Angriff mit baseball Schläger. Welche Rechte habe ich?

8 Antworten

Wenn mich jemand mit einem baseballschläger angreifen sollte und ihn das Ding aus der Hand nehme

Dann geht das in Ordung. Und jetzt befindest Du Dich nicht mehr in Gefahr.

und ihn den Schläger aufm Kopf haue. Ist das Notwehr oder mach ich mich damit strafbar?

Ein Verteidigungsnotstand besteht nicht, wenn ein trainierter Kampfsportler mit einem Baseballschläger in der Hand einem Unbewaffneten gegenübersteht. Du begehst damit eine gefährliche Körperverletzung nach § 224 Abs. 2. Das wird bestraft mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Alex

EinAlexander ...Und jetzt befindest Du Dich nicht mehr in Gefahr...

Wie kommst Du zu der Annahme. Nur weil der Angreifer keinen Schläger mehr hat, ist doch die Gefahr noch nicht vorbei!

EinAlexander ...Verteidigungsnotstand besteht nicht...mit einem Baseballschläger in der Hand einem Unbewaffneten gegenübersteht...

Ist schon toll, wie unser Gesetzt plötzlich aus dem potentiellen Opfer (dem Angegriffenen) einer vorsätzlichen Straftat einen Täter fabriziert.

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Strafbar. Da Du Kampfsport betreibst, sollest Du es wissen. Wir, jedenfalls, haben gelernt uns anders zu verteidigen. Und einem ohne Grund einen Schläger über den Kopf zu ziehen - wo es doch sooo viele andere Optionen gibt - ist eben nicht nur rüpelhaft, sondern auch strafbar.

schorle22 ...uns anders zu verteidigen...ohne Grund...sooo viele andere Optionen gibt...

Sich anders zu verteidigen habt ihr nur im Sport und nur gegen andere Sportler gelernt und nicht gegen (mehrere) kriminelle Subjekte, die keinerlei Hemmungen, bis hin zum Todschlag, haben. Auch Bruce Lee erkannte bei Zeiten, daß ritualisierte Kampfkunst zwar hübsch anzuschauen ist, es im Kampf jedoch auf größtmögliche Effizienz ankommt. Auch ein Samurai focht nicht ewig mit seinem Katana herum, besonders dann nicht, wenn es mehrere Angreifer gab.Es mag sein, daß ein Gericht von einer Grundlosigkeit ausgehen würde. Allein das Angreifen stellt für MICH einen Grund dar. Gesetze, welche Verbrechern mehr Rechte einräumen als den Opfern sollten dringend überarbeitet werden. Dumm nur, daß sich darum seit Jahrzehnten niemand kümmert.

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Strafbar. Wenn du Ihm ausversehen eine Reinhaust ist das eventuell Notwehr.

Als Kampfsportler könnte man so gar davon ausgehen das du genau weist was du machst und extra hart bestraft wirst dank Vorsatz.

DesoxAux ...Als Kampfsportler...extra hart bestraft wirst...

Genau deshalb ist es das Dümmste, was man bei der aktuellen Gesetzeslage im Fall von erforderlicher Notwehr machen kann, überall herumzuerzählen, daß man Kampfsportler ist.

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Nö, sicher ist das keine Notwehr. Der gegenwärtige, rechtswidrige Angriff, der eine Notwehrmaßnahme rechtfertigt, ist in dem Moment beendet, in dem du dem Angreifer den Baseballschläger abnimmst.

