Angestellte in Schwangerschaft permanent krank geschrieben. Was kann ich tun?

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11 Antworten

Du kannst über die Krankenkasse beantragen, dass sie zum Medizinischen Dienst vorgeladen wird. Der prüft dann die Arbeitsunfähigkeit.

Aber ich denke mal, gegen solche Leute hast Du nicht wirklich eine Chance. Wenn Du einen sehr kleinen Betrieb hast, dann kannst Du über das Landesamt für Arbeitsschutz die Entlassung einleiten.

Dem wird aber nur stattgegeben, wenn Deine Existenz gefährdet ist.

Das ist jetzt hier sehr einseitig dargestellt. Mich würde interessieren, wie deine Angestellte die Sache sieht. Was die Kollegin behauptet, dass sie gesagt hat, steht für mich erst mal gar nicht zur Debatte, Kolleginnen erzählen auch viel, wenn der Tag lang ist.

Der Arzt wird deine Angestellte sicherlich nicht ohne Grund krank schreiben! Und sie ist nicht verpflichtet, dir den Grund mitzuteilen - nicht umsonst steht auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den Arbeitgeber keine Krankheitsursache! Ich weiß ja jetzt nicht, was ihre Aufgaben sind; Tatsache ist, dass sie als Schwangere nicht mehr alle Arbeiten verrichten darf und da kann sie sich ohne weiteres weigern, schwangerschaftsgefährdende Tätigkeiten auszuüben. Deswegen ist deine Aussage, dass sie "den Laden im Stich lässt", sehr mit Vorsicht zu genießen!

Dass sie sich nur per SMS meldet, kann durchaus den Grund haben, dass ihr der Arzt jegliche Aufregung verboten hat - und ich könnte mir vorstellen, wenn sie dich telefonisch kontaktieren würde, müsste sie sich so einiges anhören!

Im Übrigen lies dir mal die Antwort von Sneakermann durch: du hast also durch den Ausfall der Mitarbeiterin nicht wirklich finanzielle Einbußen, wenn du alles richtig machst.

Wenn die Angestellte krankgeschrieben ist, so ist sie krank und du darfst von ihr nicht verlangen, dass sie dir den Grund nennt. Dass jemand, der eine Fehlgeburt erlitten hat, vielleicht während einer erneuten Schwangerschaft nicht in erster Linie an deinen Laden denkt, ist doch verständlich. Versuch, die Angelegenheit auf einer sachlichen Ebene zu betrachten. Es ist keine Verletzung des Arbeitgebers, wenn man sich nicht mit letzter Kraft zur Arbeit schleppt und seine Gesundheit für der das Wohlergehen des Betriebes opfert.

Du kannst bei der Aufsichtsbehörde beantragen, dass der Kündigungsschutz für Schwangere aufgehoben wird. Außerdem könntest du auch mit einem Anwalt darüber reden. Wenn die eine Gehaltserhöhung haben wollte, obwohl sie wusste, dass sie schwanger ist und wegen dem Kündigungsschutz jetzt nichts mehr arbeitet, kann man das schon als Betrug werten.

Probezeit vorüber? Für Schwangerschaft bekommt man doch 100% Erstattung von der Umlage bei der Krankenkasse. Von daher Augen zu und durch. Und blos keine zusätzlichen Vergünstigungen wenn die wieder vor der Tür steht. Du musst dich immer daran erinnern, das man alle Leute 2x trifft.

Probezeit ist vorbei. Bist du sicher mit 100%? Wenn sie krank geschrieben ist, bekomme ich doch nur 60%?

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@w203c

wenn Erkrankung in Verbindung mit Schwangerschaft müsste es mehr geben, das variiert nach Kasse. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher aber es könnten auch 120% sein, also fast inklusive AG aufwendungen.

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Nein, leider nicht solange sie eine Krankmeldung hat und diese auch rechtzeitig abgibt. Bist du ohnmächtig. Das Kündigungsverbot in Deutschalnd hat Vorteile aber es gibt auch immer wieder Arschlöcher die es Schamlos ausnutzen. Das ist leider so.

Sie hat krankmeldung erst nach eine Woche abgegeben.

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@w203c

Ja dann hättest sie rauswerfen müssen. Kündigung 4 Wochen und fertig.

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Natürlich kannst Du was dagegen tun. Ständig krank zu sein ist ein Grund für eine fristlose Kündigung. Wenn sie wirklich schwanger ist (geht aus dem Text irgendwie nicht wirklich hervor, ob sie nun schwanger ist, oder nicht) soltle man das vielleicht mit Frist machen, damit sie sich auf diese Änderung vorbereiten kann..

Ja, sie ist wieder schwanger

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Ständig krank zu sein ist ein Grund für eine fristlose Kündigung. >

Noch so ein Blödsinn.

