Alternative zu Medieninformatik?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ganz spontan würde ich sagen, angewandte, Wirtschafts- oder eben Medieninformatik. Studier auf alle Fälle an einer FH, an einer Uni ist das Informatik-Studium in der Regel theoretischer und trockener.

Da ich nicht zu tief in die Informatik an sich schreiten möchte

Was du hier mit "Informatik an sich" meinst, verstehe ich aber nicht so ganz. Klar, die Webseiten und Apps, die du genannt hast, haben alle eine schicke Benutzeroberfläche. Die meiste Arbeit steckt allerdings im Backend, du musst also drüber nachdenken, wie du die Daten am effizientesten abspeicherst, abfragst, berechnest und verarbeitest. Und damit wärst du wieder bei den Methoden der klassischen Informatik, der Informatik an sich. ;)

Vielen Dank für deine Antwort. Mit "Informatik an sich" meine ich z.B. das "Das Problem des Handlungsreisenden", also die rein theoretische Informatik.

Ich habe gehofft, dass das eher die Basis bildet und man sich bei Webseiten-Programmierung nicht damit rumschlagen muss sondern schon darauf aufbauen kann und sich mehr in diese Richtung spezialisieren kann.

Werde mich aber auf jeden Fall nochmal genauer mit denen von dir genannten Studiengängen beschäftigen.

Vielleicht noch jemand eine Idee?

LG


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@rps1212

"Das Problem des Handlungsreisenden" ließe sich z.B. mit evolutionären Algorithmen lösen und damit wären wir schon langsam im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dieses Wissen kannst du auch brauchen, wenn du z.B. sehr große Datenmengen zu einem Thema hast, die auch recht schnell wachsen und diese automatisiert kategorisieren willst. Zum Beispiel, wenn du eine Partnerbörse programmierst und rausfinden willst, welche Personen gut zusammenpassen - dort könnte man den Mitgliedern Vorschläge machen, dann Feedback von den Mitgliedern einsammeln, wie zufrieden sie mit ihren Vorschlägen sind und daraus ein lernendes System zimmern.

Algorithmen und Datenstrukturen hast du wahrscheinlich in jedem Informatik-Studiengang.

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Warum suchst du zu einer Alternative für Medieninformatik, wenn es doch genau das ist, was du zu suchen scheinst? Ich habe einige Semester Medieninformatik studiert, nun jedoch gewechselt zu Elektrotechnik (genauer gesagt Informations- und Kommunikationstechnik also im Grunde immer noch Informatik nur mit wesentlich mehr technischem Einschlag). In Medieninformatik hatten wir zum einen ein Semester BWL (Marketing wurde als Wahlfach angeboten) und vor allem dann auch Dinge wie Webseiten Programmierung, Mensch-Computer-Interaktion (wo es darum ging Programme benutzerfreundlich zu gestalten) und eben Dinge, die stark in die Richtung gingen, wie du es dir wohl vorstellst.

Danke für die Antwort und Respekt, Elektrotechnik ist nichts für jeden. Du hast Recht, das sind genau die Dinge die ich suche. Was mich bei Medieninformatik aber abgeschreckt hat waren Module die auch sehr in Richtung Computerspiele programmieren gehen oder auch Video- und Tonschnitt. Vorallem ersteres, da dies ja doch ein sehr komplexes Gebiet sein muss und mich diese Richtung eher weniger interessiert. 

Wie war das bei deiner Hochschule? Oder kann man sich da spezifisch festlegen...? 

LG

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@rps1212

Hmmm, also bei mir gab's das auch (Spieleprogrammierung etc), viel dazu sagen kann ich aber nicht, da das erst in den späteren Semestern gekommen wäre, welche ich eben nicht mehr belegt habe. Im Grunde weiß ich auch nicht genau, inwiefern man sich da festlegen kann/muss/darf. Kenne auch einige, die an anderen Hochschulen Medieninformatik studieren und bei denen das auch verstärkt in Richtung Webseitenprogrammierung/Internet etc. geht. Bei meiner Hochschule war das ganze zugegebenermaßen eher etwas allgemeiner gehalten, die ersten drei Semester (Grundstudium) hatten wir Medieninformatiker mit den anderen Informatik-Studiengängen zusammen die meisten Vorlesungen, also auch theoretische Informatik etc und eben Dinge, die man so vielleicht nicht unbedingt "braucht", wenn es einem nur darum ginge Webseiten zu programmieren.

Im Grunde wird es wahrscheinlich ohnehin so sein, dass das jede Hochschule etwas anders hält, wie ich es ja wie erwähnt bei Freunden an anderen Hochschulen mitbekomme, die Fächer, die wir hatten, überhaupt nicht hatten und dafür andere, die wir nicht hatten. Von dem her lohnt es sich vielleicht auch, speziell nach Hochschulen zu suchen, die das in der Richtung halten, wie du es dir vorstellst, bei den meisten Hochschulen kann man sich ja auf der Website zu den betreffenden Studiengängen auch schon Informationen einholen, wie das Studium ungefähr aufgebaut ist oder sogar explizit sehen, was dort für (Wahl-)Vorlesungen angeboten werden.

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Das Problem ist, es gibt keinen Studiengang "Web-Entwicklung". Gäbe es ihn, ich hätte mich liebend gerne eingeschrieben! :D

Ich habe Angewandte Informatik mit der Spezialisierung Systems Engineering studiert. Video-/Tonschnitt beinhaltet der nicht, dafür andere Dinge, die du nicht so sonderlich mögen wirst. Drei Semester Mathe waren es bei mir, das Fach Theoretische Informatik und noch so manches mehr.

App-Programmierung kam vor aber das Thema Web als solche nie, es wurden nur Randbereiche angeschnitten.

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