Leider ist Notwehr in Deutschland ein "heißes Pflaster" für den, der sich wehren MUSS. Das Gesetz wurde zudem zu einer Zeit geschrieben, als die Situation noch eine andere war. Heute werden z.B. Leute, die schon am Boden liegen noch krankenhausreif oder zum Krüppel (siehe Daniel Nivel) getreten. Zwistigkeiten werden auch nicht mehr Mann gegen Mann ausgetragen. Angreifer sind heute meistens in der Überzahl.

wiki01

Wieso sollte der Angriff des Angreifers (ein Verbrecher mit der Absicht den Angegriffenen körperlich MASSIV zu verletzen) beendet sein, nur weil er jetzt keinen Baseballschläger mehr hat? Für den Angriff hatte dieser ja einen Anlaß/Grund (z.B. Raubüberfall). So lange dieser noch besteht, ist der Angriff auch noch nicht vorbei. Hinzu kommt noch der Umstand, daß solche Personen meist nie allein angreifen. Was also, wenn der entwaffnete Angreifer einen weiteren Angriff starte? Wie viele Angriffe, ob mit oder ohne Waffe, sind dem Angreifer denn gesetzlich gestattet? Und, wie sieht die rechtliche Situation aus, wenn der Angreifer mit 100kg 2m mißt und der Angegriffene nur 75kg bei 1,7m Körpergröße?

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@Muttersprache
Wieso sollte der Angriff des Angreifers (ein Verbrecher mit der Absicht den Angegriffenen körperlich MASSIV zu verletzen) beendet sein, nur weil er jetzt keinen Baseballschläger mehr hat?

Weil das die gesetzliche Definition ist.

Was also, wenn der entwaffnete Angreifer einen weiteren Angriff starte?

Dann startet die berechtigte Notwehr erneut.

Wie viele Angriffe, ob mit oder ohne Waffe, sind dem Angreifer denn gesetzlich gestattet?

Es ist nicht zielführend, das ins Lächerliche zu ziehen. Es gibt selbstverständlich dafür keine gesetzliche Regelung, aber das weißt du selbstverständlich.

Und, wie sieht die rechtliche Situation aus, wenn der Angreifer mit 100kg 2m mißt und der Angegriffene nur 75kg bei 1,7m Körpergröße?

Genau so wie bei einem Angreifer mit 60kg und einem Verteidiger mit 100kg. Die Notwehr ist in beiden Fällen statthaft, solange ein rechtswidriger Angriff gegenwärtig ist.

Du könntest jetzt noch, um das abzurunden, mit dem Fallbeispiel kommen: Der Angreifer hat einen Baseballschläger, ist 100kg schwer, hat eine Mutter in Amerika und ist Prespertorianer.

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Ich würde als erfahrener Kampfsportler eher die Knie zertrümmern und wegrennen. Ein gezielter Kopfschlag kann tötlich enden.

Wenn du den Baseballschläger in der Hand hast, geht von dem Angreifer höchstwahrscheinlich keine Gefahr mehr aus

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@lena0306

Nicht unbedingt. Vielleicht hat er ja noch ein Klappmesser in der Tasche. Zu sagen "oh er hat keinen Baseballschläger mehr, jetzt kann er mich auch nichtmehr angreifen" wäre etwas leichtsinnig.

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@jawollowitz

Ja klar, aber wenn er unbewaffnet vor dir steht, gibt es bessere Techniken, als ihm das Knie zu zertrümmern. Deshalb hatte ich auch höchstwahrscheinlich geschrieben

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jawollowitz ...Ich würde als erfahrener Kampfsportler eher die Knie zertrümmern und wegrennen. Ein gezielter Kopfschlag kann tödlich enden...

Wenngleich das schlüssig klingt und man somit nicht sein eigenes Gewissen mit einem versehentlichen Todschlag belasten muß, glaube ich kaum, daß das etwas daran ändern würde, daß der sich Verteidigende als Angeklagter vor Gericht landen wird.Bei uns hieß es immer: Der beste Kampf ist der, den man nicht kämpfen muß. Dumm nur, daß man nicht immer wegrennen kann und das Wegrennen das Problem nur zeitlich verlagert. In meiner Nachbarschaft ist einem Erwachsenen zur Dämmerung von ein paar Jugendlichen aufgelauert worden, weil er es sich am Tage erlaubt hatte sie zur Ordnung zu rufen. Das Ende vom Lied: Sie haben ihn krankenhausreif geprügelt. Solche Verbrecher werden bei uns selbst bis zum 21.Lj. dann noch nach Jugendrecht bestraft. - Vielen Dank!

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