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@Terrorpinguin

Krankheit ist der häufigste Kündigungsgrund und vollkommen zulässig. Erst gerade gelernt :D

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@Flupp66

Da hättest Du wohl besser aufpassen und alles zu dem Thema lernen sollen.

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@Terrorpinguin

Tjo kann ja auch nur sagen, was die Lehrerin in der Berufsschule gesagt hat. Und sie meinte wortwörtlich:

In Deutschland ist der häufigste Kündigungsgrund, Krankheit.

Das ich nicht richtig aufgepasst hätte ...ist ziemlich frech. Kann ja nur sagen, was sie gesagt hat. Und ich lerne genug, danke.

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@Terrorpinguin

Tjo dann ist das wohl so ... dann erklär es doch bitte. Damit ich auch noch was dazulerne ;-)

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@Flupp66

Flupp. lese das Gesetz in der ganzen Bedeutung. Krankheit als Kündigungsgrund hat viele Klauseln eingebaut und ist somit nicht ganz so einfach. Wenn ich z.B. über ein Jahr dauernd krank geschrieben bin und es nicht offensichtlich ist das ich meine Arbeit wieder aufnehmen kann, besteht die Möglichkeit zu kündigen- aber auch nur, wenn es in dem betrieb keine Versetzungsmöglichkeiten gibt. Und eine Schwangere ist auf Grund ihrer Schwangerschaft sowieso noch besonders geschützt.

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Ich glaube nicht das du viel zun kannst, auch wenn ich dich vom Standpunkt einer Selbsständigen ein Stück weit verstehen kann. Überlege mal folgendes... Sie hat in der 1. Schwangerschaft ihr Kind verloren. vieleicht reagiert sie jetzt ängstlich und übervorsichtig. Oder aber der Arzt hat ihr geraten kürzer zutreten weil sie eine Schwangerschaft für sie nicht ohne Risiko ist. Woher willst du mit Sicherheit sagen das die jetzige Schwangerschaft in Ordnung ist? Dazu bräuchtest du die Aussage des Arztes und die wirst du nicht bekommen. In welcher Branche bist du denn? Ist die Arbeit mit Körperlicher Belastung oder Stress verbunden?

Bei der Aussage der Kollegin wäre ich vorsichtig. Vieleicht ist die ja sauer das sie jetzt die Arbeit der Kollegin mitmachen muss.

Versuch doch mal mit deiner Angestellten zu reden und frage sie nach ihren Beweggründen für die Krankschreibungen. Ohne Vorwürfe, mache deine Problematik deutlich, habe aber auch ein Ohr für sie und ihre Situation. Vieleicht findet ihr zusammen ja eine Regelung. Vereinfachte Arbeitsbedingungen usw. Versuch mit ihr zusammen eine Lösung zu finden.

Ich kann dich gut verstehen, meine Arbeitnehmerin ist jetzt auch schwanger und jeden Tag tut ihr was anderes weh. Nachdem sie direkt vor meinem Urlaub krank war und ich alles alleine machen musste, habe ich erfahren, daß sie eis schleckend durch die Ikea schlenderte. (sie war krankgeschrieben weil ihr übel war) Super. Jetzt hat sie wieder was anderes. Ich finde es einfach eine Frechheit der Ärzte, dass die gleich mal eine Woche krankschreiben. Man muss nur gut jammern. Du kannst sie aber gleich nach ihrer Elternzeit kündigen. Bei Kleinfirmen unter 10 mitarbeiter nur 4 Wochen Kündigungsfrist. Halte durch und schmeiß sie dann raus

Reden...? Wozu hat die Menschheit denn einen Mund gegeben. Wenn du die Chefin bist, ist es doch deine Sache, den Mitarbeitern klar zu machen, was du erwartest.

Wenn das nicht eingehalten wird oder die Arbeit verweigert wird -> Abmahnung.

So ein Quatsch.

Wenn eine Mitarbeiterin krankgeschrieben ist, wozu soll dann Reden gut sein?

Und eine Abmahnung ist schon gar nicht gerechtfertigt.

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sie wird das Mutterschutzgesetz schön ausnutzen wie sich das anhört und dagegen kannst du leider nichts tun meine ich. Obgleich ich mir an deiner Stelle keine sms gefallen lassen würde sondern ne richtige Krankenmeldung sollte es schon sein.

Ich würde sie mir schon mal zur Brust nehmen und ihr verklinkern das Schwangerschaft keine Krankheit ist und wie sie sich das nun weiter vorstellt? Vielleicht kannst du sie auch einfach auf weniger Stunden setzen, dann wird sie schon alleine wieder kommen. Weniger Stunden heißt auch weniger Geld und du bist durch ihren Ausfall leider dadurch gezwungen.

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