Ägypten. Was kostet eine Beerdigung in Ägypten?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo, Ich denke eine Beerdigung ist nicht teuer - Es gibt keinen Kaffee und Kuchen, sondern nur ungesüßten starken Kaffee. Einen Sarg gibt es auch nicht. Nur, ich glaube, die Klageweiber kosten ggf etwas. Da die Ägypter sofort beerdigt werden, ist das aber wohl schon längst bezahlt.

Teurer wird allerdings das Grab, denn das ist ein Familien-Grabmal, also ein Grundstück mit Gebäude drauf (Denn die Ägypter mögen es gar nicht, wenn sie nach 20J wieder ausgebuddelt werden) . Kostet .z.B. in 6th Octorber Gräberfeld so ab 4000 Euro (kann man im internet sehen, z.b.http://aqarmap.com/eg/en/323791-land-or-commercial-for-sale-in-6th-of-october-greater-cairo) - meißt hat die Familie aber schon eins.

(Außerden: die schlauen Ägypter haben durchaus recht viel zum leben)

Vielen Dank für diese Antwort. Ich weiß, das dort wo ein Ägypter einmal Beerdigt wurde, nie wieder ein anderer Beerdigt werden darf. Was mich noch interessieren würde ; um was für ein Gebäude handelt es sich auf dem Familien-Grabmal ? Wissen Sie das zufällig auch ?

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Oh , ich habe gerade den Link geöffnet..- jetzt weiß ich was mit dem Gebäude gemeint ist . Nochmals herzlichen Dank !

P.S. Ich finde die Ägypter auch ganz schön schlau ....

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@Mausekinder

Ach ja:

Die Kopten haben durchaus Särge, allerdings recht preiswerte, und ggf. bekommen sie einen gratis-Sarg von der Kirche. Die Leichentücher der Moslems dürfen teuer sein, müssen es aber nicht. Bei normalen Familien sind die Klageweiber aus der Familie und kosten nichts. Die Gräber kosten nur in der Stadt was, auf dem Land nimmt man sich einfach ein Stück Wüste und baut ein Zimmer drauf

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@KaiAbuSir

Da darf man einfach irgendwo in der Nähe des Wohnsitzes einen Menschen beerdigen ? Ohne Anmeldung ? Ohne Kosten ? Zum Beispiel in Sharqia ?

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@Mausekinder

Eigentlich ja, aber meist vergräbt man die Toten dort wo schon Gräber sind. Allerdings getrennt nach Religion und Konfession. Die Moslems meist in der Nähe des Dorfes, die Christen in der Wüste. Entweder man vergräbt den Toten einfach so (armer Mann) oder man baut sich ein (Familien) Grabmal. Nur in großen Städten kostet dieser Baugrund etwas. Die Ägypter würden einen Toten in der Wüste nicht ausbuddeln weil er das Land nicht gekauft hat (es gibt aber Grabräuber).

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Bei einer Beerdigung kommen alle: Die ganzen Nachbarn, x Verwandte. Jeder gibt ein bisschen Geld, und ich habe noch niemals erlebt, dass jemand wegen einer Beerdigung um Geld gebettelt hat.

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