Schluss Umsetzten müssen, das wieder "herausarbeiten" müssen was der Aktionär nun auf seinem Konto zuviel hat. Eine meiner Freundin hat nun auch wieder einen Job! Bei Ihr war es zum Schluss Ähnlich wie bei dir. Sie hat sich ständig Krank gemeldet, zusammengebrochen und war danach einfach nicht mehr zu gebrauchen. Sie tat mir so leid. Ich hab ihr immer gesagt dass der Job kein Gefängnis ist. Das sie jeder Zeit "weg gehen" kann. Aber sie konnte nicht loslassen und quälte sich noch 2.Jahre. Die Not war wohl noch nicht groß genug nehme ich an. Andererseits verstehe ich das es nicht einfach ist los zulassen. Ich wollte Dir einfach nur etwas "Mentale" Unterstützung zukommen lassen. Ich kenne relativ viele Menschen die Mittlerweile Angst vor dem "Arbeit gehen" haben. Sie denken sie werden dort nur ausgenutzt haben eigne Existenzängste oder denken das sie das einfach nicht schaffen und mit dem "druck" nach mehr Effizienz nicht klar kommen. Menschen die sich ihre persönliche "Entwicklung" in jeglicher Hinsicht nicht immer von anderen vorschreiben lassen möchten lerne ich nun immer häufiger kennen. Also mach dich nicht fertig, wir sind nicht allein!

bin auch gerade auf die frage gestoßen und kann alle  hier nur zustimmen!

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